Aktuelle Fachprüfung und vorgenommene Anpassungen
Die Berufsdetailseite wurde erneut mit aktuellen Berufs-, Qualifikations- und landesrechtlichen Angaben abgeglichen. Eine bundesweite Neuordnung des Berufs wurde bei der aktuellen Prüfung nicht festgestellt. Mehrere bisher zu allgemein oder zu stark auf Pflanzenproduktion zugeschnittene Aussagen wurden jedoch präzisiert und erweitert.
- Zugangsvoraussetzungen präzisiert: Der Zugang richtet sich nach Landesrecht. Die DQR-Systembeschreibung lässt je nach landesrechtlicher Ausgestaltung unterschiedliche schulische Zugänge zu. Als konkretes Beispiel verlangt Niedersachsen für die berufsqualifizierende Berufsfachschule grundsätzlich den Sekundarabschluss I – Realschulabschluss oder einen gleichwertigen Bildungsstand.
- Praktische Ausbildung ergänzt: Für Niedersachsen ist nun ausdrücklich berücksichtigt, dass zusätzlich zur schulischen Ausbildung insgesamt 1.800 Zeitstunden praktische Ausbildung in geeigneten anerkannten betrieblichen Ausbildungsstätten vorgesehen sind. Vor Beginn der Praxis muss dort eine von der Schule anerkannte Ausbildungsstätte nachgewiesen werden.
- Regionale Schwerpunkte erweitert: Die Seite berücksichtigt jetzt neben Pflanzenproduktion auch den landesrechtlich vorgesehenen Schwerpunkt Tierproduktion. Damit wird deutlicher, dass die konkrete Fachsystematik nicht bundesweit identisch ist.
- Prüfungsinformationen konkretisiert: Als transparent gekennzeichnetes Landesbeispiel wurden die niedersächsischen schriftlichen Prüfungsgruppen und die praktische Prüfung in Naturwissenschaftlicher Laborarbeit ergänzt. Die bundesweit allgemeine Aussage, dass Prüfungen dem jeweiligen Landesrecht folgen, bleibt bestehen.
- DQR-Darstellung geschärft: Die Qualifikation bleibt DQR-/EQR-Niveau 4. Die bisherige Kurzangabe „DQR-Schwerpunkt Agrar- und Umweltanalytik“ wurde so geändert, dass Niveau und landesrechtlicher Berufsabschluss nicht mit einem bundesweit einheitlichen Ausbildungsschwerpunkt verwechselt werden.
- Anschlusswege ergänzt: Aufgenommen wurden die im DQR ausdrücklich genannten Möglichkeiten landesrechtlich geregelter Weiterbildungen, bundesrechtlich geregelter Fortbildungen und eines fachgebundenen Hochschulzugangs nach dem jeweiligen Landesrecht.
- Quellenstand erweitert: Zusätzlich zu BERUFENET und DQR wurden die aktuellen niedersächsischen Regelungen zu Stundentafeln, Praxisumfang, Aufnahme und Prüfungen sowie das Karriereportal des Landes Niedersachsen einbezogen.
Redaktioneller Prüfstand: 18. August 2026. Regionale Beispiele sind ausdrücklich als solche gekennzeichnet und dürfen nicht auf alle Bundesländer übertragen werden.

Agrarwirtschaftlich-technische/r Assistent/-in (m/w/d)
Agrarwirtschaftlich-technische Assistentinnen und Assistenten verbinden naturwissenschaftliche Laborarbeit mit agrarischer Versuchspraxis. Sie unterstützen wissenschaftliche und technische Fachkräfte in Agrar- und Umweltanalytik, Pflanzenzüchtung, Saatgutprüfung, Qualitätskontrolle sowie in Forschungs- und Prüfeinrichtungen. Dabei untersuchen sie unter anderem Böden, Saatgut, Pflanzen, Futtermittel und landwirtschaftliche Erzeugnisse, betreuen Labor-, Gewächshaus- und Freilandversuche und bereiten belastbare Mess- und Versuchsdaten für fachliche Entscheidungen auf.
Was machen agrarwirtschaftlich-technische Assistentinnen und Assistenten?
Der Beruf verbindet Biologie, Chemie, Agrarwissenschaften, Versuchswesen und moderne Laborpraxis. Agrarwirtschaftlich-technische Assistentinnen und Assistenten bereiten Proben und Versuche vor, führen Untersuchungen nach festgelegten Verfahren durch, bedienen Mess- und Laborgeräte und werten Ergebnisse aus. Je nach Einsatzgebiet arbeiten sie mit Pflanzen, Saatgut, Böden, Futtermitteln, tierischen Proben oder Lebensmitteln.
Proben untersuchen und Analysen durchführen
- Boden-, Pflanzen-, Saatgut-, Futter- und Lebensmittelproben aufbereiten
- Chemische, physikalische, mikrobiologische und biologische Prüfungen durchführen
- Nährlösungen, Reagenzien und Versuchsansätze exakt herstellen
- Messgeräte bedienen, kontrollieren und Ergebnisse nachvollziehbar protokollieren
Versuche in Labor, Gewächshaus und Freiland betreuen
- Saatgut auswählen, behandeln, aussäen und Bestände pflegen
- Feld-, Gewächshaus- und gegebenenfalls Stallversuche vorbereiten und begleiten
- Wuchs, Ertrag, Qualität sowie Schädlings- und Klimaresistenz beurteilen
- Versuchsparzellen kennzeichnen, bonitieren und fachgerecht beernten
Daten auswerten und Qualität sichern
- Versuchsverläufe und Untersuchungsergebnisse digital dokumentieren
- Messreihen statistisch auswerten und Qualitätsabweichungen erkennen
- Bei Saatgutprüfung, Züchtung und molekularbiologischen Untersuchungen mitwirken
- Hygiene-, Umwelt-, Arbeits- und Qualitätssicherungsregeln einhalten
Typischer Arbeitsauftrag von der Probe bis zum Ergebnis
- Untersuchungsziel, Probenplan, Methode und Qualitätskriterien aus dem Arbeitsauftrag ableiten
- Proben eindeutig kennzeichnen, repräsentativ entnehmen, sachgerecht transportieren und vorbereiten
- Geräte, Reagenzien, Referenzmaterialien und Kontrollen für den Versuchs- oder Analyseablauf bereitstellen
- Messung oder Versuch standardisiert durchführen und Abweichungen unmittelbar dokumentieren
- Rohdaten auf Plausibilität prüfen, berechnen, vergleichen und fachlich einordnen
- Ergebnisse nachvollziehbar protokollieren und für Fachkräfte, Auftraggeber oder Qualitätssicherung aufbereiten
Fachliche Verantwortung im Arbeitsprozess
- Probenverwechslungen, Kontaminationen und ungeeignete Lagerbedingungen vermeiden
- Kalibrierstatus, Blindwerte, Referenzproben und Wiederholungsmessungen berücksichtigen
- Witterung, Standort, Boden, Entwicklungsstadium und Versuchsbedingungen bei der Bewertung einbeziehen
- Messunsicherheiten, Ausreißer und methodische Grenzen erkennen und kenntlich machen
- Digitale Daten vollständig, rückverfolgbar und vor nachträglicher Verfälschung geschützt erfassen
- Aus Ergebnissen keine weitergehenden Aussagen ableiten, als Versuchsaufbau und Datenlage tatsächlich tragen
Welche Voraussetzungen sind wichtig?
Schulischer Zugang und Fachinteressen
Die schulischen Aufnahmevoraussetzungen richten sich nach dem jeweiligen Landesrecht und dem konkreten Bildungsgang. Deshalb sollte nicht bundesweit pauschal nur von einem mittleren Bildungsabschluss ausgegangen werden. Die DQR-Systembeschreibung nennt je nach Landesregelung unterschiedliche schulische Zugänge. In Niedersachsen ist für die berufsqualifizierende Berufsfachschule grundsätzlich der Sekundarabschluss I – Realschulabschluss oder ein gleichwertiger Bildungsstand vorgesehen. Hilfreich sind insbesondere:
- Biologie für Pflanzen, Mikroorganismen, Genetik und ökologische Zusammenhänge
- Chemie und Physik für Analysen, Stoffeigenschaften und Messverfahren
- Mathematik für Konzentrationen, Messreihen und statistische Auswertungen
- Informatik und Deutsch für digitale Dokumentation und Versuchsberichte
Persönliche Stärken
- Sehr sorgfältige und verantwortungsbewusste Arbeitsweise
- Beobachtungsgenauigkeit und anhaltende Aufmerksamkeit
- Analytisches Denken und Verständnis für naturwissenschaftliche Abläufe
- Durchhaltevermögen bei länger laufenden Versuchsreihen
- Organisationstalent, Zuverlässigkeit und saubere Dokumentation
- Teamfähigkeit und Bereitschaft zur Arbeit im Labor und im Freien
Wie ist die Ausbildung aufgebaut?
Agrarwirtschaftlich-technische/r Assistent/in ist eine landesrechtlich geregelte schulische Ausbildung. Sie dauert in der Regel zwei Jahre und verbindet Unterricht an einer Berufsfachschule oder einem Berufskolleg mit fachpraktischen Anteilen beziehungsweise einem Betriebspraktikum. Die genaue zeitliche Gliederung, mögliche Schwerpunkte und Aufnahmebedingungen richten sich nach dem Bundesland und der jeweiligen Schule.
- Schule Biologie, Chemie, Physik, Mathematik und fachbezogene Datenverarbeitung
- Labor Gerätekunde, Probenahme, Arbeitsschutz und grundlegende Analyseverfahren
- Agrar Bodenkunde, Pflanzenernährung, Pflanzenbau und Grundlagen der Tierproduktion
- Praxis Labor-, Gewächshaus-, Freiland- oder Versuchsstallarbeiten im Praktikumsbetrieb
- Versuch Versuchsplanung, Probenbearbeitung, Bonituren und Qualitätskontrollen
- Daten Dokumentation, elektronische Datenerfassung und statistische Auswertung
- Fachlich Pflanzenzüchtung, Saatgutprüfung, Mikrobiologie und Versuchswesen
- Qualität Bewerten von Untersuchungsergebnissen und Sichern verlässlicher Arbeitsabläufe
- Prüfung Vorbereitung auf die staatliche Abschlussprüfung nach Landesrecht
Landesbeispiel: Pflanzenproduktion und Tierproduktion
Die aktuelle niedersächsische Ausbildungsstruktur unterscheidet ausdrücklich zwischen den Schwerpunkten Pflanzenproduktion und Tierproduktion. Pflanzenproduktion umfasst unter anderem Versuchswesen, Bodenkunde und Pflanzenernährung, Pflanzenbau, Pflanzenschutz, Pflanzenzüchtung, Biologie und Mikrobiologie. Im Schwerpunkt Tierproduktion treten insbesondere Tierernährung, Tierzucht und Tierhygiene hinzu.
Landesbeispiel: 1.800 Stunden betriebliche Praxis
In Niedersachsen findet während des zweijährigen Bildungsganges zusätzlich eine praktische Ausbildung von insgesamt 1.800 Zeitstunden in geeigneten anerkannten betrieblichen Ausbildungsstätten statt. Die Schule regelt Ort und Zeitpunkt. Nach Abschluss sind ein Tätigkeitsbericht und eine Bescheinigung der Ausbildungsstätte einzureichen.
Typische Fachinhalte im Überblick
Für diese landesrechtlich geregelte schulische Ausbildung besteht kein bundesweit einheitlicher KMK-Rahmenlehrplan mit identischen Lernfeldern. Fächerbezeichnungen, Stundenumfang und Schwerpunktsetzung können daher zwischen Bundesländern und Schulen abweichen. Die folgenden Bereiche bilden die typischen, fachlich belegten Ausbildungsschwerpunkte ab.
Naturwissenschaften und Laborpraxis
- Biologie, Chemie, Physik und Mikrobiologie
- Laborgeräte, Messverfahren, Probenahme und Probenaufbereitung
- Nährmedien, Reagenzien, Verdünnungen und analytische Grundlagen
- Laborhygiene, Arbeitsschutz, Umweltschutz und Qualitätssicherung
Pflanzenproduktion und Agraranalytik
- Bodenkunde, Pflanzenernährung und Pflanzenbau
- Pflanzenschutz, Schadbilder und Schädlingsdiagnostik
- Pflanzenzüchtung, Genetik und Saatgutprüfung
- Lebensmittel-, Futtermittel- und Umweltuntersuchungen
Versuchswesen, Biometrie und Daten
- Planung, Anlage und Betreuung von Versuchsreihen
- Bonitur, Ertrags- und Qualitätsprüfung sowie Datenerfassung
- Mathematik, Biometrie und statistische Grundauswertung
- Elektronische Daten- und Textverarbeitung sowie fachbezogenes Englisch
Aktuelle Fächerstruktur im Schwerpunkt Pflanzenproduktion – Beispiel Niedersachsen
- Versuchswesen
- Bodenkunde und Pflanzenernährung
- Pflanzenbau und Pflanzenschutz
- Pflanzenzüchtung
- Biologie und Mikrobiologie
- Naturwissenschaftliche Laborarbeit
Aktuelle Fächerstruktur im Schwerpunkt Tierproduktion – Beispiel Niedersachsen
- Versuchswesen
- Tierernährung
- Tierzucht und Tierhygiene
- Biologie und Mikrobiologie
- Chemie und Physik
- Naturwissenschaftliche Laborarbeit
- 01 Fachbegriffe, Grundlagen und Zusammenhänge zu Bodenarten, Bodenfruchtbarkeit und Bodenleben erläutern
- 02 Anforderungen, Varianten und Einsatzgrenzen von Klima, Witterung und Mikroklima vergleichen
- 03 Informationen, Daten und Vorgaben zur Pflanzen- und Tierbiologie systematisch auswerten
- 04 Aufgaben und Vorgehensweisen für Ökosysteme und Stoffkreisläufe fachgerecht planen
- 05 Geeignete Verfahren, Mittel und Kriterien für den Nährstoff- und Wasserhaushalt begründet auswählen
- 06 Arbeiten und Entscheidungen zu Artenvielfalt und Lebensräumen sicher und fachgerecht durchführen
- 07 Qualität, Wirksamkeit und Vorgabeneinhaltung bei Schaderregern, Krankheiten und Stressfaktoren kontrollieren
- 08 Störungen, Risiken und Abweichungen bei Standort- und Nutzungseignung erkennen und bewerten
- 09 Ergebnisse, Nachweise und Entscheidungen zu Umweltwirkungen betrieblicher Maßnahmen nachvollziehbar dokumentieren
- 10 Erfahrungen und Kennzahlen zur Anpassung an Klima- und Umweltveränderungen auswerten und Verbesserungen ableiten
Wie wird die Ausbildung abgeschlossen?
Während der Ausbildung werden Leistungen in den unterrichteten Fächern und fachpraktischen Bereichen festgestellt. Am Ende steht eine staatliche Abschlussprüfung. Aufbau, Prüfungsfächer, Bearbeitungszeiten, Gewichtung und mögliche mündliche Ergänzungen richten sich nach dem Landesrecht und der zuständigen Schule; eine bundesweit einheitliche IHK-Prüfung gibt es nicht.
Fachtheorie und Dokumentation
Klassenarbeiten, Versuchsprotokolle, Auswertungen, Referate und weitere Leistungsnachweise sichern den Lernfortschritt in naturwissenschaftlichen, agrarwirtschaftlichen und allgemeinbildenden Fächern.
Praktisches Arbeiten und Qualitätssicherung
Beurteilt werden können unter anderem Probenahme und Probenaufbereitung, sicheres Bedienen von Geräten, exaktes Durchführen eines Analyse- oder Versuchsablaufs sowie vollständiges Dokumentieren der Ergebnisse.
Berufsbezogene Abschlussleistungen
Typische Prüfungsbereiche können Biologie, Chemie, Pflanzenbau, Pflanzenzüchtung, Versuchswesen und Laborpraxis umfassen. Welche Fächer tatsächlich geprüft werden, entscheidet die geltende Ausbildungs- und Prüfungsregelung des Bundeslandes.
Abschluss nach Landesrecht
Nach erfolgreich absolvierter Ausbildung und bestandener staatlicher Abschlussprüfung wird die landesrechtlich vorgesehene Berufsbezeichnung verliehen, regelmäßig als staatlich geprüfte agrarwirtschaftlich-technische Assistentin beziehungsweise staatlich geprüfter agrarwirtschaftlich-technischer Assistent.
Schriftliche und praktische Abschlussprüfung
Für den Schwerpunkt Pflanzenproduktion sieht Niedersachsen drei schriftliche Klausurarbeiten von jeweils drei Zeitstunden vor: aus Bodenkunde und Pflanzenernährung oder Chemie und Physik, aus Pflanzenbau, Pflanzenschutz oder Biologie sowie aus Pflanzenzüchtung, Versuchswesen oder Mikrobiologie. Für Tierproduktion bestehen entsprechende Prüfungsgruppen aus Tierernährung beziehungsweise Chemie und Physik, Tierzucht beziehungsweise Biologie sowie Tierhygiene, Versuchswesen oder Mikrobiologie. Die praktische Prüfung besteht dort aus einer kompetenzbereichsübergreifenden Aufgabe im Fach Naturwissenschaftliche Laborarbeit mit einer Bearbeitungszeit von drei Zeitstunden.
Welche finanziellen Rahmenbedingungen gelten?
Da es sich um eine schulische Ausbildung handelt, wird grundsätzlich keine Ausbildungsvergütung gezahlt. An einzelnen Schulen können Kosten entstehen. Während betrieblicher Praktikumsphasen ist je nach Praktikumsvertrag eine freiwillige Vergütung möglich, sie ist jedoch nicht bundesweit garantiert.
| Bereich | Typische finanzielle Situation |
|---|---|
| Schulische Ausbildungszeit | In der Regel keine Ausbildungsvergütung |
| Betriebspraktikum | Vergütung nur bei entsprechender Vereinbarung |
| Schule und Förderung | Kosten und Fördermöglichkeiten vor Ort prüfen |
Wo arbeiten agrarwirtschaftlich-technische Assistentinnen und Assistenten?
Beschäftigungsmöglichkeiten bestehen bei Forschungsinstituten, Landwirtschaftskammern, Veterinärämtern, Ämtern für Lebensmittelsicherheit, Erzeugervereinigungen, Pflanzen- und Saatzuchtunternehmen sowie in Teilen der chemischen, Lebensmittel-, Futtermittel- und agrarnahen Industrie.
Labore und Analytik
Untersuchung von Böden, Saatgut, Pflanzen, Futter- und Lebensmitteln sowie mikrobiologischen oder molekularbiologischen Proben.
Gewächshaus, Versuchsfeld und Stall
Anlage, Pflege, Bonitur und Ernte von Versuchen sowie Beobachtung von Pflanzenbeständen und gegebenenfalls tierbezogenen Versuchsanordnungen.
Büro und Datenauswertung
Digitale Dokumentation, statistische Auswertung, Qualitätsberichte, Versuchsplanung und Kommunikation mit wissenschaftlichen Fachkräften.
Berufseinstieg, Spezialisierung und Weiterbildung
Nach dem staatlichen Abschluss sind qualifizierte Tätigkeiten in Pflanzenzüchtung, Saatgutwesen, Agrar- und Umweltanalytik, Forschungs- und Prüfeinrichtungen sowie in der Qualitätssicherung agrarischer Erzeugnisse möglich. Mit Berufserfahrung können spezialisierte Labor-, Versuchs-, Dokumentations- und Koordinationsaufgaben übernommen werden.
Fachliche Spezialisierung
- Pflanzenzüchtung, Saatgutprüfung und Versuchswesen
- Boden-, Pflanzen-, Futter- und Lebensmittelanalytik
- Mikrobiologie und molekularbiologische Verfahren
- Biometrie, Datenmanagement und Qualitätssicherung
Weiterbildung
- Labor- und Qualitätsmanagement
- Pflanzenschutz, Saatgutwesen oder Biotechnologie
- Fachbezogene Techniker- oder Meisterqualifikationen, sofern zugänglich
- Ausbildereignungsprüfung für spätere Ausbildungsaufgaben
Studium
- Agrarwissenschaften
- Pflanzenwissenschaften oder Pflanzenbiotechnologie
- Biologie, Biochemie oder Lebensmitteltechnologie
- Umweltwissenschaften oder verwandte Studiengänge
Häufige Fragen zur Ausbildung
Ist Agrarwirtschaftlich-technische/r Assistent/-in eine duale Ausbildung?
Nein. Es handelt sich um eine landesrechtlich geregelte schulische Ausbildung an Berufsfachschulen oder Berufskollegs mit integrierten fachpraktischen Anteilen beziehungsweise einem Betriebspraktikum.
Welcher Schulabschluss wird benötigt?
In der Regel wird ein mittlerer Bildungsabschluss erwartet. Die konkrete Schule kann zusätzliche Aufnahmebedingungen festlegen, beispielsweise einen Praktikumsvertrag oder bestimmte schulische Leistungen.
Wie lange dauert die Ausbildung?
Die Regeldauer beträgt zwei Jahre. Die genaue Verteilung von Schul- und Praxisphasen sowie mögliche Zusatzqualifikationen unterscheiden sich nach Bundesland und Schule.
Wo findet die praktische Ausbildung statt?
Geeignete Praktikumsstellen finden sich beispielsweise in Pflanzenzucht- und Saatgutunternehmen, Forschungsinstituten, Landwirtschaftskammern, Prüflaboren oder agrarnahen Industrieunternehmen.
Wird während der Ausbildung eine Vergütung gezahlt?
Während der schulischen Ausbildung besteht grundsätzlich kein Anspruch auf Ausbildungsvergütung. Eine Zahlung im Betriebspraktikum ist nur möglich, wenn dies individuell vereinbart wurde.
Gibt es bundesweit einheitliche Lernfelder und Prüfungen?
Nein. Die Ausbildung ist landesrechtlich geregelt. Lehrpläne, Fächerbezeichnungen, Schwerpunkte und Prüfungsdetails können sich deshalb zwischen den Bundesländern und Schulen unterscheiden.
Gibt es regionale Schwerpunkte wie Pflanzenproduktion oder Tierproduktion?
Ja. Die konkrete Schwerpunktbildung richtet sich nach Landesrecht und Schulangebot. In Niedersachsen sind in den aktuellen Regelungen beispielsweise die Schwerpunkte Pflanzenproduktion und Tierproduktion vorgesehen. Welche Variante tatsächlich angeboten wird, muss bei der jeweiligen Schule geprüft werden.
Ist bereits ein berufsspezifisches Produkt im TPM-Mediashop verlinkt?
Ja. Verlinkt ist die Excel-/CSV-Fragenkatalog-Datenbank mit 1.500 Multiple-Choice-Fragen zu Lernfeld 1: Biologische, ökologische und standortbezogene Grundlagen bewerten. Das Produkt richtet sich insbesondere an gewerbliche Bildungsanbieter und Betreiber eigener Lern-, Quiz- oder Prüfungssysteme.
Offizielle Quellen zum Nachlesen
- Bundesagentur für Arbeit: Berufssteckbrief Agrarwirtschaftlich-technische/r Assistent/in
- BERUFENET: Agrarwirtschaftlich-technische/r Assistent/in
- Deutscher Qualifikationsrahmen: Staatlich geprüfte agrarwirtschaftlich-technische Assistenz
- Deutscher Qualifikationsrahmen: Liste der zugeordneten Qualifikationen 2025 · Agrar- und Umweltanalytik auf Niveau 4
- Die Pflanzenzüchter: Ausbildung und Fachinhalte im Schwerpunkt Pflanzenproduktion
- Bundesagentur für Arbeit: Ausbildungsberufe von A bis Z
- Niedersachsen: aktuelle EB-BbS – Stundentafeln für Agrarwirtschaftlich-technische Assistenz, Schwerpunkte Pflanzen- und Tierproduktion sowie 1.800 Stunden praktische Ausbildung
- Niedersachsen: aktuelle BbS-VO – Aufnahmevoraussetzungen und Prüfungsregelungen der berufsqualifizierenden Berufsfachschule
- Land Niedersachsen: Berufsprofil Agrarwirtschaftlich-Technische Assistenz – Schwerpunkt Pflanzenproduktion
Redaktionell und fachlich geprüft am 18. August 2026. Aufnahmebedingungen, Fachbezeichnungen, Praxisorganisation, Prüfungsvorgaben, Kosten und Schwerpunkte können je nach Bundesland, Schule und Praktikumsbetrieb abweichen.
1.500 Multiple-Choice-Fragen zu Lernfeld 1
Für den Beruf ist inzwischen ein eindeutig zugeordnetes Produkt verfügbar. Die Excel-/CSV-Fragenkatalog-Datenbank behandelt ausschließlich Lernfeld 1: Biologische, ökologische und standortbezogene Grundlagen bewerten und umfasst 1.500 Multiple-Choice-Fragen.
Agrarwirtschaftlich-technische/r Assistent/-in: 1.500 Fragen zu Lernfeld 1
Die Datenbank bildet biologische, ökologische und standortbezogene Grundlagen systematisch ab. Inhaltlich geht es unter anderem um Bodenarten und Bodenfruchtbarkeit, Bodenleben, Klima und Mikroklima, Pflanzen- und Tierbiologie, Ökosysteme und Stoffkreisläufe, Nährstoff- und Wasserhaushalt, Biodiversität, Schaderreger, Krankheiten, Stressfaktoren, Standorteignung, Umweltwirkungen und Klimaanpassung.
Die strukturierte Excel-/CSV-Ausgabe eignet sich insbesondere für Bildungsträger, Dozenten, Fachschulen, Verlage sowie Betreiber eigener Lernplattformen, Online-Trainer, Quizsysteme und digitaler Prüfungsvorbereitungen.
Produktzuordnung und Verlinkung geprüft am 4. August 2026.
Vier hochwertige Sponsorenplätze für einen Werbeeintrag
Unternehmen, Verbände, Bildungspartner und fachlich passende Dienstleister können hier mit Logo, Kurzprofil und direkter Websiteverlinkung sichtbar werden. Die Zuordnung sollte einen nachvollziehbaren Bezug zu Ausbildung, Agrarwirtschaft, Laborpraxis oder beruflicher Weiterbildung besitzen.
Ihr Unternehmen als Sponsor
Präsentieren Sie Ihr Unternehmen in einem fachlich passenden Umfeld direkt auf dieser Berufsdetailseite.
- Logo und Unternehmensname
- Kurzprofil und Leistungsbeschreibung
- Direkte Verlinkung zur Unternehmenswebsite
Ihr Unternehmen als Sponsor
Erreichen Sie Ausbildungsinteressierte, Schulen, Betriebe und Fachkräfte mit einem dauerhaft sichtbaren Werbeeintrag.
- Logo und Unternehmensname
- Berufsbezogene Kurzvorstellung
- Direkter Zugang zu Ihrem Angebot
Ihr Unternehmen als Sponsor
Verbinden Sie Ihre Marke mit fachlich geprüften Informationen zu Ausbildung, Berufspraxis und Weiterbildung.
- Hochwertige Markendarstellung
- Passendes berufliches Umfeld
- Verlinkung zur gewünschten Zielseite
Ihr Unternehmen als Sponsor
Nutzen Sie einen klar abgegrenzten Sponsorenplatz für Ihre Leistungen, Projekte oder beruflichen Angebote.
- Logo und individuelles Kurzprofil
- Informationen zu Angeboten und Standorten
- Direkte Websiteverlinkung möglich