Brunnenbauer/-in (m/w/d)

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Brunnenbauer/-in (m/w/d)

Brunnenbauerinnen und -bauer erschließen Wasser und Erdwärme, stellen Bohrungen, Brunnen, Messstellen und geothermische Anlagen her und installieren, sanieren oder betreiben Förder- und Aufbereitungstechnik.

Anerkannter dualer AusbildungsberufRegeldauer: 36 MonateZuständigkeitsbereich: Handwerk sowie Industrie und HandelAusbildungsbetrieb und BerufsschuleBundesrechtlich geregelte AusbildungInformationsstand: 31. Juli 2026
AusbildungsartDuale Berufsausbildung
Regeldauer36 Monate
LernorteAusbildungsbetrieb, Berufsschule und gegebenenfalls überbetriebliche Unterweisung
ZugangRechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben
VergütungAusbildungsvergütung nach Vertrag, Branche, Region und Ausbildungsjahr
AbschlussAbschluss- oder Gesellenprüfung vor der zuständigen Stelle
Berufsbild

Was macht man als Brunnenbauer/-in?

Das Berufsprofil verbindet fachliche Planung, sichere Ausführung und nachvollziehbare Qualitätskontrolle. Die folgenden Aufgaben zeigen die berufstypischen Schwerpunkte.

Baugrund erschließen

  • Auftrag, Baugrunddaten, Leitungen und Bohrverfahren prüfen
  • Baustelle, Bohrgerät, Verbau und Wasserhaltung einrichten
  • Vertikale und horizontale Bohrungen herstellen und dokumentieren

Brunnen ausbauen

  • Bohrungen zu Brunnen, Messstellen oder Erdwärmeanlagen ausbauen
  • Filter, Rohre, Dichtungen, Abschlussbauwerke und Armaturen einbauen
  • Pumpen, Förder-, Versorgungs- und Aufbereitungsanlagen installieren

Anlagen erhalten

  • Pumpversuche, Messungen und Funktionsprüfungen durchführen
  • Brunnen regenerieren, sanieren, instand halten oder zurückbauen
  • Schichtenverzeichnisse, Messwerte und Qualitätsnachweise führen
Wichtige Einordnung: Die ab 1. August 2026 geltende Tiefbau-Ausbildungsordnung erweitert und aktualisiert das Profil insbesondere für Geothermie, digitale Dokumentation und nachhaltigen Baustellenbetrieb.
Einstieg

Welche Voraussetzungen sind wichtig?

Formaler Zugang

  • Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben
  • Ausbildungsvertrag mit einem geeigneten Ausbildungsbetrieb
  • Auswahlkriterien legt der Ausbildungsbetrieb fest
  • Gesundheitliche Eignung entsprechend den konkreten Tätigkeiten

Persönliche Stärken

  • Sorgfalt und Verantwortungsbewusstsein
  • Praktisches beziehungsweise technisches Verständnis
  • Zuverlässige Team- und Kommunikationsfähigkeit
  • Planvolles Arbeiten und gute Beobachtung
  • Bereitschaft zum Lernen und Dokumentieren
  • Sicherheits- und Qualitätsbewusstsein
Vor der Anmeldung prüfen: Für Ausbildungsbeginn ab 1. August 2026 gilt die neu geordnete Tiefbauberufeausbildungsverordnung. Bei früherem Beginn gelten Übergangs- und Altregelungen.
Betrieb und Berufsschule

Wie ist die duale Ausbildung aufgebaut?

Die Ausbildung dauert regulär 36 Monate. Betrieb und Berufsschule vermitteln die berufliche Handlungsfähigkeit anhand realer Aufträge; überbetriebliche Lehrgänge können die betriebliche Praxis ergänzen.

Im Ausbildungsbetrieb

  • Auftrag, Baugrunddaten, Leitungen und Bohrverfahren prüfen
  • Bohrungen zu Brunnen, Messstellen oder Erdwärmeanlagen ausbauen
  • Pumpversuche, Messungen und Funktionsprüfungen durchführen
  • Arbeitsaufträge planen, durchführen, dokumentieren und auswerten
  • Arbeitsschutz, Umwelt- und Qualitätsvorgaben anwenden

In der Berufsschule

  • Baugrund und Geologie
  • Brunnenausbau
  • Pumpversuch und Messtechnik
  • Wirtschafts- und Sozialkunde sowie berufsbezogene Kommunikation
  • Digitalisierung, Nachhaltigkeit, Recht und Sicherheit einbeziehen
Landesrecht beachten: Für Ausbildungsbeginn ab 1. August 2026 gilt die neu geordnete Tiefbauberufeausbildungsverordnung. Bei früherem Beginn gelten Übergangs- und Altregelungen.
Berufliche Themenfelder

Welche Inhalte gehören zur Ausbildung?

Die Themenfelder verdichten das aktuelle Berufsprofil und dienen der redaktionellen Orientierung. Reihenfolge und Benennung ersetzen keinen amtlichen Ausbildungs-, Rahmenlehr- oder Lehrplan.

Grundlagen und PlanungAufträge verstehen und vorbereiten
  1. 01 Baugrund und Geologie
    Baugrund und Geologie berufstypisch verstehen, praktisch anwenden und Ergebnisse fachgerecht prüfen
  2. 02 Vermessung und Leitungsortung
    Vermessung und Leitungsortung berufstypisch verstehen, praktisch anwenden und Ergebnisse fachgerecht prüfen
  3. 03 Bohrverfahren
    Bohrverfahren berufstypisch verstehen, praktisch anwenden und Ergebnisse fachgerecht prüfen
  4. 04 Bohrgeräte
    Bohrgeräte berufstypisch verstehen, praktisch anwenden und Ergebnisse fachgerecht prüfen
Fachpraxis und VerfahrenBerufstypische Prozesse sicher ausführen
  1. 05 Brunnenausbau
    Brunnenausbau berufstypisch verstehen, praktisch anwenden und Ergebnisse fachgerecht prüfen
  2. 06 Grundwassermessstellen
    Grundwassermessstellen berufstypisch verstehen, praktisch anwenden und Ergebnisse fachgerecht prüfen
  3. 07 Geothermische Anlagen
    Geothermische Anlagen berufstypisch verstehen, praktisch anwenden und Ergebnisse fachgerecht prüfen
  4. 08 Pumpen und Wasseraufbereitung
    Pumpen und Wasseraufbereitung berufstypisch verstehen, praktisch anwenden und Ergebnisse fachgerecht prüfen
Qualität und VerantwortungErgebnisse prüfen und weiterentwickeln
  1. 09 Pumpversuch und Messtechnik
    Pumpversuch und Messtechnik berufstypisch verstehen, praktisch anwenden und Ergebnisse fachgerecht prüfen
  2. 10 Sanierung und Rückbau
    Sanierung und Rückbau berufstypisch verstehen, praktisch anwenden und Ergebnisse fachgerecht prüfen
  3. 11 Baustellen- und Gewässerschutz
    Baustellen- und Gewässerschutz berufstypisch verstehen, praktisch anwenden und Ergebnisse fachgerecht prüfen
  4. 12 Dokumentation
    Dokumentation berufstypisch verstehen, praktisch anwenden und Ergebnisse fachgerecht prüfen
Für die Schule verbindlich: Für Ausbildungsbeginn ab 1. August 2026 gilt die neu geordnete Tiefbauberufeausbildungsverordnung. Bei früherem Beginn gelten Übergangs- und Altregelungen.
Leistungsnachweise und Abschluss

Wie kann die Abschlussprüfung aufgebaut sein?

Die Prüfung verbindet berufstypische Arbeitsaufgaben mit schriftlichen Aufgaben und Wirtschafts- und Sozialkunde. Aufbau, Gewichtung und Zeiten richten sich nach der für den Ausbildungsbeginn geltenden Verordnung.

BBiG / HwOTeil 1

Teil 1 der Abschluss- oder Gesellenprüfung

Ein erster verbindlicher Prüfungsteil erfasst grundlegende berufliche Handlungskompetenz und geht in das Gesamtergebnis ein.

BBiG / HwOPraxis

Teil 2: berufstypischer Auftrag

Eine komplexe praktische Aufgabe wird geplant, ausgeführt, geprüft, dokumentiert und in einem Gespräch fachlich begründet.

BBiG / HwOTeil 2

Teil 2: schriftliche Bereiche

Weitere Prüfungsbereiche sowie Wirtschafts- und Sozialkunde prüfen Analyse, Planung und fachliche Begründung.

Prüfungsordnung prüfen: Prüfungsfächer, Zeiten, Gewichtung, Hilfsmittel und Bestehensregeln sind der für den Ausbildungsbeginn geltenden Prüfungsordnung zu entnehmen.
Finanzielle Rahmenbedingungen

Ausbildungsvergütung und laufende Kosten

Auszubildende erhalten eine vertraglich vereinbarte Vergütung. Ihre Höhe richtet sich nach Branche, Tarifbindung, Region und Ausbildungsjahr; deshalb werden hier keine pauschalen Eurobeträge genannt.

Mögliche Eigenkosten

  • Fahrtkosten zu Betrieb, Berufsschule und Lehrgängen
  • Persönliche Arbeitskleidung oder ergänzende Ausrüstung nach Vertragslage
  • Unterkunft oder Verpflegung bei Blockunterricht
  • Private Lernmittel oder Prüfungsvorbereitung

Mögliche Unterstützung

  • Ausbildungsvergütung des Betriebs
  • Berufsausbildungsbeihilfe bei erfüllten Voraussetzungen
  • Unterstützung für Fahrt oder Unterkunft nach den jeweils geltenden Regeln
  • Beratung durch Berufsberatung, Betrieb und zuständige Stelle
Vertrag und Tarif prüfen: Vergütung, Arbeitszeit, Urlaub, Lernmittel sowie Fahrt- und Unterbringungskosten sollten vor Vertragsabschluss schriftlich geklärt werden.
Beschäftigung

Wo kann man arbeiten?

Brunnenbauer/-in arbeiten in berufsspezifischen Betrieben und Einrichtungen. Einsatzgebiet und Arbeitsumgebung hängen von Arbeitgeber, Auftrag und individueller Vertiefung ab.

Typische Arbeitgeber

  • Brunnenbauunternehmen
  • Spezialtiefbau- und Geothermiebetriebe
  • Unternehmen für Baugrundaufschluss und Wassertechnik

Berufliche Einsatzfelder

  • Bohrung und Ausbau
  • Wasserförderung und Aufbereitung
  • Sanierung und Instandhaltung

Arbeitsumgebung

  • Baustelle und Bohrplatz
  • Werkstatt und Maschinenbereich
  • Wechselnde Außeneinsätze
Nach dem Abschluss

Berufseinstieg und Weiterbildung

Nach dem Abschluss sind fachliche Spezialisierung, geregelte Aufstiegsfortbildungen und bei vorhandenem Hochschulzugang ein Studium möglich.

Fachliche Vertiefung

  • Geothermie
  • Wasseraufbereitung
  • Bohr- und Messtechnik

Aufstieg und Weiterbildung

  • Brunnenbauermeister/-in
  • Werkpolier/-in im Baugewerbe
  • Techniker/-in Bautechnik

Studium bei Hochschulzugang

  • Bauingenieurwesen
  • Geotechnik
  • Umwelt- und Wasserwirtschaft
Berufliche Entwicklung: Digitalisierung, Nachhaltigkeit, Fachkräftesicherung und steigende Qualitätsanforderungen verändern Arbeitsmittel und Prozesse. Fachwissen, sichere Praxis und dokumentierte Qualität bleiben entscheidend.
Kurz beantwortet

Häufige Fragen zum Bildungsgang

Ist dies eine duale Ausbildung?

Ja, Betrieb und Berufsschule.

Wie lange dauert die Ausbildung?

36 Monate

Welcher Schulabschluss wird benötigt?

Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben

Wird eine Vergütung gezahlt?

Ja, nach Ausbildungsvertrag und gegebenenfalls Tarifvertrag.

Welche Inhalte sind besonders berufstypisch?

Baugrund und Geologie, Vermessung und Leitungsortung, Bohrverfahren, Bohrgeräte.

Wo arbeitet man später?

Brunnenbauunternehmen, Spezialtiefbau- und Geothermiebetriebe, Unternehmen für Baugrundaufschluss und Wassertechnik.

Welche Regeln sind verbindlich?

Die aktuelle Ausbildungs-, Schul- und Prüfungsordnung sowie die Vorgaben der zuständigen Stelle.

Welche Weiterbildung ist möglich?

Brunnenbauermeister/-in, Werkpolier/-in im Baugewerbe, Techniker/-in Bautechnik.

Geprüfte Grundlagen

Quellen zum Nachlesen

Redaktionell geprüft am 31. Juli 2026. Berufsstatus, Dauer, Aufgaben und Ausbildungsstruktur wurden mit den angegebenen amtlichen beziehungsweise offiziellen Quellen abgeglichen. Für Ausbildungsbeginn ab 1. August 2026 gilt die neu geordnete Tiefbauberufeausbildungsverordnung. Bei früherem Beginn gelten Übergangs- und Altregelungen.

Praxispartner und Werbepartner

Ausbildungsbetriebe und Praxispartner für Brunnenbauer/-in

Betriebe, Schulen und fachnahe Praxispartner können hier transparent Ausbildungsplätze, Praktika und Einstiegsmöglichkeiten vorstellen.

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Alle acht Werbeplätze sind einzeln im Script enthalten. Da kein berufsspezifischer Buchungslink vorgegeben wurde, bleiben sämtliche Schaltflächen ohne Link und tragen den Hinweis „In Kürze möglich“.

TPM-Media Lernangebote

Berufsspezifischer Fragenkatalog

Für diesen Bildungsgang ist ein berufsspezifischer Fragenkatalog vorgesehen. Da mit der Berufsliste weder Fragenzahl noch Seitenumfang oder Produktlink übermittelt wurden, enthält das Script keine geschätzten Produktangaben.

Lern- und PrüfungskonzeptSchule, Wiederholung und Prüfungsvorbereitung

Fragenkatalog Brunnenbauer/-in

Der geplante Fragenkatalog soll die dargestellten Aufgaben, Fachthemen, Sicherheitsregeln und Prüfungsanforderungen abdecken. Fragenzahl, Seitenumfang und Produktlink werden erst nach abgeschlossener Produktplanung ergänzt.

Baugrund und Geologie, Vermessung und Leitungsortung, Bohrverfahren, Bohrgeräte, Brunnenausbau, Grundwassermessstellen, Geothermische AnlagenUmfang wird nach Produktplanung ergänztLösungen und Kurzerklärungen vorgesehenKein bestätigter Produktlink vorgegeben
Produktseite wird ergänzt

Produkt- und Buchungsstatus geprüft am 31. Juli 2026.