Bergbautechnologe/-technologin (m/w/d)
Bergbautechnologinnen und -technologen erschließen und gewinnen Rohstoffe unter Tage oder führen Tiefbohrungen aus und überwachen komplexe Maschinen- und Sicherheitsprozesse.
Was machen Bergbautechnologinnen und Bergbautechnologen?
Die Fachrichtung Tiefbautechnik konzentriert sich auf Grubenbetrieb und Gewinnung, Tiefbohrtechnik auf Bohranlagen, Bohrloch und Spülung.
Einsatz planen
- Geologische und technische Unterlagen auswerten
- Arbeitsort, Geräte und Schutzmaßnahmen vorbereiten
- Mess- und Betriebsdaten erfassen
Technik betreiben
- Strecken auffahren oder Gewinnungsanlagen einsetzen
- Tiefbohranlagen rüsten und Bohrprozess steuern
- Förder-, Energie- und Hilfssysteme bedienen
Prozess überwachen
- Gebirge, Bohrloch, Wetter oder Spülung überwachen
- Maschinen warten und Störungen diagnostizieren
- Qualität, Umweltschutz und Sicherheitsnachweise dokumentieren
Welche Voraussetzungen sind wichtig?
Formaler Zugang
- Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben
- Ausbildungsvertrag mit einem geeigneten Betrieb
- Auswahlkriterien legt der Ausbildungsbetrieb fest
- Bergbautauglichkeit beziehungsweise gesundheitliche Eignung für den konkreten Einsatz
Persönliche Stärken
- Technisch-naturwissenschaftliches Verständnis
- Extrem hohes Sicherheitsbewusstsein
- Räumliches Denken
- Konzentration im Schichtbetrieb
- Teamfähigkeit
- Sorgfältige Mess- und Dokumentationsarbeit
Wie ist die duale Ausbildung aufgebaut?
Die Ausbildung dauert regulär 36 Monate. Betrieb und Berufsschule vermitteln die berufliche Handlungsfähigkeit anhand realer Aufträge; überbetriebliche Lehrgänge können betriebliche Lernphasen ergänzen.
Im Ausbildungsbetrieb
- Gruben- oder Bohrarbeitsplätze einrichten
- Bergbau- und Bohrtechnik betreiben
- Prozessdaten, Wartung und Sicherheit beherrschen
- Arbeitsaufträge planen, durchführen, dokumentieren und auswerten
- Arbeitsschutz, Umwelt- und Qualitätsvorgaben anwenden
In der Berufsschule
- Geologie, Lagerstätte und Gebirgsmechanik
- Bergbau-, Bohr-, Förder- und Maschinentechnik
- Messung, Prozesssteuerung, Umwelt und Sicherheit
- Wirtschafts- und Sozialkunde sowie berufsbezogene Kommunikation
- Digitale Werkzeuge, Nachhaltigkeit, Recht und Sicherheit einbeziehen
Welche Inhalte gehören zur Ausbildung?
Die Themenfelder verdichten das offizielle Berufsprofil und den Ausbildungsrahmen. Ihre Reihenfolge ist eine redaktionelle Orientierung und ersetzt weder Ausbildungsordnung noch Rahmenlehrplan.
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01 Lagerstätte
Geologische Bedingungen und Rohstoffvorkommen einordnen -
02 Planung
Arbeitsauftrag, Verfahren, Gerät und Ressourcen festlegen -
03 Messung
Lage, Tiefe, Druck, Temperatur und Prozesswerte erfassen -
04 Sicherheit
Gefährdungen, Freigaben, Wetter und Rettungswege beherrschen
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05 Tiefbautechnik
Grubenbaue herstellen, sichern und Gewinnung unterstützen -
06 Tiefbohrtechnik
Bohrstrang, Meißel, Spülung und Bohrparameter steuern -
07 Fördertechnik
Rohstoff, Material und Personen sicher bewegen -
08 Energiesysteme
Elektrische, hydraulische und pneumatische Anlagen nutzen
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09 Prozesskontrolle
Messdaten, Abweichungen und Betriebszustände bewerten -
10 Wartung
Inspektion, Pflege und Instandsetzung koordinieren -
11 Umwelt
Wasser, Spülung, Rückstände, Staub und Emissionen kontrollieren -
12 Dokumentation
Schicht-, Bohr- und Sicherheitsberichte nachvollziehbar führen
Wie kann die Abschlussprüfung aufgebaut sein?
Die Abschlussprüfung ist fachrichtungsbezogen und umfasst praktische Prozessaufgaben sowie schriftliche Technik- und Sicherheitsbereiche.
Ausbildungsstand
Grundlagen von Geologie, Maschinen und Arbeitssicherheit werden während der Ausbildung überprüft.
Fachrichtungsauftrag
Ein Gruben- oder Bohrprozess wird vorbereitet, betrieben, überwacht und ausgewertet.
Abschlussbereiche
Technologie, Prozesssteuerung, Umwelt, Sicherheit sowie Wirtschafts- und Sozialkunde werden geprüft.
Ausbildungsvergütung und laufende Kosten
Auszubildende erhalten eine vertraglich vereinbarte Vergütung. Die Höhe richtet sich nach Branche, Tarifbindung, Region und Ausbildungsjahr; deshalb werden hier keine pauschalen Eurobeträge genannt.
Mögliche Eigenkosten
- Fahrtkosten zu Betrieb, Berufsschule und Lehrgängen
- Persönliche Ausrüstung nur nach betrieblicher Festlegung
- Fahrt- und Schichtkosten nach Tarif und Vertrag
- Private Lernmittel oder Prüfungsvorbereitung
Mögliche Unterstützung
- Ausbildungsvergütung des Betriebs
- Berufsausbildungsbeihilfe bei erfüllten Voraussetzungen
- Unterstützung für Fahrt oder Unterkunft nach den jeweils geltenden Regeln
- Beratung durch Berufsberatung, Betrieb und zuständige Kammer
Wo kann man arbeiten?
Typische Arbeitgeber sind Bergwerke, Tiefbohrunternehmen, Rohstoffbetriebe, Kavernen- und Spezialtiefbauunternehmen.
Typische Arbeitgeber
- Bergbauunternehmen
- Tiefbohr- und Spezialtiefbaubetriebe
- Rohstoff- und Energiespeicherunternehmen
Berufliche Einsatzfelder
- Tiefbautechnik und Gewinnung
- Tiefbohrtechnik
- Prozess- und Anlagenüberwachung
Arbeitsumgebung
- Grubenräume
- Bohrplatz und Anlagenstandort
- Leitstand und Werkstatt
Berufseinstieg und Weiterbildung
Mit Erfahrung sind Spezialisierungen in Bohrsteuerung, Gewinnung, Instandhaltung, Sicherheit oder Prozessleitung möglich.
Fachliche Vertiefung
- Bohr- und Spülungstechnik
- Automatisierte Gewinnung
- Gruben- und Anlagensicherheit
Aufstiegsfortbildung
- Industriemeister/-in
- Techniker/-in Bergbautechnik
- Bohrmeisterqualifikation
Studium bei Hochschulzugang
- Rohstoffingenieurwesen
- Geotechnik
- Maschinenbau
Häufige Fragen zum Bildungsgang
Ist dies eine duale Ausbildung?
Ja. Die Ausbildung findet im Betrieb und in der Berufsschule statt.
Wie lange dauert die Ausbildung?
Die Regeldauer beträgt 36 Monate. Verkürzung oder Verlängerung richten sich nach den gesetzlichen Voraussetzungen.
Welcher Schulabschluss wird benötigt?
Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben; Betriebe legen ihre Auswahlkriterien fest.
Wird eine Vergütung gezahlt?
Ja. Die konkrete Ausbildungsvergütung ergibt sich aus Vertrag und gegebenenfalls Tarifvertrag.
Welche Stelle prüft?
Die nach BBiG oder Handwerksordnung zuständige Stelle.
Welche Inhalte sind besonders berufstypisch?
Geologie, Gruben- oder Bohrtechnik, Prozesssteuerung, Maschinen, Messung, Umwelt und Sicherheit.
Welche Schutzregeln sind wichtig?
Gebirge, Druck, Wetter, Maschinen, Bohrspülung und Energiequellen erfordern strikte Freigabe- und Rettungsverfahren.
Welche Weiterbildung ist möglich?
Meister-, Techniker- oder spezialisierte Bohr- und Rohstoffqualifikationen sind möglich.
Quellen zum Nachlesen
- Bundesinstitut für Berufsbildung: Berufsprofil Bergbautechnologe/-technologin
- Bundesagentur für Arbeit: BERUFENET-Steckbrief, Datenstand 2026
- Bundesinstitut für Berufsbildung: Verzeichnis der anerkannten Ausbildungsberufe 2026
Redaktionell geprüft am 31. Juli 2026. Dauer, Struktur und Berufsprofil wurden mit BIBB und BERUFENET abgeglichen. Maßgeblich sind die aktuell geltende Ausbildungsordnung, der Rahmenlehrplan und die Prüfungsregelungen der zuständigen Stelle.
Berufsspezifischer Fragenkatalog
Für diesen Bildungsgang ist ein berufsspezifischer Fragenkatalog vorgesehen. Da mit der Berufsliste weder Fragenzahl noch Seitenumfang oder Produktlink übermittelt wurden, enthält das Script keine geschätzten Produktangaben.
Fragenkatalog Bergbautechnologe/-technologin
Der geplante Fragenkatalog soll Geologie, Tiefbau, Tiefbohren, Förderung, Prozesssteuerung, Umwelt und Sicherheit abdecken. Fragenzahl, Seitenumfang und Produktlink werden erst nach abgeschlossener Produktplanung ergänzt.
Produkt- und Buchungsstatus geprüft am 31. Juli 2026.