Ausbaufacharbeiter

Zur Berufsübersicht Berufe stellen sich vor

Ausbaufacharbeiter/-in (m/w/d)

Ausbaufacharbeiterinnen und Ausbaufacharbeiter stellen Bauteile im Innen- und Ausbau her, prüfen Untergründe und setzen je nach Schwerpunkt Holzbau-, Putz-, Estrich-, Fliesen-, Isolier- oder Trockenbauarbeiten um.

Anerkannter dualer AusbildungsberufRegeldauer: 24 MonateZuständigkeitsbereich: Handwerk und IndustrieAusbildungsbetrieb und BerufsschuleSechs Schwerpunkte; neue Verordnung ab 1. August 2026Informationsstand: 31. Juli 2026
AusbildungsartDuale Berufsausbildung
Regeldauer24 Monate
LernorteAusbildungsbetrieb, Berufsschule und gegebenenfalls überbetriebliche Unterweisung
ZugangRechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben
VergütungAusbildungsvergütung nach Vertrag, Branche, Region und Ausbildungsjahr
AbschlussAbschluss- oder Gesellenprüfung vor der zuständigen Stelle
Berufsbild

Was machen Ausbaufacharbeiterinnen und Ausbaufacharbeiter?

Der zweijährige Beruf verbindet gemeinsame Baugrundlagen mit einem von sechs klaren Ausbauschwerpunkten.

Baustelle vorbereiten

  • Aufträge, Zeichnungen und Maße prüfen
  • Baustellen einrichten und Arbeitsbereiche sichern
  • Baustoffe lagern, auswählen und bereitstellen

Ausbau ausführen

  • Untergründe beurteilen und vorbereiten
  • Bauteile passend zum gewählten Schwerpunkt herstellen
  • Umbau- und Rückbauarbeiten fachgerecht durchführen

Qualität sichern

  • Maße, Ebenheit und Anschlüsse kontrollieren
  • Schall-, Brand- und Wärmeschutz umsetzen
  • Materialreste trennen und Arbeiten dokumentieren
Wichtige Einordnung: Der konkrete Arbeitsalltag hängt stark vom gewählten Schwerpunkt ab; die Abschlussbezeichnung bleibt Ausbaufacharbeiter/-in.
Einstieg

Welche Voraussetzungen sind wichtig?

Formaler Zugang

  • Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben
  • Ausbildungsvertrag mit einem geeigneten Betrieb
  • Auswahlkriterien legt der Ausbildungsbetrieb fest
  • Gesundheitliche Eignung entsprechend den konkreten Tätigkeiten

Persönliche Stärken

  • Handwerkliches Geschick
  • Räumliches Vorstellungsvermögen
  • Körperliche Belastbarkeit
  • Sorgfalt beim Messen
  • Teamfähigkeit auf Baustellen
  • Sicherheits- und Umweltbewusstsein
Vor der Anmeldung prüfen: Für Ausbildungsstarts ab 1. August 2026 gilt die modernisierte Ausbauberufeausbildungsverordnung. Gewählt wird einer der Schwerpunkte Zimmererarbeiten, Stuckateurarbeiten, Fliesen-, Platten- und Mosaikarbeiten, Estricharbeiten, Wärme-, Kälte- und Schallschutzarbeiten oder Trockenbauarbeiten.
Betrieb und Berufsschule

Wie ist die duale Ausbildung aufgebaut?

Die Ausbildung dauert regulär 24 Monate. Betrieb und Berufsschule vermitteln die berufliche Handlungsfähigkeit anhand realer Aufträge; überbetriebliche Lehrgänge können betriebliche Lernphasen ergänzen.

Im Ausbildungsbetrieb

  • Baustellen einrichten und Baustoffe verarbeiten
  • Schwerpunktarbeiten unter Anleitung ausführen
  • Maschinen, Geräte und Werkzeuge sicher einsetzen
  • Arbeitsaufträge planen, durchführen, dokumentieren und auswerten
  • Arbeitsschutz, Umwelt- und Qualitätsvorgaben anwenden

In der Berufsschule

  • Bautechnische Grundlagen, Zeichnungen und Berechnungen
  • Untergründe, Baustoffe und Ausbaukonstruktionen
  • Energieeffizienz, Schall-, Brand- und Arbeitsschutz
  • Wirtschafts- und Sozialkunde sowie berufsbezogene Kommunikation
  • Digitale Werkzeuge, Nachhaltigkeit, Recht und Sicherheit einbeziehen
Landesrecht beachten: Für Ausbildungsstarts ab 1. August 2026 gilt die modernisierte Ausbauberufeausbildungsverordnung. Gewählt wird einer der Schwerpunkte Zimmererarbeiten, Stuckateurarbeiten, Fliesen-, Platten- und Mosaikarbeiten, Estricharbeiten, Wärme-, Kälte- und Schallschutzarbeiten oder Trockenbauarbeiten.
Berufliche Themenfelder

Welche Inhalte gehören zur Ausbildung?

Die Themenfelder verdichten das offizielle Berufsprofil und den Ausbildungsrahmen. Ihre Reihenfolge ist eine redaktionelle Orientierung und ersetzt weder Ausbildungsordnung noch Rahmenlehrplan.

Grundlagen und PlanungAufträge verstehen und vorbereiten
  1. 01 Bauauftrag
    Leistungen, Zeichnungen, Maße und Arbeitsfolgen erfassen
  2. 02 Baustelleneinrichtung
    Arbeitsplätze, Verkehrswege und Materiallager sicher organisieren
  3. 03 Baustoffkunde
    Holz, Mörtel, Platten, Dämm- und Trockenbaustoffe auswählen
  4. 04 Messen und Zeichnen
    Bauteile aufnehmen, Skizzen erstellen und Mengen bestimmen
FachpraxisBerufstypische Verfahren beherrschen
  1. 05 Untergründe
    Beschaffenheit, Feuchte, Ebenheit und Tragfähigkeit beurteilen
  2. 06 Schwerpunkttechnik
    Berufstypische Ausbauverfahren fachgerecht anwenden
  3. 07 Maschinen und Geräte
    Werkzeuge auswählen, bedienen, pflegen und kontrollieren
  4. 08 Umbau und Rückbau
    Bauteile geordnet verändern, entfernen und Stoffe trennen
Qualität und VerantwortungErgebnisse prüfen und weiterentwickeln
  1. 09 Energieeffizienz
    Wärmebrücken und bauphysikalische Anforderungen berücksichtigen
  2. 10 Schall und Brand
    Vorgegebene Schutzmaßnahmen konstruktiv umsetzen
  3. 11 Qualität
    Maße, Oberflächen, Anschlüsse und Ausführung kontrollieren
  4. 12 Nachhaltigkeit
    Material sparsam einsetzen und Abfälle fachgerecht behandeln
Für die Schule verbindlich: Für Ausbildungsstarts ab 1. August 2026 gilt die modernisierte Ausbauberufeausbildungsverordnung. Gewählt wird einer der Schwerpunkte Zimmererarbeiten, Stuckateurarbeiten, Fliesen-, Platten- und Mosaikarbeiten, Estricharbeiten, Wärme-, Kälte- und Schallschutzarbeiten oder Trockenbauarbeiten.
Leistungsnachweise und Abschluss

Wie kann die Abschlussprüfung aufgebaut sein?

Die Ausbildung schließt nach der neuen Ausbauberufeausbildungsverordnung mit der Abschluss- oder Gesellenprüfung im gewählten Schwerpunkt ab.

BBiG / HwOZwischenstand

Ausbildungsstand

Betriebliche und schulische Leistungsnachweise zeigen den Stand in Baugrundlagen und Schwerpunktarbeiten.

BBiG / HwOPraxis

Praktischer Auftrag

Eine berufstypische Ausbauaufgabe wird geplant, ausgeführt, geprüft und erläutert.

BBiG / HwOAbschluss

Schriftliche Bereiche

Auftragsplanung, Ausführung, Sicherheit, Qualität sowie Wirtschafts- und Sozialkunde werden geprüft.

Prüfungsordnung prüfen: Prüfungsbereiche, Zeiten, Gewichtung und Bestehensregeln sind der für den Ausbildungsbeginn geltenden Verordnung und den Vorgaben der zuständigen Kammer zu entnehmen.
Finanzielle Rahmenbedingungen

Ausbildungsvergütung und laufende Kosten

Auszubildende erhalten eine vertraglich vereinbarte Vergütung. Die Höhe richtet sich nach Branche, Tarifbindung, Region und Ausbildungsjahr; deshalb werden hier keine pauschalen Eurobeträge genannt.

Mögliche Eigenkosten

  • Fahrtkosten zu Betrieb, Berufsschule und Lehrgängen
  • Persönliche Arbeitskleidung und Sicherheitsschuhe nach Betriebsregel
  • Unterbringung bei überbetrieblichen Lehrgängen
  • Private Lernmittel oder Prüfungsvorbereitung

Mögliche Unterstützung

  • Ausbildungsvergütung des Betriebs
  • Berufsausbildungsbeihilfe bei erfüllten Voraussetzungen
  • Unterstützung für Fahrt oder Unterkunft nach den jeweils geltenden Regeln
  • Beratung durch Berufsberatung, Betrieb und zuständige Kammer
Vertrag und Tarif prüfen: Vergütung, Arbeitszeit, Urlaub, Lernmittel, Fahrt- und Unterbringungskosten sollten vor Vertragsabschluss schriftlich geklärt werden.
Beschäftigung

Wo kann man arbeiten?

Einsatzmöglichkeiten bestehen im Bauhaupt- und Ausbaugewerbe, jeweils passend zum gewählten Schwerpunkt.

Typische Arbeitgeber

  • Zimmerei- und Holzbaubetriebe
  • Stuckateur-, Fliesen-, Estrich- oder Trockenbaubetriebe
  • Dämm- und Isolierunternehmen

Berufliche Einsatzfelder

  • Innenausbau und Sanierung
  • Umbau und Modernisierung
  • Neubau und Bestand

Arbeitsumgebung

  • Baustellen im Innen- und Außenbereich
  • Werkstatt und Materiallager
  • Wechselnde Einsatzorte
Nach dem Abschluss

Berufseinstieg und Weiterbildung

Der Abschluss kann den Einstieg in ein anschließendes Ausbildungsjahr eines passenden dreijährigen Ausbauberufs erleichtern.

Fachliche Vertiefung

  • Spezialisierung im gewählten Schwerpunkt
  • Sanierung und energetischer Ausbau
  • Maschinen- und Systemtechnik

Aufstiegsfortbildung

  • Weiterführender Ausbauberuf
  • Werkpolier/-in
  • Meisterfortbildung im passenden Gewerk

Studium bei Hochschulzugang

  • Bauingenieurwesen
  • Baumanagement
  • Holz- oder Ausbauingenieurwesen
Berufliche Entwicklung: Serielles Sanieren, nachhaltige Baustoffe, digitale Aufmaße und höhere Anforderungen an Energie-, Schall- und Brandschutz prägen den Ausbau.
Kurz beantwortet

Häufige Fragen zum Bildungsgang

Ist dies eine duale Ausbildung?

Ja. Die Ausbildung findet im Betrieb und in der Berufsschule statt.

Wie lange dauert die Ausbildung?

Die Regeldauer beträgt 24 Monate. Verkürzung oder Verlängerung richten sich nach den gesetzlichen Voraussetzungen.

Welcher Schulabschluss wird benötigt?

Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben; Betriebe legen ihre Auswahlkriterien fest.

Wird eine Vergütung gezahlt?

Ja. Die konkrete Ausbildungsvergütung ergibt sich aus Vertrag und gegebenenfalls Tarifvertrag.

Welche Stelle prüft?

Die nach BBiG oder Handwerksordnung zuständige Stelle.

Welche Inhalte sind besonders berufstypisch?

Untergründe, Schwerpunktkonstruktionen, Bauphysik, Maschinenarbeit und Qualitätskontrolle.

Welche Schutzregeln sind wichtig?

Absturz-, Staub-, Lärm- und Maschinenschutz sowie der sichere Umgang mit Baustoffen sind zentral.

Welche Weiterbildung ist möglich?

Je nach Schwerpunkt kommen ein anschließender dreijähriger Ausbauberuf, Werkpolier- oder Meisterfortbildungen infrage.

Geprüfte Grundlagen

Quellen zum Nachlesen

Redaktionell geprüft am 31. Juli 2026. Dauer, Struktur und Berufsprofil wurden mit BIBB und BERUFENET abgeglichen. Für Ausbildungsstarts ab 1. August 2026 gilt die modernisierte Ausbauberufeausbildungsverordnung. Gewählt wird einer der Schwerpunkte Zimmererarbeiten, Stuckateurarbeiten, Fliesen-, Platten- und Mosaikarbeiten, Estricharbeiten, Wärme-, Kälte- und Schallschutzarbeiten oder Trockenbauarbeiten.

Praxispartner und Werbepartner

Ausbauunternehmen und Baupraxispartner

Ausbaubetriebe aller sechs Schwerpunkte können hier künftig Ausbildungsplätze und Praxisprofile vorstellen.

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Alle acht Werbeplätze sind einzeln im Script enthalten. Da kein berufsspezifischer Buchungslink vorgegeben wurde, bleiben sämtliche Schaltflächen ohne Link und tragen den Hinweis „In Kürze möglich“.

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Berufsspezifischer Fragenkatalog

Für diesen Bildungsgang ist ein berufsspezifischer Fragenkatalog vorgesehen. Da mit der Berufsliste weder Fragenzahl noch Seitenumfang oder Produktlink übermittelt wurden, enthält das Script keine geschätzten Produktangaben.

Lern- und PrüfungskonzeptSchule, Wiederholung und Prüfungsvorbereitung

Fragenkatalog Ausbaufacharbeiter/-in

Der geplante Fragenkatalog soll Baustelleneinrichtung, Untergründe, Ausbauverfahren, Bauphysik, Sicherheit und Qualität abdecken. Fragenzahl, Seitenumfang und Produktlink werden erst nach abgeschlossener Produktplanung ergänzt.

Baustelleneinrichtung, Untergründe, Ausbauverfahren, Bauphysik, Sicherheit und QualitätUmfang wird nach Produktplanung ergänztLösungen und Kurzerklärungen vorgesehenKein bestätigter Produktlink vorgegeben
Produktseite wird ergänzt

Produkt- und Buchungsstatus geprüft am 31. Juli 2026.