Beamter/Beamtin im Auswärtigen Dienst, mittlerer Dienst (m/w/d)
Beamte im mittleren Auswärtigen Dienst bearbeiten konsularische, visumbezogene, administrative und organisatorische Aufgaben in Berlin und an deutschen Auslandsvertretungen.
Was kennzeichnet die Laufbahn Auswärtigen Dienst?
Die Laufbahn verbindet regelgebundene Sachbearbeitung beziehungsweise Einsatzaufgaben mit besonderer Verantwortung für Staat und Allgemeinheit.
Konsularservice bearbeiten
- Pass-, Hilfe- und konsularische Vorgänge mitbearbeiten
- Visa- und Dokumentenunterlagen prüfen
- Bürger und Antragsteller adressatengerecht informieren
Vertretung verwalten
- Kasse, Haushalt, Beschaffung und Liegenschaften unterstützen
- Personal- und Organisationsvorgänge bearbeiten
- Schriftgut, Termine und sichere Kommunikation verwalten
Auslandseinsatz organisieren
- Sich auf neue Länder und Posten einstellen
- Mit lokalen Stellen und deutschen Behörden kooperieren
- Sicherheits-, Krisen- und Dienstanweisungen konsequent umsetzen
Welche Voraussetzungen sind wichtig?
Formaler Zugang
- Mindestens mittlerer Bildungsabschluss oder gleichwertiger Abschluss nach aktueller Ausschreibung
- Beamtenrechtliche Voraussetzungen und persönliche Eignung
- Erfolgreiches Auswahlverfahren der einstellenden Behörde
- Deutsche Staatsangehörigkeit, Sicherheitsüberprüfung, weltweite Versetzungsbereitschaft, gesundheitliche Eignung und nachgewiesene Sprachkompetenz
Persönliche Stärken
- Verantwortungsbewusstsein und Verfassungstreue
- Sorgfalt bei Recht, Daten und Dokumentation
- Verschwiegenheit
- Klare mündliche und schriftliche Kommunikation
- Belastbarkeit und zuverlässige Zusammenarbeit
- Bereitschaft zur laufenden Fortbildung
Wie ist die Laufbahnausbildung aufgebaut?
Der Vorbereitungsdienst dauert 24 Monate und verbindet fachtheoretische Lehrgänge mit praktischen Ausbildungsabschnitten. Die Anwärterinnen und Anwärter wenden Rechts- und Verfahrenswissen unter Anleitung in Dienststellen an.
Fachtheorie
- Recht, Konsular- und Visumwesen
- Haushalt, Kasse, Personal und Organisation
- Fremdsprachen und interkulturelle Kommunikation
- IT, Sicherheit und Krisenvorsorge
- Länder-, Europa- und außenpolitische Grundlagen
Berufspraxis
- Zweimonatiges Inlandspraktikum in der Zentrale
- Einmonatiger IT-Lehrgang
- Neunmonatiges Praktikum an einer Auslandsvertretung
- Konsular- und Verwaltungsaufgaben unter Anleitung
- Abschlusslehrgang und Prüfungsvorbereitung
Welche Inhalte gehören zur Ausbildung?
Die Themenfelder bilden die berufstypischen Kompetenzbereiche der Laufbahn ab. Verbindlich sind ausschließlich die jeweilige Ausbildungs- und Prüfungsverordnung sowie der Ausbildungsplan des Dienstherrn.
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01 Auswärtige Beziehungen
Auftrag, Aufbau und Arbeitsweise des Auswärtigen Amts verstehen -
02 Staats- und Verwaltungsrecht
Rechtsstaatliche Verfahren und Zuständigkeiten anwenden -
03 Konsularrecht
Hilfe, Pässe und sonstige konsularische Vorgänge einordnen -
04 Visa
Anträge, Unterlagen, Identität und Zuständigkeit sorgfältig prüfen
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05 Haushalt und Kasse
Zahlungen, Nachweise und Gebühren rechtssicher bearbeiten -
06 Personal
Dienstposten-, Fürsorge- und Verwaltungsprozesse unterstützen -
07 Liegenschaften
Beschaffung, Gebäude und Betrieb an Auslandsvertretungen mitorganisieren -
08 IT und Kommunikation
Sichere Systeme und Verschlusssachenregeln anwenden
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09 Fremdsprachen
Berufsbezogen kommunizieren und interkulturell handeln -
10 Krisenvorsorge
Meldewege, Notfallpläne und Bürgerhilfe unterstützen -
11 Protokoll
Offizielle Termine und dienstliche Abläufe vorbereiten -
12 Rotation
Übergaben, Umzüge und wechselnde Einsatzbedingungen bewältigen
Wie kann die Abschlussprüfung aufgebaut sein?
Leistungsnachweise während der Ausbildung und eine Laufbahnprüfung weisen die fachliche und praktische Befähigung für den mittleren Dienst nach.
Lehrgangsleistungen
Klausuren, Tests oder andere Leistungsnachweise prüfen Rechts-, Fach- und Verfahrenswissen.
Praxisbeurteilungen
Ausbildungsstellen bewerten die sichere, sorgfältige und adressatengerechte Bearbeitung realer Aufgaben.
Laufbahnprüfung
Schriftliche und mündliche beziehungsweise praktische Bestandteile richten sich nach der maßgeblichen Prüfungsverordnung.
Anwärterbezüge und dienstbedingte Aufwendungen
Während des Vorbereitungsdienstes werden Anwärterbezüge gezahlt. Deren Höhe hängt von Bund oder Land, Familienstand, Zulagen und geltendem Besoldungsrecht ab; pauschale Beträge wären deshalb missverständlich.
Mögliche Aufwendungen
- Fahrt- oder Umzugskosten je nach Ausbildungsorten
- Unterkunft während auswärtiger Ausbildungsabschnitte
- Dienstkleidung oder Ausrüstung nur nach Vorgabe des Dienstherrn
- Kranken- und Pflegeversicherung nach beamtenrechtlicher Ausgestaltung
Leistungen im Vorbereitungsdienst
- Anwärterbezüge nach geltendem Besoldungsrecht
- Beihilfe beziehungsweise dienstherrenspezifische Krankenfürsorge
- Reisekosten- oder Trennungsgeld nach den jeweiligen Vorschriften
- Unterbringung oder Verpflegung nur, wenn die Behörde dies vorsieht
Wo kann man arbeiten?
Beschäftigungsmöglichkeiten liegen vor allem bei Auswärtigem Amt und deutschen Auslandsvertretungen weltweit.
Typische Arbeitgeber
- Auswärtiges Amt in Berlin
- Botschaften und Generalkonsulate
- Weitere deutsche Auslandsvertretungen
Berufliche Einsatzfelder
- Konsular- und Visumservice
- Haushalt, Personal und Liegenschaften
- Organisation, Kasse und sichere Kommunikation
Arbeitsumgebung
- Büro und Serviceschalter
- Auslandsvertretung weltweit
- Wechselnde Länder und Dienstorte
Berufseinstieg und Weiterbildung
Nach bestandener Laufbahnprüfung sind Einsatz, Bewährung und Übernahme vom Bedarf sowie den beamtenrechtlichen Voraussetzungen abhängig.
Fachliche Vertiefung
- Konsular- und Visumwesen
- Verwaltung und Liegenschaften
- Krisen- und Organisationsaufgaben
Aufstiegsfortbildung
- Sprach- und Regionalfortbildung
- Fachspezifische Auslandsdienstqualifikation
- Aufstieg bei erfüllten Voraussetzungen
Studium bei Hochschulzugang
- Internationale Verwaltung
- Public Management
- Politik- oder Rechtswissenschaft
Häufige Fragen zum Bildungsgang
Handelt es sich um eine normale Berufsausbildung?
Nein. Es ist ein öffentlich-rechtlicher Vorbereitungsdienst für eine Beamtenlaufbahn.
Wie lange dauert der Vorbereitungsdienst?
Der reguläre Vorbereitungsdienst dauert 24 Monate. Maßgeblich ist die konkrete Ausschreibung.
Welcher Schulabschluss wird benötigt?
Mindestens mittlerer Bildungsabschluss oder gleichwertiger Abschluss nach aktueller Ausschreibung
Werden Bezüge gezahlt?
Ja. Anwärterbezüge richten sich nach dem jeweils geltenden Besoldungsrecht.
Welche weiteren Voraussetzungen gelten?
Deutsche Staatsangehörigkeit, Sicherheitsüberprüfung, weltweite Versetzungsbereitschaft, gesundheitliche Eignung und nachgewiesene Sprachkompetenz
Wie wird geprüft?
Durch Lehrgangsleistungen, Praxisbeurteilungen und eine Laufbahnprüfung nach der einschlägigen Prüfungsverordnung.
Ist die Ausbildung bundesweit gleich?
Laufbahnrecht, Einstellungstermine und Auswahlverfahren können nach Dienstherr und Ausschreibung abweichen.
Welche Entwicklung ist möglich?
Fortbildungen, Beförderungen nach Eignung, Befähigung und Leistung sowie bei erfüllten Voraussetzungen ein Aufstieg in den gehobenen Dienst sind möglich.
Quellen zum Nachlesen
- Bundesagentur für Arbeit: BERUFENET-Steckbrief Beamter/Beamtin im mittleren Auswärtigen Dienst, Datenstand 2025/2026
- Auswärtiges Amt: Ausbildung im mittleren Auswärtigen Dienst
- Karriere in der Bundesverwaltung: Voraussetzungen für Beamtenlaufbahnen
Redaktionell geprüft am 31. Juli 2026. Das Berufsprofil wurde mit BERUFENET und der offiziellen Karriereinformation des genannten Dienstherrn abgeglichen. Laufbahnrecht, Einstellungstermine und Auswahlverfahren können nach Dienstherr und Ausschreibung abweichen.
Berufsspezifischer Fragenkatalog
Für diesen Bildungsgang ist ein berufsspezifischer Fragenkatalog vorgesehen. Da mit der Berufsliste weder Fragenzahl noch Seitenumfang oder Produktlink übermittelt wurden, enthält das Script keine geschätzten Produktangaben.
Fragenkatalog Beamter/Beamtin im mittleren Auswärtigen Dienst
Der geplante Fragenkatalog soll Konsular- und Visumwesen, Verwaltung, Haushalt, Auslandseinsatz, Sprachen, Sicherheit und Krisenvorsorge abdecken. Die endgültige Gliederung wird an der jeweils maßgeblichen Ausbildungs- und Prüfungsverordnung ausgerichtet.
Produkt- und Buchungsstatus geprüft am 31. Juli 2026.