Assistent/-in für Informatik, Schwerpunkt allgemeine Informatik (m/w/d)
Assistentinnen und Assistenten für Informatik mit dem Schwerpunkt allgemeine Informatik entwickeln und testen Software, richten Computer- und Netzwerksysteme ein, erstellen Datenbanklösungen, unterstützen die Informationssicherheit und begleiten Anwenderinnen und Anwender im Support. Der schulische Bildungsgang verbindet Programmierung, Systemtechnik, Datenmanagement, technische Mathematik und projektorientiertes Arbeiten.
Was ist 2026 besonders wichtig?
Berufsprofil bleibt schulisch geregelt
Der aktuelle Steckbrief nennt Berufskolleg und Praktikumsbetrieb als Lernorte. Die Ausbildung dauert je nach Modell zwei oder drei Jahre und ist nicht mit einem dualen Ausbildungsvertrag verbunden.
Kein einheitliches Landesmodell
Mehrere Länder führen die staatlich geprüfte informationstechnische Assistenz über 24 Monate mit mittlerem Schulabschluss. Nordrhein-Westfalen dokumentiert daneben 24 Monate mit Fachhochschulreife und 36 Monate mit mittlerem Schulabschluss.
36 Wochenstunden in beiden Schuljahren
Die aktuelle bayerische Stundentafel gewichtet Anwendungsentwicklung, Betriebssysteme, Netzwerktechnik und Computersysteme besonders stark und sieht in jedem Schuljahr zwei Praktikumswochen vor.
Zwei passende Lernprodukte erreichbar
Verifiziert wurden ein Fachlehrplan mit mehr als 200 Seiten sowie ein digitaler Fragenkatalog mit über 3.200 Multiple-Choice-Fragen und Windows-eBook-Reader.
Was machen Assistentinnen und Assistenten für allgemeine Informatik?
Das Berufsbild liegt zwischen Softwareentwicklung, IT-Systembetrieb und technischem Anwendersupport. Die Fachkräfte bearbeiten klar abgegrenzte Aufgaben selbstständig und wirken bei größeren Vorhaben mit erfahrenen IT-Fachkräften zusammen. Entscheidend ist nicht nur, dass eine technische Lösung funktioniert. Sie muss zu den Anforderungen passen, sicher betrieben, getestet und verständlich dokumentiert werden.
Anwendungen planen und entwickeln
Anforderungen erfassen, Algorithmen und Datenstrukturen entwerfen, lokale oder webbasierte Programme umsetzen, Schnittstellen anbinden und Funktionen mit geeigneten Testfällen prüfen.
IT-Infrastruktur bereitstellen
Hardware auswählen, Betriebssysteme installieren, Benutzer und Rechte verwalten, Netzwerke planen und konfigurieren, Dienste einrichten sowie Störungen systematisch eingrenzen.
Datenbanken und Schutzmaßnahmen betreuen
Datenmodelle entwickeln, Abfragen erstellen, Integrität und Berechtigungen berücksichtigen, Sicherungen durchführen und an technischen Sicherheitskonzepten mitarbeiten.
Nutzende und Teams unterstützen
Fehlerberichte aufnehmen, Ursachen nachvollziehbar analysieren, Lösungen erklären, technische Unterlagen erstellen, Ergebnisse präsentieren und Aufgaben nach Zeit, Qualität und Aufwand organisieren.
Wie sieht ein vollständiger IT-Arbeitsprozess aus?
Anforderung klären
Ziel, Nutzende, Funktionen, Daten, Schnittstellen, Sicherheitsbedarf, Budget und Terminrahmen erfassen.
Lösung entwerfen
Architektur, Komponenten, Datenmodell, Netzwerkplan, Berechtigungen und Testkriterien festlegen.
Umsetzen
Programmieren, Systeme installieren, Dienste konfigurieren, Datenbanken anlegen und Schnittstellen verbinden.
Testen
Funktion, Leistung, Sicherheit, Fehlerfälle und Bedienbarkeit prüfen und Abweichungen dokumentieren.
In Betrieb nehmen
Daten übernehmen, Konfiguration absichern, Sicherungen einrichten, Nutzende einweisen und Übergabe vorbereiten.
Betreiben und verbessern
Protokolle auswerten, Störungen beheben, Änderungen nachführen, Dokumentation pflegen und Qualität kontrollieren.
Welche Voraussetzungen sind wichtig?
Formaler Zugang
- Die KMK-Rahmenvereinbarung nennt grundsätzlich den mittleren Schulabschluss oder einen gleichwertigen Abschluss.
- BERUFENET nennt in der Regel den mittleren Bildungsabschluss oder die Hochschulreife.
- Schulen können nach Landesrecht und eigenen Aufnahmekriterien auswählen.
- Bei verkürzten Modellen kann bereits die Fachhochschulreife vorausgesetzt werden.
- Notenvorgaben, Eignungsgespräche oder Praktikumsnachweise sind schulabhängig möglich.
Fachliche Grundlagen
- Logisches und strukturiertes Denken
- Solide Mathematikgrundlagen
- Interesse an Programmierung, Hardware und Netzwerken
- Englisch für Dokumentationen, Fehlermeldungen und Fachbegriffe
- Sorgfalt beim Umgang mit Daten, Rechten und Konfigurationen
- Bereitschaft, technische Zusammenhänge selbstständig zu vertiefen
Arbeitsweise und Kommunikation
- Geduld und Durchhaltevermögen bei Fehlersuche und Programmierung
- Fähigkeit, Probleme schrittweise einzugrenzen
- Verständliche Kommunikation mit technisch weniger erfahrenen Nutzenden
- Verlässliche Dokumentation von Änderungen und Ergebnissen
- Teamfähigkeit für abgestimmte Entwicklungs- und Systemaufgaben
- Lernbereitschaft bei neuen Technologien und Sicherheitsanforderungen
Wie ist der Bildungsgang aufgebaut?
Die KMK beschreibt eine berufliche Erstausbildung nach dem Schulrecht der Länder. Im zweijährigen Grundmodell umfasst der Unterricht mindestens 2.560 Stunden. Davon entfallen mindestens 2.240 Stunden auf den berufsbezogenen und 320 Stunden auf den berufsübergreifenden Lernbereich. Zusätzlich ist ein mindestens vierwöchiges Betriebspraktikum mit 160 Stunden vorgesehen. Die Länder entscheiden, wie diese Vorgaben in Fächer, Lernfelder, Projekte und Prüfungen umgesetzt werden.
-
01Berufsbezogener Unterricht
Software, Systeme, Netze, Daten, Sicherheit und Projekte -
02Berufsübergreifender Unterricht
Zum Beispiel Deutsch, Englisch, Politik und weitere Landesfächer -
03Fachpraxis
Laborübungen, Projektaufgaben und technische Arbeitsaufträge -
04Betriebspraktikum
KMK-Mindestumfang vier Wochen beziehungsweise 160 Stunden
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05Integrierte Fachhochschulreife
Nach KMK kann der Bildungsgang dann drei Jahre dauern -
06Erweiterter Unterricht
Zusätzliche allgemeinbildende und fachbezogene Anforderungen -
07Landesprüfung
Berufsabschluss und schulischer Abschluss nach Landesrecht -
08Keine automatische Gleichheit
Ausgestaltung und Berechtigungen unterscheiden sich je Bundesland
-
09Programmiersprachen
Auswahl nach Schule, Lehrplan und technischer Ausstattung -
10Betriebssysteme und Plattformen
Desktop, Server, mobile Systeme und gegebenenfalls Cloud-Labore -
11Projektprofil
Software, Netzwerke, Automatisierung oder Medien können stärker gewichtet sein -
12Prüfungsorganisation
Fächer, Zeiten und Bewertung richten sich nach Landesrecht
Wie unterscheiden sich die Länder?
| Regelungsbereich | Zugang | Dauer | Einordnung |
|---|---|---|---|
| KMK-Rahmenvereinbarung | Grundsätzlich mittlerer Schulabschluss | 2 Jahre, 3 Jahre bei integrierter Fachhochschulreife möglich | Gemeinsamer Mindeststandard, konkrete Umsetzung durch die Länder |
| Baden-Württemberg, Bayern, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt und Thüringen | Mittlerer Schulabschluss | 24 Monate | In der KMK-Dokumentation 2026 für die staatlich geprüfte informationstechnische Assistenz aufgeführt |
| Nordrhein-Westfalen | Fachhochschulreife | 24 Monate | Verkürzter Zugang laut KMK-Dokumentation |
| Nordrhein-Westfalen | Mittlerer Schulabschluss | 36 Monate | Dreijähriger Bildungsgang laut KMK-Dokumentation |
| Bayern ab 1. August 2026 | Mittlerer Schulabschluss | 2 Schuljahre | 36 Jahreswochenstunden in beiden Jahren, dazu jeweils 2 Wochen Betriebspraktikum |
Die Tabelle zeigt ausgewählte amtlich dokumentierte Modelle. Sie ersetzt keine Schul- oder Landesberatung. Aktuelle Standorte, Schwerpunkte, Aufnahmetermine und mögliche Zusatzabschlüsse müssen bei der jeweiligen Schule geprüft werden.
Die 18 offiziell dokumentierten Lernfelder im Überblick
Der bayerische Lehrplan für technische Assistentinnen und Assistenten für Informatik wird vom Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung weiterhin offiziell bereitgestellt. Er konkretisiert die Ausbildung in fünf Fachbereichen. Die Zeitrichtwerte dienen der Unterrichtsplanung und sind kein bundesweit gültiger Prüfungsplan.
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M 1Grundlagen der Technischen Mathematik (1)
Zahlensysteme, Einheiten, Kennlinien und Diagramme38 Std. -
M 2Grundlagen der Technischen Mathematik (2)
Terme, Potenzen, Gleichungen und Funktionen38 Std. -
BS 1Betriebssysteme und Hardware
Architektur, Bootprozess, Firmware, Treiber, Dateisysteme und Installation76 Std. -
BS 2Lokale Administration von Betriebssystemen
Benutzer, Rechte, Dateien, Shell, Skripte, Software und Leistungsüberwachung76 Std.
-
NT 1Netzwerke planen und realisieren
Topologien, Protokolle, Medien, Adressierung, Komponenten, Sicherheit und Dokumentation190 Std. -
CS 1Computersysteme bereitstellen
Hardware, Digitaltechnik, Leistung, Fehlersuche, Beschaffung, Ergonomie und Arbeitsschutz228 Std. -
AE 1Entwicklung von Anwendungen
Anforderungen, Algorithmen, strukturierte und objektorientierte Programmierung, Webentwicklung und Tests304 Std. -
AE 2Datenbankanwendungen
Datenmodelle, Integrität, Datenbanksysteme, Abfragen, Schnittstellen und Testfälle114 Std.
-
M 3Gleichungssysteme und trigonometrische Funktionen
Technische Berechnungen für Systeme und Netze38 Std. -
M 4Matrizenrechnung und Statistik
Daten auswerten und technische Zusammenhänge beurteilen38 Std. -
BS 3Betriebssysteme im Servereinsatz
Serverrollen, Verzeichnisdienste, Rechte, Dienste, Speicherung und Verfügbarkeit190 Std. -
BS 4Betriebssysteme von Mobilgeräten
Installation, Verwaltung, Sicherheit und Einbindung mobiler Systeme38 Std. -
BS 5Scripting von Betriebssystemen
Administrative Aufgaben automatisieren, prüfen und dokumentieren76 Std.
-
NT 2Netzwerke administrieren und erweitern
Dienste, Segmentierung, Überwachung, Fehlersuche und sichere Erweiterung228 Std. -
NT 3Öffentliche Netze
Weitverkehrsverbindungen, Internetzugänge, Dienste und Schutzmaßnahmen38 Std. -
CS 2IT-Sicherheit
Schutzbedarf, Gefährdungen, technische und organisatorische Maßnahmen114 Std. -
CS 3Computersysteme warten
Mess- und Analyseverfahren, Benchmarks, Fehlersuchstrategien und Testprotokolle38 Std. -
AE 3Entwicklung komplexer Anwendungen
Größere Softwarelösungen entwerfen, realisieren, integrieren, testen und dokumentieren380 Std.
Welche Kenntnisse werden in der Praxis miteinander verbunden?
Von der Anforderung zum wartbaren Programm
Lasten- und Pflichtenheft unterscheiden, Abläufe modellieren, Datenstrukturen auswählen, modular programmieren, Quellcode versionieren, Fehlerfälle behandeln und Änderungen nachvollziehbar dokumentieren.
Daten korrekt strukturieren
Entitäten und Beziehungen modellieren, Tabellen normalisieren, Schlüssel festlegen, Abfragen formulieren, Transaktionen verstehen sowie Integrität, Berechtigungen, Sicherung und Wiederherstellung berücksichtigen.
Clients und Server administrieren
Bootvorgänge, Dateisysteme, Prozesse, Dienste, Benutzer, Gruppen, Rechte, Protokolle, Paketverwaltung, Aufgabenplanung und Systemressourcen analysieren und verwalten.
Kommunikation planen und prüfen
Schichtenmodelle, Ethernet, WLAN, IPv4 und IPv6, Subnetze, Switching, Routing, DNS, DHCP und grundlegende Netzwerkdienste in einen nachvollziehbaren Gesamtplan einordnen.
Hardware passend auswählen
Prozessor, Arbeitsspeicher, Massenspeicher, Mainboard, Netzteil, Schnittstellen und Peripherie nach Kompatibilität, Leistung, Energiebedarf, Kosten und Wartbarkeit beurteilen.
Schutz als Querschnittsaufgabe
Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit berücksichtigen, Rechte begrenzen, Systeme härten, Updates planen, Sicherungen prüfen, Ereignisse protokollieren und Auffälligkeiten geordnet melden.
Anwendungen verbinden
Client-Server-Prinzip, HTTP, Formulare, Sitzungen, Datenformate und Programmierschnittstellen verstehen sowie Bedienbarkeit, Eingabeprüfung und responsive Darstellung beachten.
Fehler reproduzierbar bearbeiten
Störungen aufnehmen, Umgebung und Symptome erfassen, Hypothesen bilden, Messwerte und Logs auswerten, Lösung testen, Auswirkungen beurteilen und den Vorgang verständlich abschließen.
Welche Themen prägen die IT-Praxis im Jahr 2026?
Die folgenden Themen sind keine bundesweit einheitlichen zusätzlichen Lernfelder. Sie zeigen, welche Werkzeuge und Arbeitsweisen Schulen und Praktikumsbetriebe in bestehende Kompetenzbereiche integrieren können.
Änderungen kontrollierbar machen
Branches, Code-Reviews, automatisierte Tests und nachvollziehbare Builds helfen, Fehler früh zu erkennen und Software gemeinsam weiterzuentwickeln.
Systeme flexibel bereitstellen
Virtuelle Maschinen, Container, zentrale Identitäten, Speicherdienste und automatisierte Bereitstellung erweitern klassische Betriebssystem- und Netzwerkkenntnisse.
Sicherheit von Anfang an mitplanen
Schutzbedarf, minimale Rechte, sichere Voreinstellungen, Patchmanagement, Protokollierung, belastbare Backups und Wiederanlaufpläne gehören in Entwurf und Betrieb.
Ergebnisse fachlich prüfen
Codevorschläge, Dokumentationshilfen und Analysewerkzeuge können unterstützen. Ausgaben müssen getestet, Sicherheitsrisiken bewertet, vertrauliche Daten geschützt und Lizenzfragen beachtet werden.
Wie wird aus Schulwissen berufliche Handlungskompetenz?
Geeigneten Praxisplatz wählen
- Softwareentwicklung oder Anwendungstest
- Systemhaus, interne IT oder Rechenzentrum
- Netzwerk-, Cloud- oder Servicedesk-Aufgaben
- Datenbank- und Anwendungsbetreuung
- Klare Betreuung, realistische Aufgaben und Datenschutzregelung
Praxisaufgaben dokumentieren
- Ausgangssituation und Ziel beschreiben
- Technische Umgebung und Einschränkungen erfassen
- Vorgehen und Entscheidungen begründen
- Tests, Ergebnisse und offene Punkte festhalten
- Keine vertraulichen Unternehmensdaten veröffentlichen
Eigenes Fachprofil aufbauen
- Kleine Anwendungen mit sauberer Dokumentation
- Netzwerkplan oder Laboraufbau
- Datenbankprojekt mit Testdaten
- Fehlersuch- oder Wartungsprotokoll
- Präsentation eines vollständigen Arbeitsprozesses
Wie wird die Ausbildung geprüft?
Die KMK gibt gemeinsame Mindestmerkmale vor, während Länder und Schulen die konkreten Prüfungsfächer und Abläufe festlegen. Deshalb dürfen bayerische Zeiten nicht ungeprüft auf andere Bildungsgänge übertragen werden.
Mindestens drei berufsbezogene Aufsichtsarbeiten
Die schriftliche Prüfung soll insgesamt mindestens acht Zeitstunden umfassen. Die Auswahl der Fächer und Aufgaben richtet sich nach Landesrecht.
Berufstypische Arbeiten nachweisen
Im praktischen Teil werden beruflich vorkommende Aufgaben bearbeitet. Eine mündliche Ergänzung ist möglich. Der gesamte Prüfungsumfang beträgt im KMK-Rahmen mindestens zwölf Zeitstunden.
Vier fachliche Prüfungsbereiche
Betriebssysteme, Netzwerktechnik und Computersysteme werden jeweils 110 Minuten schriftlich geprüft. Für Anwendungsentwicklung sind 150 Minuten vorgesehen.
Konfiguration, Analyse und Umsetzung
Die praktische Prüfung dauert in Betriebssystemen, Netzwerktechnik und Computersystemen jeweils 90 Minuten. In Anwendungsentwicklung sind 150 Minuten vorgesehen.
Schulische Informatikassistenz und duale Fachinformatiker-Ausbildung
| Merkmal | Assistent/-in für Informatik, allgemeine Informatik | Fachinformatiker/-in |
|---|---|---|
| Regelung | Schulrecht des jeweiligen Bundeslandes | Bundesweit anerkannte duale Ausbildung nach Ausbildungsordnung |
| Lernorte | Berufskolleg oder Berufsfachschule und Praktikumsbetrieb | Ausbildungsbetrieb und Berufsschule |
| Dauer | Je nach Modell 2 oder 3 Jahre | 36 Monate |
| Vergütung | Keine Ausbildungsvergütung, Kosten können anfallen | Ausbildungsvergütung durch den Betrieb |
| Struktur | Fächer, Lernfelder und Prüfungen nach Landesrecht | Vier Fachrichtungen: Anwendungsentwicklung, Systemintegration, Daten- und Prozessanalyse, Digitale Vernetzung |
| Abschlussprüfung | Schulische beziehungsweise staatliche Prüfung nach Landesrecht | Prüfung im Zuständigkeitsbereich Industrie und Handel |
| Praxisanteil | Praktikum und schulische Fachpraxis | Laufende betriebliche Ausbildung über die gesamte Ausbildungszeit |
Vergütung, Schulgeld und technische Ausstattung
BERUFENET weist darauf hin, dass die schulische Ausbildung nicht vergütet wird. An einzelnen Schulen können Schulgeld, Aufnahme- oder Prüfungsgebühren entstehen. Zusätzlich sind Ausgaben für Hardware, Software, Lernmittel, Fahrt und Praktikum möglich.
Mögliche Kosten
- Schulgeld, Aufnahme- und Prüfungsgebühren
- Notebook oder PC nach schulischen Mindestanforderungen
- Speichermedien, Netzwerkzubehör oder Laborverbrauchsmaterial
- Fachliteratur, digitale Lernmittel und gegebenenfalls Softwarelizenzen
- Fahrt, Verpflegung und Unterkunft während des Praktikums
Mögliche Unterstützung
- Schüler-BAföG bei erfüllten persönlichen und schulischen Voraussetzungen
- Förderprogramme des Bundeslandes oder Schulträgers
- Leihgeräte oder schulische Softwarelizenzen
- Fahrtkosten- oder Lernmittelunterstützung nach regionalen Regeln
- Beratung durch Schule und zuständiges Amt für Ausbildungsförderung
Wo kann man nach dem Abschluss arbeiten?
BERUFENET nennt insbesondere Softwareentwicklungsunternehmen, Softwareverlage, Datenverarbeitungsdienstleister, Systemhäuser sowie Hard- und Softwareberatungen. Darüber hinaus kommen interne IT-Abteilungen, Verwaltungen und Bildungseinrichtungen infrage, wenn das erworbene Kompetenzprofil zur Aufgabe passt.
Entwicklung, Test und Betreuung
Kleinere Anwendungen entwickeln, bestehende Software anpassen, Testfälle bearbeiten, Fehler dokumentieren und Fachabteilungen bei der Nutzung unterstützen.
IT-Betrieb und Administration
Clients und Server einrichten, Benutzer verwalten, Netzwerkkomponenten betreuen, Sicherungen kontrollieren und technische Störungen bearbeiten.
Anwendungs- und Datenbetreuung
Datenbestände pflegen, Abfragen ausführen, Berechtigungen unterstützen, Schnittstellen testen und fachliche Anforderungen an technische Teams weitergeben.
Büro, Rechenzentrum und mobil
Je nach Aufgabe wird in Büroräumen, IT-Laboren, Rechenzentren, Besprechungs- und Schulungsräumen oder teilweise im Homeoffice gearbeitet.
Wie lässt sich das Berufsprofil weiterentwickeln?
Technische Spezialisierung
- Anwendungs- oder Webentwicklung
- Linux-, Windows- oder Netzwerkadministration
- Datenbanken und Anwendungsbetrieb
- Informationssicherheit und Support
- Cloud-, Virtualisierungs- oder Automatisierungstechnik
Weiterbildung und Zertifikate
- Herstellerneutrale Grundlagenzertifikate
- Netzwerk-, Linux-, Cloud- oder Security-Qualifikationen
- Projektmanagement und IT-Service-Management
- Technische Dokumentation und Qualitätssicherung
- Zulassung, Kosten und Aktualität des Zertifikats vorher prüfen
Studium bei Hochschulzugang
- Informatik oder angewandte Informatik
- Software Engineering
- IT-Sicherheit
- Wirtschaftsinformatik
- Medieninformatik oder Data Science
Häufige Fragen zum Bildungsgang
Ist dies eine duale Ausbildung?
Nein. Es handelt sich um eine landesrechtlich geregelte schulische Ausbildung. Betriebliche Erfahrung wird über Praktika und schulische Praxisprojekte erworben.
Wie lange dauert die Ausbildung?
BERUFENET nennt zwei beziehungsweise drei Jahre. Nach dem KMK-Rahmen beträgt das Grundmodell zwei Jahre; drei Jahre sind möglich, wenn die Fachhochschulreife Bestandteil des Bildungsgangs ist.
Welcher Schulabschluss wird benötigt?
Die KMK nennt grundsätzlich den mittleren Schulabschluss. In einzelnen verkürzten Landesmodellen kann die Fachhochschulreife vorausgesetzt werden. Maßgeblich sind Landesrecht und Schule.
Wie lautet die genaue Abschlussbezeichnung?
Die Berufsseite folgt der BERUFENET-Bezeichnung. Im KMK-Rahmen lautet die Abschlussgruppe „Staatlich geprüfte/-r informationstechnische/-r Assistent/-in“. Der genaue Wortlaut auf dem Zeugnis richtet sich nach dem Bundesland.
Ist der Abschluss dem DQR zugeordnet?
Der staatlich geprüfte informationstechnische Assistenzabschluss ist im Deutschen Qualifikationsrahmen dem Niveau 4 zugeordnet. Bei abweichenden schulischen Titeln sollte die konkrete Zuordnung der Schule geprüft werden.
Wird eine Ausbildungsvergütung gezahlt?
Nein. BERUFENET weist ausdrücklich darauf hin, dass die Ausbildung nicht vergütet wird. Schulgeld und weitere Kosten können je nach Schule hinzukommen.
Gibt es bundesweit dieselben Lernfelder?
Nein. Die KMK setzt Mindeststandards, die Länder regeln Fächer, Lernfelder und Projekte. Die auf dieser Seite gezeigten 18 Lernfelder sind ein amtliches bayerisches Landesbeispiel.
Welche Programmiersprache wird gelernt?
Das ist nicht bundesweit festgelegt. Schulen wählen Sprachen und Entwicklungsumgebungen nach Lehrplan, Ausstattung und Schwerpunkt. Wichtiger als eine einzelne Sprache sind Algorithmen, Datenstrukturen, saubere Programmierung und Testverfahren.
Wie umfangreich ist das Praktikum?
Der KMK-Rahmen sieht mindestens vier Wochen beziehungsweise 160 Stunden vor. Bayern verteilt derzeit jeweils zwei Wochen auf beide Schuljahre. Andere Länder können abweichen.
Wie wird in Bayern geprüft?
Seit 1. August 2026 wird in Betriebssystemen, Netzwerktechnik, Computersystemen und Anwendungsentwicklung jeweils schriftlich und praktisch geprüft. Die genauen Zeiten sind im Prüfungsabschnitt dieser Seite aufgeführt.
Ist der Abschluss gleichwertig mit Fachinformatiker/-in?
Es handelt sich um unterschiedliche Ausbildungswege. Fachinformatiker/-in ist eine 36-monatige duale Ausbildung mit vier Fachrichtungen. Die Informatikassistenz wird vollzeitschulisch nach Landesrecht ausgebildet.
Reicht der Abschluss für den Berufseinstieg?
Der staatliche Abschluss qualifiziert für berufliche IT-Aufgaben. Einstellungschancen hängen zusätzlich von Praxiserfahrung, Schwerpunkt, technischen Kenntnissen, Portfolio, Region und konkreter Stellenausschreibung ab.
Welche Rolle spielen IT-Sicherheit und Datenschutz?
Beide sind Querschnittsthemen. Rechte, Datensicherung, sichere Konfiguration, Schutzbedarf, Protokollierung und verantwortlicher Umgang mit personenbezogenen Daten müssen in Entwicklung und Systembetrieb berücksichtigt werden.
Dürfen KI-Werkzeuge in Projekten genutzt werden?
Das entscheidet die Schule oder der Betrieb. Technisch erzeugte Vorschläge müssen fachlich geprüft und getestet werden. Vertrauliche Daten, Sicherheitsrisiken, Quellen und Lizenzbedingungen sind besonders zu beachten.
Offizielle und direkt geprüfte Quellen
- Bundesagentur für Arbeit: BERUFENET-Steckbrief „Assistent/in für Informatik (allgemeine Informatik)“, Stand 3. August 2026
- Kultusministerkonferenz: Rahmenvereinbarung für staatlich geprüfte technische und kaufmännische Assistentinnen und Assistenten, Fassung 21. März 2024
- Kultusministerkonferenz: Dokumentation der Berufsabschlüsse an Berufsfachschulen, veröffentlicht am 20. März 2026
- Deutscher Qualifikationsrahmen: Staatlich geprüfte informationstechnische Assistenz, DQR-/EQR-Niveau 4
- Bayern: aktuelle Stundentafel für technische Assistentinnen und Assistenten für Informatik, gültig ab 1. August 2026
- Bayern: § 51 BFSO mit den aktuellen schriftlichen und praktischen Prüfungszeiten
- Bayern: § 6 BFSO zur Aufnahmevoraussetzung
- Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung: Lehrplan mit 18 bayerischen Lernfeldern und Zeitrichtwerten
- Bundesinstitut für Berufsbildung: duale Ausbildung Fachinformatiker/-in, Fachrichtung Anwendungsentwicklung
- Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik: IT-Grundschutz-Kompendium
- TPM-Mediashop: Fachlehrplan Assistent/-in für Informatik, allgemeine Informatik
- TPM-Mediashop: Fragenkatalog mit über 3.200 Lern- und Prüfungsfragen
Redaktionell geprüft am 4. September 2026. Die Seite trennt das bundesweit beschriebene BERUFENET-Profil, den KMK-Rahmen, die DQR-Zuordnung und das konkrete bayerische Landesbeispiel. Landes- und schulabhängige Angaben sind ausdrücklich als solche gekennzeichnet. Produktumfang und Links wurden direkt im TPM-Mediashop kontrolliert.
Passende Lern- und Prüfungsmittel
Bei der Shopprüfung am 4. September 2026 wurden zwei eindeutig berufsspezifische und erreichbare Produktseiten bestätigt. Die Inhalte sind auf die breite schulische Informatikausbildung ausgerichtet. Für die konkrete Prüfung bleiben Landeslehrplan und schulische Vorgaben maßgeblich.
Lehrplan Assistent/-in für Informatik, allgemeine Informatik
Vertiefte Planungsgrundlage zu Programmierung, IT-Systemen, Betriebssystemen, Netzwerken, Datenbanken, Informationssicherheit, digitalen Geschäftsprozessen und projektorientiertem Arbeiten.
Fragenkatalog mit über 3.200 Lern- und Prüfungsfragen
Digitaler Multiple-Choice-Fragenkatalog zu Anwendungsentwicklung, Betriebssystemen, Netzwerktechnik, Computersystemen, Datenbanken, IT-Sicherheit, Scripting, Web- und Mobilanwendungen, technischer Mathematik, Support und Dokumentation.
Produktzuordnung, Umfang, Ausgabeform und direkte Produktseiten wurden am 4. September 2026 geprüft. Preise, Verfügbarkeit, Systemvoraussetzungen und Lieferbedingungen sind unmittelbar auf der jeweiligen Produktseite zu kontrollieren.