Berufspilot/-in Flugzeug, CPL(A) (m/w/d)
Berufspilotinnen und Berufspiloten für Flugzeuge planen und führen gewerbliche Flüge im Rahmen ihrer CPL(A), prüfen Wetter, Leistung, Route und Luftfahrzeug und dokumentieren Abweichungen.
Was machen Berufspiloten für Flugzeuge?
Professionelles Fliegen beginnt lange vor dem Start: Recht, Wetter, Leistung, Masse, Technik, Crewkoordination und Entscheidungsfindung müssen zusammenpassen.
Flug vorbereiten
- Wetter, NOTAM, Luftraum und Route prüfen
- Masse, Schwerpunkt, Leistung und Treibstoff planen
- Dokumente, Technik und Sicherheitsausrüstung kontrollieren
Luftfahrzeug führen
- Flugleistung, Masse, Schwerpunkt und Treibstoff berechnen
- Start-, Reiseflug-, Anflug- und Notverfahren beherrschen
- Flugplätze, Lufträume und Ausweichplanung beurteilen
Betrieb nachbereiten
- Flugverlauf, Zeiten und Betriebsdaten dokumentieren
- Technische Mängel oder Besonderheiten melden
- Crew, Flugbetrieb und Bodenstellen bei Nachbereitung abstimmen
Welche Voraussetzungen sind wichtig?
Formaler Zugang
- Für die Lizenz ist nach Part-FCL ein Mindestalter von 18 Jahren erforderlich
- Gültiges Tauglichkeitszeugnis Klasse 1
- Ausbildung bei einer genehmigten ATO im integrierten oder modularen Weg
- Theorieprüfung, praktische Befähigungsüberprüfung, Flugerfahrung und Sprachkompetenz nach Part-FCL
Persönliche Stärken
- Sehr hohes Verantwortungsbewusstsein
- Aufmerksamkeit und schnelle Entscheidungsfähigkeit
- Räumliche Orientierung
- Technisches und mathematisches Verständnis
- Psychische Belastbarkeit
- Klare Kommunikation und Disziplin
Wie führt der Weg zur CPL(A)?
Part-FCL ermöglicht integrierte und modulare Wege. Theorie, praktische Flugausbildung, interne Fortschrittskontrollen und die abschließende Befähigungsüberprüfung werden innerhalb des genehmigten Ausbildungsprogramms verbunden.
Theoretische Ausbildung
- Luftrecht und betriebliche Verfahren
- Meteorologie und Navigation
- Allgemeine Luftfahrzeugkunde
- Flugleistung, Masse und Planung
- Menschliches Leistungsvermögen und Kommunikation
Flugausbildung
- Grund- und Fortgeschrittenenverfahren auf Flugzeuge
- Überlandflug und Navigation
- Not- und Störungsverfahren
- Instrumentenfluganteile nach Ausbildungsweg
- Prüfungsvorbereitung und Skill Test
Welche Inhalte gehören zur Ausbildung?
Die Themenfelder bündeln die Part-FCL-Theorie und die berufstypische Flugpraxis. Sie sind keine eigenständige nationale Ausbildungsordnung.
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01 Luftrecht
Lizenzrechte, Luftraum, Regeln und Verantwortlichkeiten anwenden -
02 Luftfahrzeugkunde
Systeme, Antrieb und Betriebsgrenzen von Flugzeuge verstehen -
03 Meteorologie
Wetterlagen, Gefahren, Meldungen und Prognosen beurteilen -
04 Menschliches Leistungsvermögen
Wahrnehmung, Ermüdung, Stress und Entscheidungsfehler reflektieren
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05 Navigation
Karten, Funknavigation, GNSS und Flugwegplanung beherrschen -
06 Flugleistung
Masse, Schwerpunkt, Start, Landung und Reichweite berechnen -
07 Betriebliche Verfahren
Normal-, Sonder- und Notverfahren regelkonform anwenden -
08 Kommunikation
Sprechfunk, englische Phraseologie und Meldungen klar nutzen
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09 Flugleistungsrechnung
Die flugzeugespezifische Flugtechnik sicher beherrschen -
10 Überlandflug
Wetter, Luftraum, Ausweichplanung und Navigation verbinden -
11 Instrumentenbezug
Instrumente, Lagekontrolle und Verfahren im Ausbildungsrahmen anwenden -
12 Crew und Sicherheit
Briefing, Checklisten, Threat-and-Error-Management und Nachbereitung nutzen
Wie kann die Abschlussprüfung aufgebaut sein?
Für die CPL(A) sind theoretische Prüfungen und eine praktische Befähigungsüberprüfung nach Part-FCL erforderlich.
Theorieprüfung
Die vorgeschriebenen CPL-Fächer werden bei der zuständigen Luftfahrtbehörde geprüft.
Fortschrittskontrollen
Die ATO dokumentiert Theorie- und Flugfortschritt sowie die Prüfungsreife.
Skill Test
Ein autorisierter Prüfer bewertet Flugvorbereitung, Normal-, Präzisions- und Notverfahren auf Flugzeuge.
Ausbildungskosten und Finanzierung
Die Ausbildung wird in der Regel nicht vergütet. Flugstunden, Theorie, Prüfungen, Medical, Lernmittel und mögliche Zusatzberechtigungen können erhebliche Gesamtkosten verursachen.
Kostenblöcke
- Theorielehrgang und ATO-Gebühren
- Flugstunden auf Flugzeuge, Simulator und Landegebühren
- Medical, Behörden- und Prüfgebühren
- Zusatzstunden, Wiederholungen, Reise und Unterkunft
Finanzierungswege
- Eigenmittel oder vertraglicher Ratenplan
- Bank- oder Bildungskredit nach individueller Prüfung
- Arbeitgeber- oder Förderprogramm nur bei schriftlicher Zusage
- Detaillierter Kosten- und Rücktrittsplan vor Vertragsabschluss
Wo kann man arbeiten?
BERUFENET nennt für CPL(A) je nach Luftfahrzeugtyp gewerbliche Flugunternehmen, Spezial-, Transport-, Rettungs- oder Ausbildungsbereiche.
Typische Arbeitgeber
- Charter- und Geschäftsflugunternehmen
- Fracht-, Werk- und Spezialflug
- Flugschulen und Luftfahrtunternehmen
Berufliche Einsatzfelder
- Co-Pilotentätigkeiten im zulässigen Lizenzrahmen
- Firmen-, Vermessungs- oder Krankentransportflug
- Ausbildung mit zusätzlicher Lehrberechtigung
Arbeitsumgebung
- Cockpit und Flughafen
- Briefingraum und Operationsbereich
- Hangar und wechselnde Flugplätze
Berufseinstieg und Weiterbildung
Die Lizenz ist der Ausgangspunkt. Beschäftigungsfähigkeit hängt stark von Flugerfahrung, Muster- und Zusatzberechtigungen, aktuellem Medical und betrieblichem Training ab.
Fachliche Vertiefung
- Instrumentenflug und mehrmotorige Muster
- Multi-Crew-Cooperation und Airline-Orientierung
- Spezial-, Fracht- oder Geschäftsflug
Aufstiegsfortbildung
- Lehrberechtigung nach zusätzlichen Voraussetzungen
- ATPL-Theorie und weiterer Erfahrungsaufbau
- Type-Rating und Operator-Training
Studium bei Hochschulzugang
- Aviation Management
- Luft- und Raumfahrttechnik
- Verkehrs- oder Sicherheitsmanagement
Häufige Fragen zum Bildungsgang
Ist die CPL(A) eine normale duale Ausbildung?
Nein. Es ist eine fliegerische Ausbildung nach europäischem Lizenzrecht an einer genehmigten Ausbildungsorganisation.
Wie lange dauert die Ausbildung?
Das hängt von integriertem oder modularem Weg, Vorerfahrung, Wetter, Verfügbarkeit und individuellem Fortschritt ab.
Welcher Schulabschluss wird verlangt?
Part-FCL schreibt keinen bestimmten deutschen Schulabschluss vor; ATOs und Arbeitgeber können eigene Kriterien festlegen.
Welches Medical wird benötigt?
Für die gewerbliche Pilotenlizenz ist ein gültiges flugmedizinisches Tauglichkeitszeugnis Klasse 1 erforderlich.
Ab welchem Alter wird die Lizenz erteilt?
Die CPL kann nach Part-FCL ab 18 Jahren erteilt werden.
Reicht die CPL für jede Berufstätigkeit?
Eine CPL(A) allein ist keine automatische Airline-Einsatzberechtigung. Instrumenten-, mehrmotorige, Muster- und Mehrbesatzungsqualifikationen sowie Betreibertraining können zusätzlich erforderlich sein.
Wird die Ausbildung vergütet?
In der Regel nein; es entstehen meist erhebliche Ausbildungs- und Prüfkosten.
Was sollte vor Vertragsabschluss geprüft werden?
ATO-Genehmigung, vollständiger Kostenplan, enthaltene Stunden, Zusatzkosten, Rücktritt, Medical-Risiko und realistische Beschäftigungsperspektive.
Quellen zum Nachlesen
- Bundesagentur für Arbeit: BERUFENET-Steckbrief Berufspilot/in Flugzeuge, Stand 1. Juli 2026
- EASA: Easy Access Rules for Aircrew – Regulation (EU) No 1178/2011, aktuelle Fassung
- Luftfahrt-Bundesamt: Formulare und Hinweise zur Lizenzierung
Redaktionell geprüft am 31. Juli 2026. Berufsbild und Ausbildungsart wurden mit BERUFENET abgeglichen; Lizenzanforderungen folgen der aktuellen EASA-Part-FCL-Systematik und den LBA-Hinweisen.
Berufsspezifischer Fragenkatalog
Für diesen Bildungsgang ist ein berufsspezifischer Fragenkatalog vorgesehen. Da mit der Berufsliste weder Fragenzahl noch Seitenumfang oder Produktlink übermittelt wurden, enthält das Script keine geschätzten Produktangaben.
Fragenkatalog Berufspilot/-in für Flugzeuge, CPL(A)
Der geplante Fragenkatalog soll Luftrecht, Meteorologie, Navigation, Luftfahrzeugkunde, Flugleistung, Verfahren, Human Factors und Flugleistungsrechnung, Instrumentenfluggrundlagen, Navigation, mehrmotorige Verfahren und Multi-Crew-Perspektive abdecken.
Produkt- und Buchungsstatus geprüft am 31. Juli 2026.