Brauer/-in und Mälzer/-in (m/w/d)

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Brauer/-in und Mälzer/-in (m/w/d)

Brauerinnen und Mälzerinnen sowie Brauer und Mälzer stellen Malz, Würze, Bier und alkoholfreie Getränke her, steuern biologische Prozesse und prüfen Rohstoffe, Hygiene, Sensorik und Produktqualität.

Anerkannter dualer AusbildungsberufRegeldauer: 36 MonateZuständigkeitsbereich: Handwerk sowie Industrie und HandelAusbildungsbetrieb und BerufsschuleBundesrechtlich geregelte AusbildungInformationsstand: 31. Juli 2026
AusbildungsartDuale Berufsausbildung
Regeldauer36 Monate
LernorteAusbildungsbetrieb, Berufsschule und gegebenenfalls überbetriebliche Unterweisung
ZugangRechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben
VergütungAusbildungsvergütung nach Vertrag, Branche, Region und Ausbildungsjahr
AbschlussAbschluss- oder Gesellenprüfung vor der zuständigen Stelle
Berufsbild

Was macht man als Brauer/-in und Mälzer/-in?

Das Berufsprofil verbindet fachliche Planung, sichere Ausführung und nachvollziehbare Qualitätskontrolle. Die folgenden Aufgaben zeigen die berufstypischen Schwerpunkte.

Rohstoffe verarbeiten

  • Getreide, Hopfen, Wasser, Hefe und Hilfsstoffe prüfen
  • Mälzen, Schroten, Maischen, Läutern und Würzekochen vorbereiten
  • Energie-, Wasser- und Stoffströme nachhaltig planen

Getränke herstellen

  • Würze kühlen, Hefe propagieren und Gärung steuern
  • Jungbier reifen, lagern, filtrieren und stabilisieren
  • Bier, Mischgetränke und alkoholfreie Produkte abfüllen

Qualität und Anlagen sichern

  • Sensorische, chemisch-technische und mikrobiologische Prüfungen durchführen
  • Anlagen reinigen, desinfizieren, warten und Störungen bearbeiten
  • Chargen, Prozessdaten und Hygienenachweise dokumentieren
Wichtige Einordnung: Die modernisierte Ausbildung von 2021 verbindet Brau- und Mälzereiprozesse; sie ist nicht auf reines Bedienen einer Abfüllanlage beschränkt.
Einstieg

Welche Voraussetzungen sind wichtig?

Formaler Zugang

  • Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben
  • Ausbildungsvertrag mit einem geeigneten Ausbildungsbetrieb
  • Auswahlkriterien legt der Ausbildungsbetrieb fest
  • Gesundheitliche Eignung entsprechend den konkreten Tätigkeiten

Persönliche Stärken

  • Sorgfalt und Verantwortungsbewusstsein
  • Praktisches beziehungsweise technisches Verständnis
  • Zuverlässige Team- und Kommunikationsfähigkeit
  • Planvolles Arbeiten und gute Beobachtung
  • Bereitschaft zum Lernen und Dokumentieren
  • Sicherheits- und Qualitätsbewusstsein
Vor der Anmeldung prüfen: Maßgeblich sind die aktuelle Ausbildungs- oder Schulordnung, die Prüfungsordnung und die verbindlichen Angaben des konkreten Anbieters.
Betrieb und Berufsschule

Wie ist die duale Ausbildung aufgebaut?

Die Ausbildung dauert regulär 36 Monate. Betrieb und Berufsschule vermitteln die berufliche Handlungsfähigkeit anhand realer Aufträge; überbetriebliche Lehrgänge können die betriebliche Praxis ergänzen.

Im Ausbildungsbetrieb

  • Getreide, Hopfen, Wasser, Hefe und Hilfsstoffe prüfen
  • Würze kühlen, Hefe propagieren und Gärung steuern
  • Sensorische, chemisch-technische und mikrobiologische Prüfungen durchführen
  • Arbeitsaufträge planen, durchführen, dokumentieren und auswerten
  • Arbeitsschutz, Umwelt- und Qualitätsvorgaben anwenden

In der Berufsschule

  • Rohstoffkunde
  • Hefe und Gärung
  • Mikrobiologie
  • Wirtschafts- und Sozialkunde sowie berufsbezogene Kommunikation
  • Digitalisierung, Nachhaltigkeit, Recht und Sicherheit einbeziehen
Landesrecht beachten: Maßgeblich sind die aktuelle Ausbildungs- oder Schulordnung, die Prüfungsordnung und die verbindlichen Angaben des konkreten Anbieters.
Berufliche Themenfelder

Welche Inhalte gehören zur Ausbildung?

Die Themenfelder verdichten das aktuelle Berufsprofil und dienen der redaktionellen Orientierung. Reihenfolge und Benennung ersetzen keinen amtlichen Ausbildungs-, Rahmenlehr- oder Lehrplan.

Grundlagen und PlanungAufträge verstehen und vorbereiten
  1. 01 Rohstoffkunde
    Rohstoffkunde berufstypisch verstehen, praktisch anwenden und Ergebnisse fachgerecht prüfen
  2. 02 Mälzen
    Mälzen berufstypisch verstehen, praktisch anwenden und Ergebnisse fachgerecht prüfen
  3. 03 Maischen und Läutern
    Maischen und Läutern berufstypisch verstehen, praktisch anwenden und Ergebnisse fachgerecht prüfen
  4. 04 Würzebereitung
    Würzebereitung berufstypisch verstehen, praktisch anwenden und Ergebnisse fachgerecht prüfen
Fachpraxis und VerfahrenBerufstypische Prozesse sicher ausführen
  1. 05 Hefe und Gärung
    Hefe und Gärung berufstypisch verstehen, praktisch anwenden und Ergebnisse fachgerecht prüfen
  2. 06 Reifung und Filtration
    Reifung und Filtration berufstypisch verstehen, praktisch anwenden und Ergebnisse fachgerecht prüfen
  3. 07 Abfüllung
    Abfüllung berufstypisch verstehen, praktisch anwenden und Ergebnisse fachgerecht prüfen
  4. 08 Anlagen- und Versorgungstechnik
    Anlagen- und Versorgungstechnik berufstypisch verstehen, praktisch anwenden und Ergebnisse fachgerecht prüfen
Qualität und VerantwortungErgebnisse prüfen und weiterentwickeln
  1. 09 Mikrobiologie
    Mikrobiologie berufstypisch verstehen, praktisch anwenden und Ergebnisse fachgerecht prüfen
  2. 10 Sensorik und Analytik
    Sensorik und Analytik berufstypisch verstehen, praktisch anwenden und Ergebnisse fachgerecht prüfen
  3. 11 Hygiene und Reinigung
    Hygiene und Reinigung berufstypisch verstehen, praktisch anwenden und Ergebnisse fachgerecht prüfen
  4. 12 Energie- und Wassermanagement
    Energie- und Wassermanagement berufstypisch verstehen, praktisch anwenden und Ergebnisse fachgerecht prüfen
Für die Schule verbindlich: Maßgeblich sind die aktuelle Ausbildungs- oder Schulordnung, die Prüfungsordnung und die verbindlichen Angaben des konkreten Anbieters.
Leistungsnachweise und Abschluss

Wie kann die Abschlussprüfung aufgebaut sein?

Die Prüfung verbindet berufstypische Arbeitsaufgaben mit schriftlichen Aufgaben und Wirtschafts- und Sozialkunde. Aufbau, Gewichtung und Zeiten richten sich nach der für den Ausbildungsbeginn geltenden Verordnung.

BBiG / HwOTeil 1

Teil 1 der Abschluss- oder Gesellenprüfung

Ein erster verbindlicher Prüfungsteil erfasst grundlegende berufliche Handlungskompetenz und geht in das Gesamtergebnis ein.

BBiG / HwOPraxis

Teil 2: berufstypischer Auftrag

Eine komplexe praktische Aufgabe wird geplant, ausgeführt, geprüft, dokumentiert und in einem Gespräch fachlich begründet.

BBiG / HwOTeil 2

Teil 2: schriftliche Bereiche

Weitere Prüfungsbereiche sowie Wirtschafts- und Sozialkunde prüfen Analyse, Planung und fachliche Begründung.

Prüfungsordnung prüfen: Prüfungsfächer, Zeiten, Gewichtung, Hilfsmittel und Bestehensregeln sind der für den Ausbildungsbeginn geltenden Prüfungsordnung zu entnehmen.
Finanzielle Rahmenbedingungen

Ausbildungsvergütung und laufende Kosten

Auszubildende erhalten eine vertraglich vereinbarte Vergütung. Ihre Höhe richtet sich nach Branche, Tarifbindung, Region und Ausbildungsjahr; deshalb werden hier keine pauschalen Eurobeträge genannt.

Mögliche Eigenkosten

  • Fahrtkosten zu Betrieb, Berufsschule und Lehrgängen
  • Persönliche Arbeitskleidung oder ergänzende Ausrüstung nach Vertragslage
  • Unterkunft oder Verpflegung bei Blockunterricht
  • Private Lernmittel oder Prüfungsvorbereitung

Mögliche Unterstützung

  • Ausbildungsvergütung des Betriebs
  • Berufsausbildungsbeihilfe bei erfüllten Voraussetzungen
  • Unterstützung für Fahrt oder Unterkunft nach den jeweils geltenden Regeln
  • Beratung durch Berufsberatung, Betrieb und zuständige Stelle
Vertrag und Tarif prüfen: Vergütung, Arbeitszeit, Urlaub, Lernmittel sowie Fahrt- und Unterbringungskosten sollten vor Vertragsabschluss schriftlich geklärt werden.
Beschäftigung

Wo kann man arbeiten?

Brauer/-in und Mälzer/-in arbeiten in berufsspezifischen Betrieben und Einrichtungen. Einsatzgebiet und Arbeitsumgebung hängen von Arbeitgeber, Auftrag und individueller Vertiefung ab.

Typische Arbeitgeber

  • Brauereien und Mälzereien
  • Hersteller alkoholfreier Getränke
  • Getränke-, Lebensmittel- und Zulieferindustrie

Berufliche Einsatzfelder

  • Sudhaus und Gärkeller
  • Filtration und Abfüllung
  • Labor und Qualitätssicherung

Arbeitsumgebung

  • Produktionsanlagen und Tanks
  • Kühl-, Lager- und Reinigungsbereiche
  • Teilweise Schichtbetrieb
Nach dem Abschluss

Berufseinstieg und Weiterbildung

Nach dem Abschluss sind fachliche Spezialisierung, geregelte Aufstiegsfortbildungen und bei vorhandenem Hochschulzugang ein Studium möglich.

Fachliche Vertiefung

  • Craft- und Spezialbiere
  • Alkoholfreie Getränke
  • Betriebs- und Prozesslabor

Aufstieg und Weiterbildung

  • Brauer- und Mälzermeister/-in
  • Techniker/-in Lebensmitteltechnik
  • Industriemeister/-in Lebensmittel

Studium bei Hochschulzugang

  • Brauwesen und Getränketechnologie
  • Lebensmitteltechnologie
  • Biotechnologie
Berufliche Entwicklung: Digitalisierung, Nachhaltigkeit, Fachkräftesicherung und steigende Qualitätsanforderungen verändern Arbeitsmittel und Prozesse. Fachwissen, sichere Praxis und dokumentierte Qualität bleiben entscheidend.
Kurz beantwortet

Häufige Fragen zum Bildungsgang

Ist dies eine duale Ausbildung?

Ja, Betrieb und Berufsschule.

Wie lange dauert die Ausbildung?

36 Monate

Welcher Schulabschluss wird benötigt?

Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben

Wird eine Vergütung gezahlt?

Ja, nach Ausbildungsvertrag und gegebenenfalls Tarifvertrag.

Welche Inhalte sind besonders berufstypisch?

Rohstoffkunde, Mälzen, Maischen und Läutern, Würzebereitung.

Wo arbeitet man später?

Brauereien und Mälzereien, Hersteller alkoholfreier Getränke, Getränke-, Lebensmittel- und Zulieferindustrie.

Welche Regeln sind verbindlich?

Die aktuelle Ausbildungs-, Schul- und Prüfungsordnung sowie die Vorgaben der zuständigen Stelle.

Welche Weiterbildung ist möglich?

Brauer- und Mälzermeister/-in, Techniker/-in Lebensmitteltechnik, Industriemeister/-in Lebensmittel.

Geprüfte Grundlagen

Quellen zum Nachlesen

Redaktionell geprüft am 31. Juli 2026. Berufsstatus, Dauer, Aufgaben und Ausbildungsstruktur wurden mit den angegebenen amtlichen beziehungsweise offiziellen Quellen abgeglichen. Maßgeblich sind die aktuelle Ausbildungs- oder Schulordnung, die Prüfungsordnung und die verbindlichen Angaben des konkreten Anbieters.

Praxispartner und Werbepartner

Ausbildungsbetriebe und Praxispartner für Brauer/-in und Mälzer/-in

Betriebe, Schulen und fachnahe Praxispartner können hier transparent Ausbildungsplätze, Praktika und Einstiegsmöglichkeiten vorstellen.

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Alle acht Werbeplätze sind einzeln im Script enthalten. Da kein berufsspezifischer Buchungslink vorgegeben wurde, bleiben sämtliche Schaltflächen ohne Link und tragen den Hinweis „In Kürze möglich“.

TPM-Media Lernangebote

Berufsspezifischer Fragenkatalog

Für diesen Bildungsgang ist ein berufsspezifischer Fragenkatalog vorgesehen. Da mit der Berufsliste weder Fragenzahl noch Seitenumfang oder Produktlink übermittelt wurden, enthält das Script keine geschätzten Produktangaben.

Lern- und PrüfungskonzeptSchule, Wiederholung und Prüfungsvorbereitung

Fragenkatalog Brauer/-in und Mälzer/-in

Der geplante Fragenkatalog soll die dargestellten Aufgaben, Fachthemen, Sicherheitsregeln und Prüfungsanforderungen abdecken. Fragenzahl, Seitenumfang und Produktlink werden erst nach abgeschlossener Produktplanung ergänzt.

Rohstoffkunde, Mälzen, Maischen und Läutern, Würzebereitung, Hefe und Gärung, Reifung und Filtration, AbfüllungUmfang wird nach Produktplanung ergänztLösungen und Kurzerklärungen vorgesehenKein bestätigter Produktlink vorgegeben
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Produkt- und Buchungsstatus geprüft am 31. Juli 2026.