Berg- und Maschinenmann/-frau (m/w/d)
Berg- und Maschinenleute gewinnen mineralische Rohstoffe, treiben Strecken vor oder betreiben und warten Transport- und Fördertechnik im Bergbau.
Was machen Berg- und Maschinenleute?
Die Fachrichtung entscheidet, ob Gewinnung und Vortrieb oder Transport, Förderung und Instandhaltung im Mittelpunkt stehen.
Arbeitsbereich sichern
- Grubenbaue, Wetterführung und Gefahrenlage kontrollieren
- Arbeitsmittel und Fluchtwege prüfen
- Absperrungen und Verständigung abstimmen
Rohstoffe oder Material bewegen
- Gebirge lösen, sichern und abfördern
- Förderanlagen, Fahrzeuge oder Gewinnungsmaschinen bedienen
- Materialflüsse und Betriebszustände überwachen
Maschinen erhalten
- Maschinen schmieren, warten und Verschleiß prüfen
- Störungen eingrenzen und Reparaturen vorbereiten
- Messwerte, Schichtverlauf und Sicherheitsbefunde dokumentieren
Welche Voraussetzungen sind wichtig?
Formaler Zugang
- Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben
- Ausbildungsvertrag mit einem geeigneten Betrieb
- Auswahlkriterien legt der Ausbildungsbetrieb fest
- Bergbautauglichkeit und weitere gesundheitliche Anforderungen nach Betrieb und Einsatz
Persönliche Stärken
- Sehr hohes Sicherheitsbewusstsein
- Technisches Verständnis
- Körperliche Belastbarkeit
- Teamdisziplin
- Reaktionsfähigkeit
- Bereitschaft zu Schichtarbeit
Wie ist die duale Ausbildung aufgebaut?
Die Ausbildung dauert regulär 24 Monate. Betrieb und Berufsschule vermitteln die berufliche Handlungsfähigkeit anhand realer Aufträge; überbetriebliche Lehrgänge können betriebliche Lernphasen ergänzen.
Im Ausbildungsbetrieb
- Grubenbereiche sichern und betriebliche Abläufe überwachen
- Gewinnungs-, Vortriebs- oder Fördertechnik bedienen
- Maschinen warten und Störungen bearbeiten
- Arbeitsaufträge planen, durchführen, dokumentieren und auswerten
- Arbeitsschutz, Umwelt- und Qualitätsvorgaben anwenden
In der Berufsschule
- Geologie, Gebirgs- und Lagerstättenkunde
- Bergbautechnik, Förderung und Maschinen
- Wetterführung, Rettung und Arbeitsschutz
- Wirtschafts- und Sozialkunde sowie berufsbezogene Kommunikation
- Digitale Werkzeuge, Nachhaltigkeit, Recht und Sicherheit einbeziehen
Welche Inhalte gehören zur Ausbildung?
Die Themenfelder verdichten das offizielle Berufsprofil und den Ausbildungsrahmen. Ihre Reihenfolge ist eine redaktionelle Orientierung und ersetzt weder Ausbildungsordnung noch Rahmenlehrplan.
-
01 Grubengebäude
Strecken, Schächte, Fluchtwege und Betriebsbereiche einordnen -
02 Geologie
Gebirge, Lagerstätte und bergmännische Auswirkungen beurteilen -
03 Wetter
Luftführung, Gase und Klima überwachen -
04 Sicherheit
Gefahren, Meldungen und Rettungswege konsequent beherrschen
-
05 Vortrieb
Gebirge lösen, abfördern und Grubenbaue sichern -
06 Gewinnung
Rohstoff mit geeigneten Verfahren und Maschinen gewinnen -
07 Transport
Fördermittel, Fahrzeuge und Materialfluss betreiben -
08 Energieversorgung
Hydraulische, pneumatische und elektrische Systeme beobachten
-
09 Wartung
Betriebsstoffe, Verschleiß und Sicherheitseinrichtungen prüfen -
10 Störung
Fehlerbild erfassen, Anlage sichern und Maßnahmen abstimmen -
11 Umwelt
Wasser, Staub, Lärm und Rückstände kontrollieren -
12 Dokumentation
Schichtdaten, Kontrollen und besondere Ereignisse festhalten
Wie kann die Abschlussprüfung aufgebaut sein?
Die Abschlussprüfung berücksichtigt die gewählte Fachrichtung und verbindet praktische Bergbauaufgaben mit Technik- und Sicherheitswissen.
Ausbildungsstand
Grundlagen des Bergbaus, der Maschinen und der Sicherheit werden überprüft.
Praktischer Auftrag
Eine Aufgabe aus Vortrieb/Gewinnung oder Transport/Instandhaltung wird sicher ausgeführt.
Abschlussbereiche
Bergbautechnik, Maschinen, Arbeitsschutz sowie Wirtschafts- und Sozialkunde werden geprüft.
Ausbildungsvergütung und laufende Kosten
Auszubildende erhalten eine vertraglich vereinbarte Vergütung. Die Höhe richtet sich nach Branche, Tarifbindung, Region und Ausbildungsjahr; deshalb werden hier keine pauschalen Eurobeträge genannt.
Mögliche Eigenkosten
- Fahrtkosten zu Betrieb, Berufsschule und Lehrgängen
- Persönliche Ausrüstung nur nach betrieblicher Festlegung
- Fahrt- und Schichtkosten nach Vertrag und Tarif
- Private Lernmittel oder Prüfungsvorbereitung
Mögliche Unterstützung
- Ausbildungsvergütung des Betriebs
- Berufsausbildungsbeihilfe bei erfüllten Voraussetzungen
- Unterstützung für Fahrt oder Unterkunft nach den jeweils geltenden Regeln
- Beratung durch Berufsberatung, Betrieb und zuständige Kammer
Wo kann man arbeiten?
Einsatzmöglichkeiten bestehen im Kali-, Salz-, Erz- und Steinkohlenbergbau, in Gewinnungsbetrieben und im Spezialtiefbau.
Typische Arbeitgeber
- Untertagebergwerke
- Rohstoffgewinnungsbetriebe
- Spezialtief- und Tunnelbau
Berufliche Einsatzfelder
- Vortrieb und Gewinnung
- Förderung und Transport
- Maschinenwartung
Arbeitsumgebung
- Untertägige Grubenräume
- Anlagen- und Werkstattbereiche
- Schichtbetrieb
Berufseinstieg und Weiterbildung
Berufserfahrung kann in Maschinenführung, Vortrieb, Förderung oder Sicherheit vertieft werden.
Fachliche Vertiefung
- Gewinnungsmaschinen
- Förder- und Transporttechnik
- Grubensicherheit
Aufstiegsfortbildung
- Bergbautechnologe/-technologin als weitere Ausbildung
- Industriemeister/-in
- Techniker/-in Bergbautechnik
Studium bei Hochschulzugang
- Rohstoffingenieurwesen
- Maschinenbau
- Geotechnik
Häufige Fragen zum Bildungsgang
Ist dies eine duale Ausbildung?
Ja. Die Ausbildung findet im Betrieb und in der Berufsschule statt.
Wie lange dauert die Ausbildung?
Die Regeldauer beträgt 24 Monate. Verkürzung oder Verlängerung richten sich nach den gesetzlichen Voraussetzungen.
Welcher Schulabschluss wird benötigt?
Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben; Betriebe legen ihre Auswahlkriterien fest.
Wird eine Vergütung gezahlt?
Ja. Die konkrete Ausbildungsvergütung ergibt sich aus Vertrag und gegebenenfalls Tarifvertrag.
Welche Stelle prüft?
Die nach BBiG oder Handwerksordnung zuständige Stelle.
Welche Inhalte sind besonders berufstypisch?
Geologie, Vortrieb oder Transport, Fördertechnik, Maschinenwartung, Wetterführung und Sicherheit.
Welche Schutzregeln sind wichtig?
Wetter, Gase, Gebirge, Maschinen, Spreng- und Förderbetrieb verlangen klare Freigaben und Teamdisziplin.
Welche Weiterbildung ist möglich?
Eine weitere Ausbildung zum Bergbautechnologen oder Meister- und Technikerwege kommen infrage.
Quellen zum Nachlesen
- Bundesinstitut für Berufsbildung: Berufsprofil Berg- und Maschinenmann/-frau
- Bundesagentur für Arbeit: BERUFENET-Steckbrief, Datenstand 2026
- Bundesinstitut für Berufsbildung: Verzeichnis der anerkannten Ausbildungsberufe 2026
Redaktionell geprüft am 31. Juli 2026. Dauer, Struktur und Berufsprofil wurden mit BIBB und BERUFENET abgeglichen. Maßgeblich sind die aktuell geltende Ausbildungsordnung, der Rahmenlehrplan und die Prüfungsregelungen der zuständigen Stelle.
Berufsspezifischer Fragenkatalog
Für diesen Bildungsgang ist ein berufsspezifischer Fragenkatalog vorgesehen. Da mit der Berufsliste weder Fragenzahl noch Seitenumfang oder Produktlink übermittelt wurden, enthält das Script keine geschätzten Produktangaben.
Fragenkatalog Berg- und Maschinenmann/-frau
Der geplante Fragenkatalog soll Geologie, Vortrieb, Gewinnung, Förderung, Maschinen, Wetter und Sicherheit abdecken. Fragenzahl, Seitenumfang und Produktlink werden erst nach abgeschlossener Produktplanung ergänzt.
Produkt- und Buchungsstatus geprüft am 31. Juli 2026.