Automobilkaufmann

Zur Berufsübersicht Berufe stellen sich vor

Automobilkaufmann/-frau (m/w/d)

Automobilkaufleute verbinden Fahrzeugwissen mit Vertrieb, Service, Finanzierung, Teiledienst, Marketing und kaufmännischer Steuerung eines Autohauses.

Anerkannter dualer AusbildungsberufRegeldauer: 36 MonateZuständigkeitsbereich: Industrie und Handel sowie HandwerkAusbildungsbetrieb und BerufsschuleMonoberuf mit gestreckter AbschlussprüfungInformationsstand: 31. Juli 2026
AusbildungsartDuale Berufsausbildung
Regeldauer36 Monate
LernorteAusbildungsbetrieb, Berufsschule und gegebenenfalls überbetriebliche Unterweisung
ZugangRechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben
VergütungAusbildungsvergütung nach Vertrag, Branche, Region und Ausbildungsjahr
AbschlussAbschluss- oder Gesellenprüfung vor der zuständigen Stelle
Berufsbild

Was machen Automobilkaufleute?

Sie begleiten Kundinnen und Kunden sowie interne Prozesse von der Fahrzeugauswahl bis zu Service, Abrechnung und Wiederverkauf.

Kunden beraten

  • Fahrzeuge, Zubehör und Mobilitätsleistungen erklären
  • Finanzierungs-, Leasing- und Versicherungsangebote vorbereiten
  • Kauf- und Servicegespräche dokumentieren

Prozesse steuern

  • Werkstatt-, Garantie- und Kulanzvorgänge koordinieren
  • Fahrzeuge, Teile und Zubehör beschaffen und disponieren
  • Verträge, Rechnungen und Zulassungsunterlagen bearbeiten

Ergebnisse auswerten

  • Marketingaktionen planen und Kontakte pflegen
  • Bestände, Kosten und Kennzahlen kontrollieren
  • Datenschutz, Verbraucherschutz und Qualitätsvorgaben beachten
Wichtige Einordnung: Der Beruf ist kaufmännisch; technische Arbeiten am Fahrzeug gehören nicht zu seinem Kernprofil.
Einstieg

Welche Voraussetzungen sind wichtig?

Formaler Zugang

  • Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben
  • Ausbildungsvertrag mit einem geeigneten Betrieb
  • Auswahlkriterien legt der Ausbildungsbetrieb fest
  • Gesundheitliche Eignung entsprechend den konkreten Tätigkeiten

Persönliche Stärken

  • Kunden- und Serviceorientierung
  • Kaufmännisches Denken
  • Interesse an Fahrzeugen und Mobilität
  • Kommunikations- und Verhandlungsgeschick
  • Sorgfalt bei Verträgen und Zahlen
  • Organisationstalent
Vor der Anmeldung prüfen: Maßgeblich sind die aktuell geltende Ausbildungsordnung, der Rahmenlehrplan und die Prüfungsregelungen der zuständigen Stelle.
Betrieb und Berufsschule

Wie ist die duale Ausbildung aufgebaut?

Die Ausbildung dauert regulär 36 Monate. Betrieb und Berufsschule vermitteln die berufliche Handlungsfähigkeit anhand realer Aufträge; überbetriebliche Lehrgänge können betriebliche Lernphasen ergänzen.

Im Ausbildungsbetrieb

  • Verkauf, Serviceannahme und Teiledienst kennenlernen
  • Finanzierung, Leasing und Versicherung vorbereiten
  • Disposition, Marketing und kaufmännische Steuerung bearbeiten
  • Arbeitsaufträge planen, durchführen, dokumentieren und auswerten
  • Arbeitsschutz, Umwelt- und Qualitätsvorgaben anwenden

In der Berufsschule

  • Fahrzeugmarkt, Kundenprozesse und Mobilitätsleistungen
  • Rechnungswesen, Finanzierung und Controlling
  • Vertragsrecht, Datenschutz und Marketing
  • Wirtschafts- und Sozialkunde sowie berufsbezogene Kommunikation
  • Digitale Werkzeuge, Nachhaltigkeit, Recht und Sicherheit einbeziehen
Landesrecht beachten: Maßgeblich sind die aktuell geltende Ausbildungsordnung, der Rahmenlehrplan und die Prüfungsregelungen der zuständigen Stelle.
Berufliche Themenfelder

Welche Inhalte gehören zur Ausbildung?

Die Themenfelder verdichten das offizielle Berufsprofil und den Ausbildungsrahmen. Ihre Reihenfolge ist eine redaktionelle Orientierung und ersetzt weder Ausbildungsordnung noch Rahmenlehrplan.

Grundlagen und PlanungAufträge verstehen und vorbereiten
  1. 01 Betrieb und Markt
    Geschäftsmodell, Markenwelt und Absatzmarkt einordnen
  2. 02 Fahrzeugwissen
    Modelle, Antriebe, Ausstattung und Zubehör kundenbezogen erklären
  3. 03 Kundenbedarf
    Mobilitätswünsche, Budget und Nutzung strukturiert klären
  4. 04 Vertragsgrundlagen
    Kauf-, Leasing- und Serviceverträge korrekt vorbereiten
FachpraxisBerufstypische Verfahren beherrschen
  1. 05 Verkauf
    Neu- und Gebrauchtfahrzeuge sowie Zusatzleistungen anbieten
  2. 06 Service
    Werkstattaufträge, Termine und Kundenkommunikation koordinieren
  3. 07 Teile und Zubehör
    Bedarf ermitteln, beschaffen, lagern und abrechnen
  4. 08 Finanzdienstleistungen
    Finanzierung, Leasing und Versicherung regelkonform vermitteln
Qualität und VerantwortungErgebnisse prüfen und weiterentwickeln
  1. 09 Marketing
    Zielgruppen, Aktionen und digitale Kontaktwege planen
  2. 10 Controlling
    Umsatz, Kosten, Bestand und Kennzahlen auswerten
  3. 11 Qualität
    Beschwerden, Garantie und Kulanz strukturiert bearbeiten
  4. 12 Digitalisierung
    CRM, Warenwirtschaft und Onlinevertrieb sicher nutzen
Für die Schule verbindlich: Maßgeblich sind die aktuell geltende Ausbildungsordnung, der Rahmenlehrplan und die Prüfungsregelungen der zuständigen Stelle.
Leistungsnachweise und Abschluss

Wie kann die Abschlussprüfung aufgebaut sein?

Die gestreckte Abschlussprüfung verteilt die Leistungsfeststellung auf zwei zeitlich getrennte Teile.

BBiG / HwOZwischenstand

Teil 1

Kaufmännische Prozesse, Fahrzeugwissen und Kundenorientierung werden während der Ausbildung geprüft.

BBiG / HwOPraxis

Kundenauftrag

Ein berufstypischer Auftrag verbindet Beratung, Bearbeitung und fachliche Begründung.

BBiG / HwOAbschluss

Teil 2

Weitere Geschäftsprozesse sowie Wirtschafts- und Sozialkunde schließen die Prüfung ab.

Prüfungsordnung prüfen: Prüfungsbereiche, Zeiten, Gewichtung und Bestehensregeln sind der für den Ausbildungsbeginn geltenden Verordnung und den Vorgaben der zuständigen Kammer zu entnehmen.
Finanzielle Rahmenbedingungen

Ausbildungsvergütung und laufende Kosten

Auszubildende erhalten eine vertraglich vereinbarte Vergütung. Die Höhe richtet sich nach Branche, Tarifbindung, Region und Ausbildungsjahr; deshalb werden hier keine pauschalen Eurobeträge genannt.

Mögliche Eigenkosten

  • Fahrtkosten zu Betrieb, Berufsschule und Lehrgängen
  • Geschäftskleidung nach betrieblicher Erwartung
  • Lernmittel für Fahrzeug-, Rechts- und Finanzthemen
  • Private Lernmittel oder Prüfungsvorbereitung

Mögliche Unterstützung

  • Ausbildungsvergütung des Betriebs
  • Berufsausbildungsbeihilfe bei erfüllten Voraussetzungen
  • Unterstützung für Fahrt oder Unterkunft nach den jeweils geltenden Regeln
  • Beratung durch Berufsberatung, Betrieb und zuständige Kammer
Vertrag und Tarif prüfen: Vergütung, Arbeitszeit, Urlaub, Lernmittel, Fahrt- und Unterbringungskosten sollten vor Vertragsabschluss schriftlich geklärt werden.
Beschäftigung

Wo kann man arbeiten?

Automobilkaufleute arbeiten vor allem in Autohäusern, bei Herstellern, Importeuren und Mobilitätsdienstleistern.

Typische Arbeitgeber

  • Autohäuser und Fahrzeughandel
  • Hersteller und Importeure
  • Leasing-, Flotten- und Mobilitätsanbieter

Berufliche Einsatzfelder

  • Verkauf und Kundenbetreuung
  • Service- und Werkstattkoordination
  • Disposition, Marketing und Controlling

Arbeitsumgebung

  • Verkaufsraum und Büro
  • Werkstattannahme und Teilelager
  • Digitale Kundenkanäle
Nach dem Abschluss

Berufseinstieg und Weiterbildung

Berufserfahrung ermöglicht Spezialisierung in Vertrieb, Service, Finanzierung, Disposition oder Führung.

Fachliche Vertiefung

  • Neu- oder Gebrauchtwagenverkauf
  • Serviceberatung und Garantie
  • Flotten- und Mobilitätsmanagement

Aufstiegsfortbildung

  • Fachwirt/-in im E-Commerce
  • Handelsfachwirt/-in
  • Betriebswirt/-in im Kraftfahrzeuggewerbe

Studium bei Hochschulzugang

  • Automobilwirtschaft
  • Betriebswirtschaft
  • Marketing und Vertrieb
Berufliche Entwicklung: Elektromobilität, vernetzte Fahrzeuge, Onlinevertrieb, Agenturmodelle und Mobilitätsabonnements verändern Beratung und Geschäftsprozesse.
Kurz beantwortet

Häufige Fragen zum Bildungsgang

Ist dies eine duale Ausbildung?

Ja. Die Ausbildung findet im Betrieb und in der Berufsschule statt.

Wie lange dauert die Ausbildung?

Die Regeldauer beträgt 36 Monate. Verkürzung oder Verlängerung richten sich nach den gesetzlichen Voraussetzungen.

Welcher Schulabschluss wird benötigt?

Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben; Betriebe legen ihre Auswahlkriterien fest.

Wird eine Vergütung gezahlt?

Ja. Die konkrete Ausbildungsvergütung ergibt sich aus Vertrag und gegebenenfalls Tarifvertrag.

Welche Stelle prüft?

Die nach BBiG oder Handwerksordnung zuständige Stelle.

Welche Inhalte sind besonders berufstypisch?

Fahrzeughandel, Serviceprozesse, Finanzierung, Leasing, Teile, Marketing und Controlling.

Welche Schutzregeln sind wichtig?

Datenschutz, Verbraucherrecht, Geldwäscheprävention und betriebliche Sicherheitsregeln sind besonders wichtig.

Welche Weiterbildung ist möglich?

Möglich sind Fachwirt-, Handels- oder Betriebswirtfortbildungen sowie ein Studium der Automobilwirtschaft.

Geprüfte Grundlagen

Quellen zum Nachlesen

Redaktionell geprüft am 31. Juli 2026. Dauer, Struktur und Berufsprofil wurden mit BIBB und BERUFENET abgeglichen. Maßgeblich sind die aktuell geltende Ausbildungsordnung, der Rahmenlehrplan und die Prüfungsregelungen der zuständigen Stelle.

Praxispartner und Werbepartner

Autohäuser und Mobilitätsanbieter

Autohäuser, Hersteller, Importeure und Mobilitätsdienste können hier ihre Ausbildungsprofile zeigen.

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Für diesen Bildungsgang ist ein berufsspezifischer Fragenkatalog vorgesehen. Da mit der Berufsliste weder Fragenzahl noch Seitenumfang oder Produktlink übermittelt wurden, enthält das Script keine geschätzten Produktangaben.

Lern- und PrüfungskonzeptSchule, Wiederholung und Prüfungsvorbereitung

Fragenkatalog Automobilkaufmann/-frau

Der geplante Fragenkatalog soll Fahrzeughandel, Kundenberatung, Finanzierung, Service, Marketing und Controlling abdecken. Fragenzahl, Seitenumfang und Produktlink werden erst nach abgeschlossener Produktplanung ergänzt.

Fahrzeughandel, Kundenberatung, Finanzierung, Service, Marketing und ControllingUmfang wird nach Produktplanung ergänztLösungen und Kurzerklärungen vorgesehenKein bestätigter Produktlink vorgegeben
Produktseite wird ergänzt

Produkt- und Buchungsstatus geprüft am 31. Juli 2026.