Automobilkaufmann/-frau (m/w/d)
Automobilkaufleute verbinden Fahrzeugwissen mit Vertrieb, Service, Finanzierung, Teiledienst, Marketing und kaufmännischer Steuerung eines Autohauses.
Was machen Automobilkaufleute?
Sie begleiten Kundinnen und Kunden sowie interne Prozesse von der Fahrzeugauswahl bis zu Service, Abrechnung und Wiederverkauf.
Kunden beraten
- Fahrzeuge, Zubehör und Mobilitätsleistungen erklären
- Finanzierungs-, Leasing- und Versicherungsangebote vorbereiten
- Kauf- und Servicegespräche dokumentieren
Prozesse steuern
- Werkstatt-, Garantie- und Kulanzvorgänge koordinieren
- Fahrzeuge, Teile und Zubehör beschaffen und disponieren
- Verträge, Rechnungen und Zulassungsunterlagen bearbeiten
Ergebnisse auswerten
- Marketingaktionen planen und Kontakte pflegen
- Bestände, Kosten und Kennzahlen kontrollieren
- Datenschutz, Verbraucherschutz und Qualitätsvorgaben beachten
Welche Voraussetzungen sind wichtig?
Formaler Zugang
- Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben
- Ausbildungsvertrag mit einem geeigneten Betrieb
- Auswahlkriterien legt der Ausbildungsbetrieb fest
- Gesundheitliche Eignung entsprechend den konkreten Tätigkeiten
Persönliche Stärken
- Kunden- und Serviceorientierung
- Kaufmännisches Denken
- Interesse an Fahrzeugen und Mobilität
- Kommunikations- und Verhandlungsgeschick
- Sorgfalt bei Verträgen und Zahlen
- Organisationstalent
Wie ist die duale Ausbildung aufgebaut?
Die Ausbildung dauert regulär 36 Monate. Betrieb und Berufsschule vermitteln die berufliche Handlungsfähigkeit anhand realer Aufträge; überbetriebliche Lehrgänge können betriebliche Lernphasen ergänzen.
Im Ausbildungsbetrieb
- Verkauf, Serviceannahme und Teiledienst kennenlernen
- Finanzierung, Leasing und Versicherung vorbereiten
- Disposition, Marketing und kaufmännische Steuerung bearbeiten
- Arbeitsaufträge planen, durchführen, dokumentieren und auswerten
- Arbeitsschutz, Umwelt- und Qualitätsvorgaben anwenden
In der Berufsschule
- Fahrzeugmarkt, Kundenprozesse und Mobilitätsleistungen
- Rechnungswesen, Finanzierung und Controlling
- Vertragsrecht, Datenschutz und Marketing
- Wirtschafts- und Sozialkunde sowie berufsbezogene Kommunikation
- Digitale Werkzeuge, Nachhaltigkeit, Recht und Sicherheit einbeziehen
Welche Inhalte gehören zur Ausbildung?
Die Themenfelder verdichten das offizielle Berufsprofil und den Ausbildungsrahmen. Ihre Reihenfolge ist eine redaktionelle Orientierung und ersetzt weder Ausbildungsordnung noch Rahmenlehrplan.
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01 Betrieb und Markt
Geschäftsmodell, Markenwelt und Absatzmarkt einordnen -
02 Fahrzeugwissen
Modelle, Antriebe, Ausstattung und Zubehör kundenbezogen erklären -
03 Kundenbedarf
Mobilitätswünsche, Budget und Nutzung strukturiert klären -
04 Vertragsgrundlagen
Kauf-, Leasing- und Serviceverträge korrekt vorbereiten
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05 Verkauf
Neu- und Gebrauchtfahrzeuge sowie Zusatzleistungen anbieten -
06 Service
Werkstattaufträge, Termine und Kundenkommunikation koordinieren -
07 Teile und Zubehör
Bedarf ermitteln, beschaffen, lagern und abrechnen -
08 Finanzdienstleistungen
Finanzierung, Leasing und Versicherung regelkonform vermitteln
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09 Marketing
Zielgruppen, Aktionen und digitale Kontaktwege planen -
10 Controlling
Umsatz, Kosten, Bestand und Kennzahlen auswerten -
11 Qualität
Beschwerden, Garantie und Kulanz strukturiert bearbeiten -
12 Digitalisierung
CRM, Warenwirtschaft und Onlinevertrieb sicher nutzen
Wie kann die Abschlussprüfung aufgebaut sein?
Die gestreckte Abschlussprüfung verteilt die Leistungsfeststellung auf zwei zeitlich getrennte Teile.
Teil 1
Kaufmännische Prozesse, Fahrzeugwissen und Kundenorientierung werden während der Ausbildung geprüft.
Kundenauftrag
Ein berufstypischer Auftrag verbindet Beratung, Bearbeitung und fachliche Begründung.
Teil 2
Weitere Geschäftsprozesse sowie Wirtschafts- und Sozialkunde schließen die Prüfung ab.
Ausbildungsvergütung und laufende Kosten
Auszubildende erhalten eine vertraglich vereinbarte Vergütung. Die Höhe richtet sich nach Branche, Tarifbindung, Region und Ausbildungsjahr; deshalb werden hier keine pauschalen Eurobeträge genannt.
Mögliche Eigenkosten
- Fahrtkosten zu Betrieb, Berufsschule und Lehrgängen
- Geschäftskleidung nach betrieblicher Erwartung
- Lernmittel für Fahrzeug-, Rechts- und Finanzthemen
- Private Lernmittel oder Prüfungsvorbereitung
Mögliche Unterstützung
- Ausbildungsvergütung des Betriebs
- Berufsausbildungsbeihilfe bei erfüllten Voraussetzungen
- Unterstützung für Fahrt oder Unterkunft nach den jeweils geltenden Regeln
- Beratung durch Berufsberatung, Betrieb und zuständige Kammer
Wo kann man arbeiten?
Automobilkaufleute arbeiten vor allem in Autohäusern, bei Herstellern, Importeuren und Mobilitätsdienstleistern.
Typische Arbeitgeber
- Autohäuser und Fahrzeughandel
- Hersteller und Importeure
- Leasing-, Flotten- und Mobilitätsanbieter
Berufliche Einsatzfelder
- Verkauf und Kundenbetreuung
- Service- und Werkstattkoordination
- Disposition, Marketing und Controlling
Arbeitsumgebung
- Verkaufsraum und Büro
- Werkstattannahme und Teilelager
- Digitale Kundenkanäle
Berufseinstieg und Weiterbildung
Berufserfahrung ermöglicht Spezialisierung in Vertrieb, Service, Finanzierung, Disposition oder Führung.
Fachliche Vertiefung
- Neu- oder Gebrauchtwagenverkauf
- Serviceberatung und Garantie
- Flotten- und Mobilitätsmanagement
Aufstiegsfortbildung
- Fachwirt/-in im E-Commerce
- Handelsfachwirt/-in
- Betriebswirt/-in im Kraftfahrzeuggewerbe
Studium bei Hochschulzugang
- Automobilwirtschaft
- Betriebswirtschaft
- Marketing und Vertrieb
Häufige Fragen zum Bildungsgang
Ist dies eine duale Ausbildung?
Ja. Die Ausbildung findet im Betrieb und in der Berufsschule statt.
Wie lange dauert die Ausbildung?
Die Regeldauer beträgt 36 Monate. Verkürzung oder Verlängerung richten sich nach den gesetzlichen Voraussetzungen.
Welcher Schulabschluss wird benötigt?
Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben; Betriebe legen ihre Auswahlkriterien fest.
Wird eine Vergütung gezahlt?
Ja. Die konkrete Ausbildungsvergütung ergibt sich aus Vertrag und gegebenenfalls Tarifvertrag.
Welche Stelle prüft?
Die nach BBiG oder Handwerksordnung zuständige Stelle.
Welche Inhalte sind besonders berufstypisch?
Fahrzeughandel, Serviceprozesse, Finanzierung, Leasing, Teile, Marketing und Controlling.
Welche Schutzregeln sind wichtig?
Datenschutz, Verbraucherrecht, Geldwäscheprävention und betriebliche Sicherheitsregeln sind besonders wichtig.
Welche Weiterbildung ist möglich?
Möglich sind Fachwirt-, Handels- oder Betriebswirtfortbildungen sowie ein Studium der Automobilwirtschaft.
Quellen zum Nachlesen
- Bundesinstitut für Berufsbildung: Berufsprofil Automobilkaufmann/-frau
- Bundesagentur für Arbeit: BERUFENET-Steckbrief, Datenstand 2026
- Bundesinstitut für Berufsbildung: Verzeichnis der anerkannten Ausbildungsberufe 2026
Redaktionell geprüft am 31. Juli 2026. Dauer, Struktur und Berufsprofil wurden mit BIBB und BERUFENET abgeglichen. Maßgeblich sind die aktuell geltende Ausbildungsordnung, der Rahmenlehrplan und die Prüfungsregelungen der zuständigen Stelle.
Berufsspezifischer Fragenkatalog
Für diesen Bildungsgang ist ein berufsspezifischer Fragenkatalog vorgesehen. Da mit der Berufsliste weder Fragenzahl noch Seitenumfang oder Produktlink übermittelt wurden, enthält das Script keine geschätzten Produktangaben.
Fragenkatalog Automobilkaufmann/-frau
Der geplante Fragenkatalog soll Fahrzeughandel, Kundenberatung, Finanzierung, Service, Marketing und Controlling abdecken. Fragenzahl, Seitenumfang und Produktlink werden erst nach abgeschlossener Produktplanung ergänzt.
Produkt- und Buchungsstatus geprüft am 31. Juli 2026.