Berg- und Maschinenmann/-frau (m/w/d)

Zur Berufsübersicht Berufe stellen sich vor

Berg- und Maschinenmann/-frau (m/w/d)

Berg- und Maschinenleute gewinnen mineralische Rohstoffe, treiben Strecken vor oder betreiben und warten Transport- und Fördertechnik im Bergbau.

Anerkannter dualer AusbildungsberufRegeldauer: 24 MonateZuständigkeitsbereich: Industrie und HandelAusbildungsbetrieb und BerufsschuleFachrichtungen Vortrieb und Gewinnung sowie Transport und InstandhaltungInformationsstand: 31. Juli 2026
AusbildungsartDuale Berufsausbildung
Regeldauer24 Monate
LernorteAusbildungsbetrieb, Berufsschule und gegebenenfalls überbetriebliche Unterweisung
ZugangRechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben
VergütungAusbildungsvergütung nach Vertrag, Branche, Region und Ausbildungsjahr
AbschlussAbschluss- oder Gesellenprüfung vor der zuständigen Stelle
Berufsbild

Was machen Berg- und Maschinenleute?

Die Fachrichtung entscheidet, ob Gewinnung und Vortrieb oder Transport, Förderung und Instandhaltung im Mittelpunkt stehen.

Arbeitsbereich sichern

  • Grubenbaue, Wetterführung und Gefahrenlage kontrollieren
  • Arbeitsmittel und Fluchtwege prüfen
  • Absperrungen und Verständigung abstimmen

Rohstoffe oder Material bewegen

  • Gebirge lösen, sichern und abfördern
  • Förderanlagen, Fahrzeuge oder Gewinnungsmaschinen bedienen
  • Materialflüsse und Betriebszustände überwachen

Maschinen erhalten

  • Maschinen schmieren, warten und Verschleiß prüfen
  • Störungen eingrenzen und Reparaturen vorbereiten
  • Messwerte, Schichtverlauf und Sicherheitsbefunde dokumentieren
Wichtige Einordnung: Der zweijährige Beruf hat zwei Fachrichtungen; Bergbautechnologe/-technologin ist ein eigenständiger dreijähriger Ausbildungsberuf mit erweitertem Profil.
Einstieg

Welche Voraussetzungen sind wichtig?

Formaler Zugang

  • Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben
  • Ausbildungsvertrag mit einem geeigneten Betrieb
  • Auswahlkriterien legt der Ausbildungsbetrieb fest
  • Bergbautauglichkeit und weitere gesundheitliche Anforderungen nach Betrieb und Einsatz

Persönliche Stärken

  • Sehr hohes Sicherheitsbewusstsein
  • Technisches Verständnis
  • Körperliche Belastbarkeit
  • Teamdisziplin
  • Reaktionsfähigkeit
  • Bereitschaft zu Schichtarbeit
Vor der Anmeldung prüfen: Maßgeblich sind die aktuell geltende Ausbildungsordnung, der Rahmenlehrplan und die Prüfungsregelungen der zuständigen Stelle.
Betrieb und Berufsschule

Wie ist die duale Ausbildung aufgebaut?

Die Ausbildung dauert regulär 24 Monate. Betrieb und Berufsschule vermitteln die berufliche Handlungsfähigkeit anhand realer Aufträge; überbetriebliche Lehrgänge können betriebliche Lernphasen ergänzen.

Im Ausbildungsbetrieb

  • Grubenbereiche sichern und betriebliche Abläufe überwachen
  • Gewinnungs-, Vortriebs- oder Fördertechnik bedienen
  • Maschinen warten und Störungen bearbeiten
  • Arbeitsaufträge planen, durchführen, dokumentieren und auswerten
  • Arbeitsschutz, Umwelt- und Qualitätsvorgaben anwenden

In der Berufsschule

  • Geologie, Gebirgs- und Lagerstättenkunde
  • Bergbautechnik, Förderung und Maschinen
  • Wetterführung, Rettung und Arbeitsschutz
  • Wirtschafts- und Sozialkunde sowie berufsbezogene Kommunikation
  • Digitale Werkzeuge, Nachhaltigkeit, Recht und Sicherheit einbeziehen
Landesrecht beachten: Maßgeblich sind die aktuell geltende Ausbildungsordnung, der Rahmenlehrplan und die Prüfungsregelungen der zuständigen Stelle.
Berufliche Themenfelder

Welche Inhalte gehören zur Ausbildung?

Die Themenfelder verdichten das offizielle Berufsprofil und den Ausbildungsrahmen. Ihre Reihenfolge ist eine redaktionelle Orientierung und ersetzt weder Ausbildungsordnung noch Rahmenlehrplan.

Grundlagen und PlanungAufträge verstehen und vorbereiten
  1. 01 Grubengebäude
    Strecken, Schächte, Fluchtwege und Betriebsbereiche einordnen
  2. 02 Geologie
    Gebirge, Lagerstätte und bergmännische Auswirkungen beurteilen
  3. 03 Wetter
    Luftführung, Gase und Klima überwachen
  4. 04 Sicherheit
    Gefahren, Meldungen und Rettungswege konsequent beherrschen
FachpraxisBerufstypische Verfahren beherrschen
  1. 05 Vortrieb
    Gebirge lösen, abfördern und Grubenbaue sichern
  2. 06 Gewinnung
    Rohstoff mit geeigneten Verfahren und Maschinen gewinnen
  3. 07 Transport
    Fördermittel, Fahrzeuge und Materialfluss betreiben
  4. 08 Energieversorgung
    Hydraulische, pneumatische und elektrische Systeme beobachten
Qualität und VerantwortungErgebnisse prüfen und weiterentwickeln
  1. 09 Wartung
    Betriebsstoffe, Verschleiß und Sicherheitseinrichtungen prüfen
  2. 10 Störung
    Fehlerbild erfassen, Anlage sichern und Maßnahmen abstimmen
  3. 11 Umwelt
    Wasser, Staub, Lärm und Rückstände kontrollieren
  4. 12 Dokumentation
    Schichtdaten, Kontrollen und besondere Ereignisse festhalten
Für die Schule verbindlich: Maßgeblich sind die aktuell geltende Ausbildungsordnung, der Rahmenlehrplan und die Prüfungsregelungen der zuständigen Stelle.
Leistungsnachweise und Abschluss

Wie kann die Abschlussprüfung aufgebaut sein?

Die Abschlussprüfung berücksichtigt die gewählte Fachrichtung und verbindet praktische Bergbauaufgaben mit Technik- und Sicherheitswissen.

BBiG / HwOZwischenstand

Ausbildungsstand

Grundlagen des Bergbaus, der Maschinen und der Sicherheit werden überprüft.

BBiG / HwOPraxis

Praktischer Auftrag

Eine Aufgabe aus Vortrieb/Gewinnung oder Transport/Instandhaltung wird sicher ausgeführt.

BBiG / HwOAbschluss

Abschlussbereiche

Bergbautechnik, Maschinen, Arbeitsschutz sowie Wirtschafts- und Sozialkunde werden geprüft.

Prüfungsordnung prüfen: Prüfungsbereiche, Zeiten, Gewichtung und Bestehensregeln sind der für den Ausbildungsbeginn geltenden Verordnung und den Vorgaben der zuständigen Kammer zu entnehmen.
Finanzielle Rahmenbedingungen

Ausbildungsvergütung und laufende Kosten

Auszubildende erhalten eine vertraglich vereinbarte Vergütung. Die Höhe richtet sich nach Branche, Tarifbindung, Region und Ausbildungsjahr; deshalb werden hier keine pauschalen Eurobeträge genannt.

Mögliche Eigenkosten

  • Fahrtkosten zu Betrieb, Berufsschule und Lehrgängen
  • Persönliche Ausrüstung nur nach betrieblicher Festlegung
  • Fahrt- und Schichtkosten nach Vertrag und Tarif
  • Private Lernmittel oder Prüfungsvorbereitung

Mögliche Unterstützung

  • Ausbildungsvergütung des Betriebs
  • Berufsausbildungsbeihilfe bei erfüllten Voraussetzungen
  • Unterstützung für Fahrt oder Unterkunft nach den jeweils geltenden Regeln
  • Beratung durch Berufsberatung, Betrieb und zuständige Kammer
Vertrag und Tarif prüfen: Vergütung, Arbeitszeit, Urlaub, Lernmittel, Fahrt- und Unterbringungskosten sollten vor Vertragsabschluss schriftlich geklärt werden.
Beschäftigung

Wo kann man arbeiten?

Einsatzmöglichkeiten bestehen im Kali-, Salz-, Erz- und Steinkohlenbergbau, in Gewinnungsbetrieben und im Spezialtiefbau.

Typische Arbeitgeber

  • Untertagebergwerke
  • Rohstoffgewinnungsbetriebe
  • Spezialtief- und Tunnelbau

Berufliche Einsatzfelder

  • Vortrieb und Gewinnung
  • Förderung und Transport
  • Maschinenwartung

Arbeitsumgebung

  • Untertägige Grubenräume
  • Anlagen- und Werkstattbereiche
  • Schichtbetrieb
Nach dem Abschluss

Berufseinstieg und Weiterbildung

Berufserfahrung kann in Maschinenführung, Vortrieb, Förderung oder Sicherheit vertieft werden.

Fachliche Vertiefung

  • Gewinnungsmaschinen
  • Förder- und Transporttechnik
  • Grubensicherheit

Aufstiegsfortbildung

  • Bergbautechnologe/-technologin als weitere Ausbildung
  • Industriemeister/-in
  • Techniker/-in Bergbautechnik

Studium bei Hochschulzugang

  • Rohstoffingenieurwesen
  • Maschinenbau
  • Geotechnik
Berufliche Entwicklung: Automatisierung, Fernsteuerung, Rohstoffrückgewinnung und strengere Umwelt- und Sicherheitsanforderungen verändern den Bergbau.
Kurz beantwortet

Häufige Fragen zum Bildungsgang

Ist dies eine duale Ausbildung?

Ja. Die Ausbildung findet im Betrieb und in der Berufsschule statt.

Wie lange dauert die Ausbildung?

Die Regeldauer beträgt 24 Monate. Verkürzung oder Verlängerung richten sich nach den gesetzlichen Voraussetzungen.

Welcher Schulabschluss wird benötigt?

Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben; Betriebe legen ihre Auswahlkriterien fest.

Wird eine Vergütung gezahlt?

Ja. Die konkrete Ausbildungsvergütung ergibt sich aus Vertrag und gegebenenfalls Tarifvertrag.

Welche Stelle prüft?

Die nach BBiG oder Handwerksordnung zuständige Stelle.

Welche Inhalte sind besonders berufstypisch?

Geologie, Vortrieb oder Transport, Fördertechnik, Maschinenwartung, Wetterführung und Sicherheit.

Welche Schutzregeln sind wichtig?

Wetter, Gase, Gebirge, Maschinen, Spreng- und Förderbetrieb verlangen klare Freigaben und Teamdisziplin.

Welche Weiterbildung ist möglich?

Eine weitere Ausbildung zum Bergbautechnologen oder Meister- und Technikerwege kommen infrage.

Geprüfte Grundlagen

Quellen zum Nachlesen

Redaktionell geprüft am 31. Juli 2026. Dauer, Struktur und Berufsprofil wurden mit BIBB und BERUFENET abgeglichen. Maßgeblich sind die aktuell geltende Ausbildungsordnung, der Rahmenlehrplan und die Prüfungsregelungen der zuständigen Stelle.

Praxispartner und Werbepartner

Bergbau- und Rohstoffunternehmen

Bergwerke und rohstoffnahe Technikbetriebe können hier ihre Ausbildungsprofile präsentieren.

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Berufsspezifischer Fragenkatalog

Für diesen Bildungsgang ist ein berufsspezifischer Fragenkatalog vorgesehen. Da mit der Berufsliste weder Fragenzahl noch Seitenumfang oder Produktlink übermittelt wurden, enthält das Script keine geschätzten Produktangaben.

Lern- und PrüfungskonzeptSchule, Wiederholung und Prüfungsvorbereitung

Fragenkatalog Berg- und Maschinenmann/-frau

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Geologie, Vortrieb, Gewinnung, Förderung, Maschinen, Wetter und SicherheitUmfang wird nach Produktplanung ergänztLösungen und Kurzerklärungen vorgesehenKein bestätigter Produktlink vorgegeben
Produktseite wird ergänzt

Produkt- und Buchungsstatus geprüft am 31. Juli 2026.