Assistent/-in für Tourismus (m/w/d)
Assistentinnen und Assistenten für Tourismus planen, koordinieren und verkaufen touristische Angebote. Sie beraten Gäste und Kundschaft, kalkulieren Leistungen, stimmen sich mit Hotels, Verkehrsunternehmen und Freizeitanbietern ab und unterstützen Marketing, Veranstaltungen und Service.
Was machen Assistenten für Tourismus?
Das Berufsbild verbindet Reise- und Destinationswissen mit kaufmännischen, sprachlichen und serviceorientierten Aufgaben. Im Mittelpunkt stehen passende Angebote, verlässliche Organisation und professionelle Kommunikation.
Angebote entwickeln
- Zielgruppen, Reisemotive und Destinationen analysieren
- Reise-, Freizeit- oder Veranstaltungsbausteine kombinieren
- Leistungen kalkulieren und Angebote verkaufsfähig aufbereiten
Kunden beraten
- Über Reiseziele, Verkehr, Kultur und Leistungen informieren
- Buchungswünsche aufnehmen und Alternativen vergleichen
- Reservierungen, Unterlagen und Reklamationen serviceorientiert bearbeiten
Vermarktung organisieren
- Touristische Produkte präsentieren und bewerben
- Mit Leistungsträgern und regionalen Partnern zusammenarbeiten
- Veranstaltungen, Gästeservice und digitale Informationsangebote unterstützen
Welche Voraussetzungen sind wichtig?
Formaler Zugang
- Zugang und Auswahl nach Bundesland und Berufsfachschule
- Häufig mittlerer Bildungsabschluss; einzelne Bildungsgänge können höhere Anforderungen stellen
- Gute Fremdsprachenkenntnisse oder Auswahlgespräche können verlangt werden
- Praktikumsbedingungen und möglicher Zusatzabschluss vor der Bewerbung prüfen
Persönliche Stärken
- Kommunikationsfreude und ausgeprägte Serviceorientierung
- Organisationstalent und Zuverlässigkeit
- Interesse an Geografie, Kultur und Sprachen
- Kaufmännisches Denken für Kalkulation und Verkauf
- Sicheres Auftreten und interkulturelle Sensibilität
- Flexibilität bei saisonalen und veranstaltungsbezogenen Abläufen
Wie ist der Bildungsgang aufgebaut?
BERUFENET nennt eine zweijährige schulische Ausbildung. Je nach Schule verbinden Unterricht und Praxis Tourismuswirtschaft, Produktentwicklung, Beratung, Marketing, Fremdsprachen, Recht und digitale Buchungssysteme.
Tourismus und Wirtschaft
- Tourismusmärkte, Destinationen und Leistungsträger
- Reise- und Freizeitprodukte
- Kalkulation, Rechnungswesen und Controlling-Grundlagen
- Marketing, Vertrieb und Veranstaltungsorganisation
- Reise-, Vertrags- und Verbraucherrecht
Service und Praxis
- Kundenberatung und Beschwerdemanagement
- Englisch und gegebenenfalls weitere Fremdsprachen
- Reservierungs-, Informations- und Buchungssysteme
- Interkulturelle Kommunikation und Präsentation
- Betriebspraktikum und touristische Projekte
Welche Inhalte gehören zur Ausbildung?
Die Themenfelder orientieren sich am DQR-Berufsprofil und an berufstypischen Tourismusprozessen. Verbindlich ist der Landeslehrplan.
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01 Destination und Zielgruppe
Geografie, Kultur, Infrastruktur und Reisemotive für die Angebotsplanung bewerten -
02 Leistungsträger
Transport, Unterkunft, Gastronomie, Freizeit und Veranstaltungen sinnvoll kombinieren -
03 Kalkulation
Preise, Kontingente, Provisionen und wirtschaftliche Rahmenbedingungen berücksichtigen -
04 Nachhaltigkeit
Ökologische, soziale und regionale Wirkungen touristischer Angebote reflektieren
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05 Bedarfsermittlung
Wünsche, Budget, Reiseform und besondere Anforderungen systematisch klären -
06 Buchung und Unterlagen
Reservierungen, Bestätigungen, Reiseinformationen und Daten sorgfältig bearbeiten -
07 Fremdsprachen
Mit internationalen Gästen und Partnern situationsgerecht kommunizieren -
08 Recht und Reklamation
Verträge, Verbraucherinformationen und Beschwerden sachgerecht einordnen
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09 Tourismusmarketing
Zielgruppen, Kanäle, Inhalte und Maßnahmen für Angebote entwickeln -
10 Digitaler Vertrieb
Webseiten, Plattformen, Buchungssysteme und soziale Medien fachlich nutzen -
11 Veranstaltung und Gästeservice
Abläufe, Partner, Sicherheit und Servicequalität koordinieren -
12 Tourismusprojekt
Ein Angebot im Team planen, kalkulieren, präsentieren und auswerten
Wie kann die Abschlussprüfung aufgebaut sein?
Die Abschlussprüfung richtet sich nach Landesrecht. Möglich sind schriftliche kaufmännisch-touristische Prüfungen, praktische Beratungs- oder Projektaufgaben und mündliche beziehungsweise fremdsprachliche Anteile.
Schriftliche Fachprüfung
Geprüft werden können Tourismuswirtschaft, Marketing, Kalkulation, Recht, Geografie oder Fremdsprachen.
Praktische Aufgabe
Ein touristisches Angebot kann geplant, kalkuliert, dokumentiert, verkauft oder in einem Beratungsgespräch präsentiert werden.
Mündliche oder fremdsprachliche Prüfung
Je nach Landesordnung sind Fachgespräch, Präsentation oder Kommunikation in einer Fremdsprache möglich.
Vergütung, Schulgeld und Förderung
Während der schulischen Ausbildung wird keine Ausbildungsvergütung gezahlt. Gebühren sowie Kosten für Exkursionen, Lernmittel und Praktika können entstehen.
Mögliche Kosten
- Fachliteratur, digitale Buchungs- und Lernsysteme
- Exkursionen, Studienfahrten oder Veranstaltungen
- Fahrt, Unterkunft oder Verpflegung im Praktikum
- Schulgeld sowie Aufnahme- oder Prüfungsgebühren je nach Träger
Mögliche Förderung
- Schüler-BAföG bei erfüllten persönlichen und schulischen Voraussetzungen
- Förderangebote des Bundeslandes oder des Schulträgers
- Unterstützung für Lernmittel oder Fahrtkosten nach regionalen Regeln
- Beratung durch Schule und zuständiges Amt für Ausbildungsförderung
Wo kann man arbeiten?
Typische Einsatzfelder sind Reiseveranstalter, Reisebüros, Tourist-Informationen, Destinationen, Verkehrsunternehmen, Freizeit- und Veranstaltungsbetriebe sowie tourismusnahe Dienstleister.
Reise und Vermittlung
- Reiseveranstalter und Reisebüros
- Bus-, Bahn-, Flug- oder Schifffahrtsunternehmen
- Reservierung, Kundenberatung und Produktservice
Destination und Freizeit
- Tourist-Informationen und Tourismusverbände
- Freizeit-, Kultur- und Veranstaltungsanbieter
- Regionalmarketing und Gästeservice
Typische Arbeitsumgebungen
- Büro und Kundenbereich
- Messe, Veranstaltung oder Reiseziel
- Telefonischer und digitaler Service
Berufseinstieg und Weiterbildung
Einstiege sind in Beratung, Reservierung, Produktassistenz, Destinationsservice, Marketing oder Veranstaltung möglich. Fremdsprachen, Buchungssysteme und Praxiserfahrung erhöhen die Einsatzbreite.
Fachliche Vertiefung
- Reiseveranstaltung und Produktmanagement
- Destination und Gästeservice
- Event- und Freizeitwirtschaft
Weiterbildung
- Tourismusfachwirt/-in
- Marketing, Verkauf oder Veranstaltungsmanagement
- Fremdsprachen und digitale Vertriebssysteme
Studium bei Hochschulzugang
- Tourismusmanagement
- Internationales Management
- Event-, Hotel- oder Destinationsmanagement
Häufige Fragen zum Bildungsgang
Ist dies eine duale Ausbildung?
Nein. Es handelt sich um eine schulische Ausbildung nach Landesrecht mit Praxisanteilen.
Wie lange dauert die Ausbildung?
BERUFENET nennt zwei Jahre.
Welcher Schulabschluss wird benötigt?
Das legt die Schule fest; häufig wird ein mittlerer Bildungsabschluss erwartet.
Sind Fremdsprachen wichtig?
Ja. Englisch und je nach Schule weitere Fremdsprachen sind für internationale Gäste, Partner und Fachsysteme wichtig.
Muss man viel reisen?
Nicht zwingend. Viele Aufgaben finden im Büro oder Kundenservice statt; Exkursionen, Veranstaltungen und Termine vor Ort können hinzukommen.
Gibt es eine Vergütung?
Nein. Je nach Schule können Gebühren, Exkursions- und Praktikumskosten entstehen.
Was unterscheidet den Beruf von Tourismuskaufmann/-frau?
Tourismuskaufmann/-frau ist dual und bundesrechtlich geregelt; die Tourismusassistenz ist schulisch und landesrechtlich geregelt.
Wie wird geprüft?
Nach Landesrecht mit schriftlichen, praktischen und gegebenenfalls mündlichen oder fremdsprachlichen Anteilen.
Quellen zum Nachlesen
- Bundesagentur für Arbeit: BERUFENET „Assistent/in – Tourismus“, Datenstand Juli 2026
- Deutscher Qualifikationsrahmen: Staatlich geprüfte Assistenz für Tourismus – Qualifikationsbeschreibung
- Bundesagentur für Arbeit: Berufe im Überblick – Wirtschaft und Verwaltung, Ausgabe 2025
Redaktionell geprüft am 31. Juli 2026. Dauer und Berufsstatus wurden mit BERUFENET abgeglichen; Kompetenzfelder folgen der amtlichen DQR-Qualifikationsbeschreibung.
Berufsspezifischer Fragenkatalog
Für diesen Bildungsgang ist ein berufsspezifischer Fragenkatalog vorgesehen. Da mit der Berufsliste weder Fragenzahl noch Seitenumfang oder Produktlink übermittelt wurden, enthält das Script keine geschätzten Produktangaben.
Fragenkatalog Assistent/-in für Tourismus
Der geplante Fragenkatalog soll Destinationen, touristische Produkte, Kalkulation, Beratung, Fremdsprachen, Marketing, Recht und Nachhaltigkeit verbinden. Die endgültige Gliederung wird am Landeslehrplan ausgerichtet.
Produkt- und Buchungsstatus geprüft am 31. Juli 2026.