Bautechnische/r Konstrukteur/-in (m/w/d)
Bautechnische Konstrukteurinnen und Konstrukteure erstellen digitale Modelle, Zeichnungen, Berechnungen und Dokumentationen für Architektur, Ingenieurbau oder Tief-, Verkehrswege- und Landschaftsbau.
Was machen Bautechnische Konstrukteurinnen und Konstrukteure?
Sie übersetzen planerische und technische Vorgaben in koordinierte Bauinformationen, Modelle und ausführbare Unterlagen.
Grundlagen erfassen
- Bestand, Auftrag und Planungsanforderungen klären
- Maße, Geodaten und Unterlagen übernehmen
- Regelwerke und Projektstandards berücksichtigen
Konstruktionen ausarbeiten
- 2-D-Zeichnungen und 3-D-Modelle erstellen
- Bauteile, Details und Mengen fachrichtungsgerecht ausarbeiten
- Planstände und Änderungen nachvollziehbar pflegen
Daten koordinieren
- Fachmodelle und Schnittstellen abstimmen
- Kollisionen, Plausibilität und Planqualität prüfen
- Dokumente für Ausschreibung, Bau und Bestand bereitstellen
Welche Voraussetzungen sind wichtig?
Formaler Zugang
- Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben
- Ausbildungsvertrag mit einem geeigneten Betrieb
- Auswahlkriterien legt der Ausbildungsbetrieb fest
- Gesundheitliche Eignung entsprechend den konkreten Tätigkeiten
Persönliche Stärken
- Räumliches Vorstellungsvermögen
- Mathematisch-technisches Verständnis
- Sehr hohe Zeichengenauigkeit
- Digitale Kompetenz
- Team- und Kommunikationsfähigkeit
- Interesse an Bauwerken und Regeln
Wie ist die duale Ausbildung aufgebaut?
Die Ausbildung dauert regulär 36 Monate. Betrieb und Berufsschule vermitteln die berufliche Handlungsfähigkeit anhand realer Aufträge; überbetriebliche Lehrgänge können betriebliche Lernphasen ergänzen.
Im Ausbildungsbetrieb
- CAD- und BIM-Modelle projektbezogen erstellen
- Details, Mengen und technische Unterlagen bearbeiten
- Planstände, Datenübergaben und Qualität koordinieren
- Arbeitsaufträge planen, durchführen, dokumentieren und auswerten
- Arbeitsschutz, Umwelt- und Qualitätsvorgaben anwenden
In der Berufsschule
- Baukonstruktion und technische Darstellung
- Mathematik, Statikgrundlagen und Vermessung
- Digitale Modelle, Datenmanagement und Bauprozesse
- Wirtschafts- und Sozialkunde sowie berufsbezogene Kommunikation
- Digitale Werkzeuge, Nachhaltigkeit, Recht und Sicherheit einbeziehen
Welche Inhalte gehören zur Ausbildung?
Die Themenfelder verdichten das offizielle Berufsprofil und den Ausbildungsrahmen. Ihre Reihenfolge ist eine redaktionelle Orientierung und ersetzt weder Ausbildungsordnung noch Rahmenlehrplan.
-
01 Planungsauftrag
Ziele, Leistungsumfang, Standards und Fachrichtung klären -
02 Bestandsdaten
Aufmaß, Geodaten und vorhandene Unterlagen prüfen -
03 Baurecht und Normen
Planungsrelevante Regeln und Anforderungen einordnen -
04 Darstellung
Maßstab, Bemaßung, Symbole und Planlayout sicher anwenden
-
05 CAD
Bauteile und Konstruktionen in 2-D und 3-D modellieren -
06 BIM
Fachmodelle, Attribute und Austauschformate strukturiert nutzen -
07 Fachrichtung
Architektur-, Ingenieur- oder Tiefbaukonstruktionen vertiefen -
08 Mengen
Flächen, Volumen und Bauteilmengen aus Unterlagen ableiten
-
09 Koordination
Planungsstände und Schnittstellen mit Beteiligten abstimmen -
10 Kollision und Plausibilität
Modelle, Maße und Anschlüsse systematisch prüfen -
11 Dokumentation
Änderungen, Freigaben und Versionen nachvollziehbar verwalten -
12 Nachhaltigkeit
Material, Rückbau, Energie und Lebenszyklus berücksichtigen
Wie kann die Abschlussprüfung aufgebaut sein?
Die Prüfung nach der neuen Verordnung verbindet fachrichtungsbezogene Konstruktionsaufgaben, digitale Arbeitsprozesse und schriftliche Prüfungsbereiche.
Ausbildungsstand
Grundlagen der Konstruktion, Darstellung und digitalen Datenbearbeitung werden während der Ausbildung überprüft.
Projektaufgabe
Eine fachrichtungsbezogene Planungs- oder Konstruktionsaufgabe wird digital bearbeitet, geprüft und erläutert.
Abschlussbereiche
Konstruktion, Koordination, Regelwerke sowie Wirtschafts- und Sozialkunde werden geprüft.
Ausbildungsvergütung und laufende Kosten
Auszubildende erhalten eine vertraglich vereinbarte Vergütung. Die Höhe richtet sich nach Branche, Tarifbindung, Region und Ausbildungsjahr; deshalb werden hier keine pauschalen Eurobeträge genannt.
Mögliche Eigenkosten
- Fahrtkosten zu Betrieb, Berufsschule und Lehrgängen
- Privates Notebook nur wenn der Betrieb dies ausdrücklich vereinbart
- Private Softwarelizenzen sind ohne Vereinbarung nicht vorauszusetzen
- Private Lernmittel oder Prüfungsvorbereitung
Mögliche Unterstützung
- Ausbildungsvergütung des Betriebs
- Berufsausbildungsbeihilfe bei erfüllten Voraussetzungen
- Unterstützung für Fahrt oder Unterkunft nach den jeweils geltenden Regeln
- Beratung durch Berufsberatung, Betrieb und zuständige Kammer
Wo kann man arbeiten?
Typische Arbeitgeber sind Architektur- und Ingenieurbüros, Bauunternehmen, Planungsabteilungen, Verwaltungen und Infrastrukturbetreiber.
Typische Arbeitgeber
- Architektur- und Ingenieurbüros
- Bauunternehmen und Projektentwickler
- Öffentliche Bau- und Infrastrukturverwaltungen
Berufliche Einsatzfelder
- Architekturplanung
- Ingenieur- und Tragwerksplanung
- Tief-, Verkehrswege- und Landschaftsplanung
Arbeitsumgebung
- Büro und Besprechungsraum
- Digitaler Modell- und Planungsarbeitsplatz
- Zeitweise Baustelle oder Aufmaß
Berufseinstieg und Weiterbildung
Vertiefung ist in CAD/BIM, Modellkoordination, Fachplanung oder baubegleitender Dokumentation möglich.
Fachliche Vertiefung
- BIM-Modellierung
- Konstruktive Detailplanung
- Modellprüfung und Planmanagement
Aufstiegsfortbildung
- Techniker/-in Bautechnik
- BIM-Koordination
- Fachwirt/-in für Büro- und Projektorganisation
Studium bei Hochschulzugang
- Architektur
- Bauingenieurwesen
- Infrastruktur- oder Landschaftsplanung
Häufige Fragen zum Bildungsgang
Ist dies eine duale Ausbildung?
Ja. Die Ausbildung findet im Betrieb und in der Berufsschule statt.
Wie lange dauert die Ausbildung?
Die Regeldauer beträgt 36 Monate. Verkürzung oder Verlängerung richten sich nach den gesetzlichen Voraussetzungen.
Welcher Schulabschluss wird benötigt?
Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben; Betriebe legen ihre Auswahlkriterien fest.
Wird eine Vergütung gezahlt?
Ja. Die konkrete Ausbildungsvergütung ergibt sich aus Vertrag und gegebenenfalls Tarifvertrag.
Welche Stelle prüft?
Die nach BBiG oder Handwerksordnung zuständige Stelle.
Welche Inhalte sind besonders berufstypisch?
Baukonstruktion, CAD/BIM, technische Darstellung, Mengen, Koordination und die gewählte Fachrichtung.
Welche Schutzregeln sind wichtig?
Bei Aufmaß und Baustellenbesuchen gelten Baustellenregeln; im Büro sind Daten- und Informationssicherheit zentral.
Welche Weiterbildung ist möglich?
Techniker-, BIM- und Projektmanagementweiterbildungen sowie Architektur- oder Bauingenieurstudien sind möglich.
Quellen zum Nachlesen
- Bundesinstitut für Berufsbildung: Berufsprofil Bautechnische/r Konstrukteur/-in
- Bundesagentur für Arbeit: BERUFENET-Steckbrief, Datenstand 2026
- Bundesinstitut für Berufsbildung: Neuordnung der Bauwirtschaft zum 1. August 2026
Redaktionell geprüft am 31. Juli 2026. Dauer, Struktur und Berufsprofil wurden mit BIBB und BERUFENET abgeglichen. Der neue Ausbildungsberuf Bautechnische/r Konstrukteur/-in gilt für Ausbildungsstarts ab 1. August 2026 und löst den bisherigen Beruf Bauzeichner/-in ab. Vertieft wird eine der Fachrichtungen Architektur, Ingenieurbau oder Tief-, Verkehrswege- und Landschaftsbau.
Berufsspezifischer Fragenkatalog
Für diesen Bildungsgang ist ein berufsspezifischer Fragenkatalog vorgesehen. Da mit der Berufsliste weder Fragenzahl noch Seitenumfang oder Produktlink übermittelt wurden, enthält das Script keine geschätzten Produktangaben.
Fragenkatalog Bautechnische/r Konstrukteur/-in
Der geplante Fragenkatalog soll Baukonstruktion, CAD, BIM, technische Darstellung, Koordination und Qualität abdecken. Fragenzahl, Seitenumfang und Produktlink werden erst nach abgeschlossener Produktplanung ergänzt.
Produkt- und Buchungsstatus geprüft am 31. Juli 2026.