Beton- und Stahlbetonbauer/-in (m/w/d)
Beton- und Stahlbetonbauerinnen und -bauer stellen Schalungen und Bewehrungen her, bringen Beton ein und bearbeiten, prüfen und sanieren Betonbauteile.
Was machen Beton- und Stahlbetonbauerinnen und -bauer?
Aus Planung, Schalung, Bewehrung, Beton und Nachbehandlung entsteht ein tragfähiges Bauteil mit genau definierten Eigenschaften.
Bauteil vorbereiten
- Zeichnungen, Maße und Betonanforderungen prüfen
- Schalung und Unterstützung planen und herstellen
- Bewehrung schneiden, biegen und einbauen
Betonbau ausführen
- Beton annehmen, fördern, einbringen und verdichten
- Oberflächen bearbeiten und Nachbehandlung sichern
- Ausschalfristen und Bauteilqualität kontrollieren
Bestand erhalten
- Schäden und Bewehrungskorrosion untersuchen
- Betonbauteile instand setzen und sanieren
- Messungen, Material und Ausführung dokumentieren
Welche Voraussetzungen sind wichtig?
Formaler Zugang
- Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben
- Ausbildungsvertrag mit einem geeigneten Betrieb
- Auswahlkriterien legt der Ausbildungsbetrieb fest
- Gesundheitliche Eignung entsprechend den konkreten Tätigkeiten
Persönliche Stärken
- Handwerkliches Geschick
- Räumliches und technisches Verständnis
- Sorgfalt bei Maßen und Bewehrung
- Körperliche Belastbarkeit
- Teamfähigkeit
- Hohes Sicherheitsbewusstsein
Wie ist die duale Ausbildung aufgebaut?
Die Ausbildung dauert regulär 36 Monate. Betrieb und Berufsschule vermitteln die berufliche Handlungsfähigkeit anhand realer Aufträge; überbetriebliche Lehrgänge können betriebliche Lernphasen ergänzen.
Im Ausbildungsbetrieb
- Schalungen und Unterstützungssysteme herstellen
- Bewehrung einbauen und Beton verarbeiten
- Oberflächen prüfen, nachbehandeln und sanieren
- Arbeitsaufträge planen, durchführen, dokumentieren und auswerten
- Arbeitsschutz, Umwelt- und Qualitätsvorgaben anwenden
In der Berufsschule
- Baukonstruktion, Zeichnung und Berechnung
- Betontechnologie, Schalung und Bewehrung
- Bauphysik, Qualität, Sanierung und Sicherheit
- Wirtschafts- und Sozialkunde sowie berufsbezogene Kommunikation
- Digitale Werkzeuge, Nachhaltigkeit, Recht und Sicherheit einbeziehen
Welche Inhalte gehören zur Ausbildung?
Die Themenfelder verdichten das offizielle Berufsprofil und den Ausbildungsrahmen. Ihre Reihenfolge ist eine redaktionelle Orientierung und ersetzt weder Ausbildungsordnung noch Rahmenlehrplan.
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01 Bauauftrag
Zeichnungen, Maße, Lastannahmen und Ablauf erfassen -
02 Vermessung
Achsen, Höhen und Bauteilabmessungen übertragen -
03 Beton
Ausgangsstoffe, Konsistenz, Festigkeit und Exposition einordnen -
04 Baustellensicherheit
Absturz, Lasten, Schalungsdruck und Verkehrswege beherrschen
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05 Schalung
Rahmen-, Großflächen- und Sonderschalungen herstellen -
06 Unterstützung
Stützen, Träger und Abspannung standsicher anordnen -
07 Bewehrung
Stäbe und Matten nach Plan bearbeiten und einbauen -
08 Betonage
Annahme, Einbringen, Verdichten und Arbeitsfugen organisieren
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09 Nachbehandlung
Feuchte, Temperatur und Schutzzeit kontrollieren -
10 Oberfläche
Sichtbeton und weitere Oberflächen fachgerecht bearbeiten -
11 Sanierung
Schäden bewerten und Instandsetzungsverfahren anwenden -
12 Qualität
Proben, Maße, Überdeckung und Dokumentation kontrollieren
Wie kann die Abschlussprüfung aufgebaut sein?
Die Prüfung nach der neuen Hochbauberufe-Verordnung bildet Schalungs-, Bewehrungs- und Betonarbeiten sowie Qualität und Sicherheit ab.
Ausbildungsstand
Baugrundlagen, Schalung, Bewehrung und Sicherheit werden während der Ausbildung überprüft.
Praktischer Arbeitsauftrag
Ein Stahlbetonbauteil wird geplant, geschalt, bewehrt, betoniert oder fachgerecht bearbeitet.
Abschlussbereiche
Betontechnik, Bauausführung, Sanierung sowie Wirtschafts- und Sozialkunde werden geprüft.
Ausbildungsvergütung und laufende Kosten
Auszubildende erhalten eine vertraglich vereinbarte Vergütung. Die Höhe richtet sich nach Branche, Tarifbindung, Region und Ausbildungsjahr; deshalb werden hier keine pauschalen Eurobeträge genannt.
Mögliche Eigenkosten
- Fahrtkosten zu Betrieb, Berufsschule und Lehrgängen
- Persönliche Schutzausrüstung nach Betriebsregel
- Unterkunft bei auswärtigen Baustellen oder Lehrgängen nach Vertrag
- Private Lernmittel oder Prüfungsvorbereitung
Mögliche Unterstützung
- Ausbildungsvergütung des Betriebs
- Berufsausbildungsbeihilfe bei erfüllten Voraussetzungen
- Unterstützung für Fahrt oder Unterkunft nach den jeweils geltenden Regeln
- Beratung durch Berufsberatung, Betrieb und zuständige Kammer
Wo kann man arbeiten?
Beschäftigung besteht im Hoch-, Ingenieur-, Fertigteil- und Infrastrukturbau sowie in der Betonsanierung.
Typische Arbeitgeber
- Hoch- und Ingenieurbauunternehmen
- Betonfertigteilwerke
- Sanierungs- und Infrastrukturunternehmen
Berufliche Einsatzfelder
- Wohnungs-, Gewerbe- und Industriebau
- Brücken, Tunnel und Infrastruktur
- Betonreparatur und Bestandserhaltung
Arbeitsumgebung
- Baustelle im Freien
- Fertigteilhalle
- Schalungs- und Bewehrungsplatz
Berufseinstieg und Weiterbildung
Mit Erfahrung sind Spezialisierungen in Schalung, Sichtbeton, Fertigteilbau, Sanierung oder Baustellenführung möglich.
Fachliche Vertiefung
- System- und Sonderschalung
- Sichtbeton und Oberflächen
- Betoninstandsetzung
Aufstiegsfortbildung
- Maurer- und Betonbauermeister/-in
- Werkpolier/-in oder Polier/-in
- Techniker/-in Bautechnik
Studium bei Hochschulzugang
- Bauingenieurwesen
- Baumanagement
- Werkstoff- oder Betontechnik
Häufige Fragen zum Bildungsgang
Ist dies eine duale Ausbildung?
Ja. Die Ausbildung findet im Betrieb und in der Berufsschule statt.
Wie lange dauert die Ausbildung?
Die Regeldauer beträgt 36 Monate. Verkürzung oder Verlängerung richten sich nach den gesetzlichen Voraussetzungen.
Welcher Schulabschluss wird benötigt?
Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben; Betriebe legen ihre Auswahlkriterien fest.
Wird eine Vergütung gezahlt?
Ja. Die konkrete Ausbildungsvergütung ergibt sich aus Vertrag und gegebenenfalls Tarifvertrag.
Welche Stelle prüft?
Die nach BBiG oder Handwerksordnung zuständige Stelle.
Welche Inhalte sind besonders berufstypisch?
Schalung, Bewehrung, Betontechnologie, Betonage, Nachbehandlung, Oberfläche und Sanierung.
Welche Schutzregeln sind wichtig?
Schalungsdruck, Absturz, schwere Lasten, Betonpumpen, Bewehrungsenden und chemische Einwirkungen erfordern konsequente Schutzmaßnahmen.
Welche Weiterbildung ist möglich?
Meister-, Werkpolier-, Polier- oder Technikerfortbildungen sind typische Wege.
Quellen zum Nachlesen
- Bundesinstitut für Berufsbildung: Berufsprofil Beton- und Stahlbetonbauer/-in
- Bundesagentur für Arbeit: BERUFENET-Steckbrief, Datenstand 2026
- Bundesinstitut für Berufsbildung: Neuordnung der Bauwirtschaft zum 1. August 2026
Redaktionell geprüft am 31. Juli 2026. Dauer, Struktur und Berufsprofil wurden mit BIBB und BERUFENET abgeglichen. Für Ausbildungsstarts ab 1. August 2026 gilt die modernisierte Hochbauberufeausbildungsverordnung mit aktualisierten Anforderungen an Nachhaltigkeit, Digitalisierung, Bauphysik und Sanierung.
Berufsspezifischer Fragenkatalog
Für diesen Bildungsgang ist ein berufsspezifischer Fragenkatalog vorgesehen. Da mit der Berufsliste weder Fragenzahl noch Seitenumfang oder Produktlink übermittelt wurden, enthält das Script keine geschätzten Produktangaben.
Fragenkatalog Beton- und Stahlbetonbauer/-in
Der geplante Fragenkatalog soll Schalung, Bewehrung, Beton, Bauphysik, Qualität, Sicherheit und Sanierung abdecken. Fragenzahl, Seitenumfang und Produktlink werden erst nach abgeschlossener Produktplanung ergänzt.
Produkt- und Buchungsstatus geprüft am 31. Juli 2026.