Flugplatz Achmer (ICAO EDXA)
Ausführliches Standortprofil des Sonderlandeplatzes Achmer bei Bramsche in Niedersachsen. Die Seite bündelt technische Flugplatzdaten, die Grasbahn 07/25, örtliche Anflug- und Platzrundeninformationen, PPR-Betrieb, Segelflug, Windenstart, Motorflug, Flugausbildung, Vereinsstruktur, Kunstflug, Standortgeschichte und die Lage zwischen Bramsche-Achmer und Westerkappeln.

Achmer im Überblick
Der Flugplatz Achmer liegt südwestlich von Bramsche im Ortsteil Achmer im Landkreis Osnabrück, Niedersachsen. Er trägt die ICAO-Kennung EDXA und wird vom Osnabrücker Verein für Luftfahrt e.V. betrieben. Der Platz ist eng mit der Geschichte des Osnabrücker Luftsports verbunden.
Der heutige Sonderlandeplatz ist vor allem durch Segelflug geprägt. Die Motorflugbahn liegt auf der südlichen Seite des Geländes; daneben beziehungsweise nördlich davon befinden sich die Segelfluglandefläche und die für den Windenstart genutzte Schleppstrecke. Motorsegler und Motorflugzeuge gehören ebenfalls zum zugelassenen Betrieb.
Der Verein pflegt Flugplatzgelände, Hallen und Infrastruktur weitgehend in Eigenregie. Halle 1 zwischen Straße und Mittellandkanal beherbergt das Clubheim und dient zugleich als erste Anlaufstelle für Interessenten, Besucher und mögliche neue Vereinsmitglieder.
Technische Daten und Standortinformationen
- BezeichnungFlugplatz Achmer
- ICAOEDXA
- EinordnungSonderlandeplatz
- OrtBramsche-Achmer
- LandkreisLandkreis Osnabrück
- BundeslandNiedersachsen
- KoordinatenN 52°22,65′ · E 07°54,81′
- Platzhöhe177 ft
- BetreiberOsnabrücker Verein für Luftfahrt e.V.
- Start-/Landebahn07/25 · 940 × 30 m · Gras
- Windenschleppstreckeca. 1.100 m
- Segelfluglandeflächezwischen Motorflugbahn und Windenschleppstrecke
- Platzrundesüdlich des Flugplatzes
- FunkACHMER INFO 123.055 MHz
- FISBREMEN INFORMATION 119.825 MHz
- BetriebszeitPPR / Ansprechpartner Vorstand
- Zugelassene LuftfahrzeugeSegelflugzeuge, Motorsegler und Motorflugzeuge; Betreiber nennt zusätzlich Genehmigung für Luftschiffbetrieb
- FlugausbildungSegelflugausbildung im Osnabrücker Verein für Luftfahrt
- ClubheimHalle 1 zwischen Straße und Mittellandkanal
- AnschriftWesterkappelner Straße 50 · 49565 Bramsche-Achmer
Grasbahn 07/25, Segelflugbetrieb und örtliche Anfluginformationen
Die Motorflugbahn des Flugplatzes Achmer besitzt die Ausrichtung 07/25 und misst nach Betreiberangaben 940 × 30 Meter. Der Belag ist Gras. Südlich des Platzes befindet sich außerdem die ungefähr 1.100 Meter lange Windenschleppstrecke; zwischen diesen Bereichen liegt die Segelfluglandebahn.
Am Flugplatz findet regelmäßig Segelflugbetrieb statt. Die Platzrunde befindet sich südlich des Platzes. Wegen des möglichen gleichzeitigen Motor-, Segel- und Windenstartbetriebs müssen an- und abfliegende Piloten die aktuelle Verkehrslage und die örtlichen Verfahren besonders aufmerksam beachten.
RWY 07 / 25
940 × 30 Meter Gras. Für reale Flugplanung sind die jeweils aktuellen AIP-Daten und veröffentlichten Betriebsinformationen maßgeblich.
Segelflug & Windenstart
Die Windenschleppstrecke misst laut Betreiber rund 1.100 Meter. Segelflug- und Motorflugbetrieb können am Standort parallel eine Rolle spielen.
Platzrunde
Die veröffentlichte Platzrunde liegt südlich des Flugplatzes. Aktuelle Sichtanflugkarte, AIP, NOTAM und Betreiberhinweise sind vor jedem Flug zu prüfen.
Flugbetrieb, PPR und Besucherbetrieb
Der Flugplatz Achmer wird vereinsgetragen betrieben. Für an- und abfliegende Luftfahrzeuge gilt nach den veröffentlichten Betreiberinformationen PPR. Die Abstimmung erfolgt mit dem Verein beziehungsweise den dafür benannten Ansprechpartnern. Vor jedem Anflug sollte der aktuelle Betriebsstatus direkt beim Betreiber geprüft werden.
| Betriebsregelung | PPR / Ansprechpartner Vorstand. Die aktuelle Zustimmung und Betriebsbereitschaft sind vor dem Flug einzuholen. |
|---|---|
| Funk | ACHMER INFO 123.055 MHz. |
| FIS | BREMEN INFORMATION 119.825 MHz. |
| Segelflugbetrieb | Regelmäßiger Segelflug- und Windenstartbetrieb. Die Platzrunde liegt südlich. |
| Gastbetrieb | Der Verein veröffentlicht für Gastflüge saisonale Zeiten vom 1. März bis 31. Oktober, samstags 14–17 Uhr und sonntags 12–17 Uhr. Aktuelle Abweichungen bitte direkt beim Verein prüfen. |
| Zugelassener Betrieb | Segelflugzeuge, Motorsegler und Motorflugzeuge; der Verein nennt zusätzlich eine Genehmigung für Luftschiffbetrieb. |
| Clubheim | Halle 1 zwischen Landstraße und Mittellandkanal dient als Clubheim und Anlaufstelle. |
Osnabrücker Verein für Luftfahrt und Flugplatzinfrastruktur
Der Osnabrücker Verein für Luftfahrt e.V. (OVfL) betreibt den Flugplatz Achmer ehrenamtlich und pflegt nach eigener Darstellung das Gelände und die Infrastruktur weitgehend in Eigenregie. Der Verein blickt auf eine mehr als hundertjährige Geschichte des Luftsports im Raum Osnabrück zurück.
Der Standort umfasst Flugzeughallen, Clubheim, Segelflug- und Motorflugbetriebsflächen sowie die für den Windenstart notwendige Infrastruktur. Die Verbindung von Verein, Flugplatzbetrieb und eigener Ausbildung prägt Achmer bis heute.
Vereinsgetragener Flugplatz
Pflege, Ausbau und laufender Betrieb werden in erheblichem Umfang durch Vereinsmitglieder und ehrenamtliches Engagement getragen.
Clubheim in Halle 1
Das Clubheim liegt im Gebäude zwischen Straße und Mittellandkanal und ist eine zentrale Anlaufstelle für Mitglieder, Gäste und Interessenten.
Segelflug als Schwerpunkt
Segelflug, Schulung, Streckenflug und Kunstflug gehören zu den prägenden fliegerischen Aktivitäten des Vereins.
Kunstflug und besondere Luftsporttradition
Der Segelkunstflug hat in Achmer eine eigene Tradition. Nach Betreiberangaben wurden bereits ab 1988 Kunstfluglehrgänge mit der ASK 21 durchgeführt. Später kamen weitere Kunstflugaktivitäten und ein eigenes Kunstflugzeug hinzu.
Ein besonderer Höhepunkt war die erfolgreiche Ausrichtung der Deutschen Kunstflugmeisterschaft 1996 in Achmer. Damit besitzt der Standort neben der klassischen Schulung auch eine ausgeprägte sportliche Komponente.
Segelflug, Flugausbildung und Gastflüge
Die Ausbildung zum Segelflugzeugführer ist ein zentraler Bestandteil des Vereinsbetriebs. Nach den aktuellen Vereinsinformationen kann die Ausbildung bereits ab dem 14. Lebensjahr begonnen werden. Sie umfasst einen praktischen und theoretischen Teil und endet mit der entsprechenden Luftfahrerscheinprüfung.
Segelflugausbildung
Der OVfL beschreibt eine vollständige vereinsinterne Segelflugausbildung mit ehrenamtlichen Fluglehrern. Der erste Alleinflug wird im Durchschnitt nach etwa 50 bis 100 Schulstarts erreicht.
Schnupperkurse
Interessenten können über Schnupperkurse mehrere Windenstarts mit Fluglehrer absolvieren und den Ablauf eines vollständigen Segelflugtages kennenlernen.
Strecken- und Kunstflug
Nach der Grundausbildung können Thermik-, Strecken- und weitere fliegerische Fähigkeiten vertieft werden. Auch Segelkunstflug gehört zur langen Achmer-Tradition.
Ausbildungsbetrieb im Verein
Die Ausbildung wird durch ehrenamtliche Fluglehrer getragen. Der Verein nennt für die vollständige Segelflugausbildung typischerweise einen Zeitraum von ungefähr zwei bis drei Jahren, abhängig vom persönlichen Engagement und den verfügbaren Flugtagen.
Gastflüge und Kennenlernen des Luftsports
Für Besucher veröffentlicht der Verein saisonale Gastflugzeiten. Interessenten können den Flugplatz, den Vereinsbetrieb und das Segelfliegen damit zunächst kennenlernen, bevor sie sich für eine Ausbildung oder Mitgliedschaft entscheiden.
Vom Fliegerhorst zum traditionsreichen Luftsportstandort
Die Geschichte Achmers als Flugplatz reicht in die 1930er Jahre zurück. Nachdem das frühere Osnabrücker Fluggelände Netterheide 1935 geschlossen wurde, sollte in Achmer ein neuer Flugplatz entstehen. Ab 1936 wurde das Gelände vom damaligen Deutschen Reich übernommen und zum Militärflugplatz beziehungsweise späteren Fliegerhorst Achmer ausgebaut.
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde der Flugbetrieb vollständig verboten. Das Fluggelände wurde zerstört und anschließend zeitweise als militärisches Übungsgelände genutzt. Der zivile Luftsport in Deutschland musste sich nach dem Krieg zunächst vollständig neu entwickeln.
Ab 1960 nutzte der wieder aktive Osnabrücker Verein für Luftfahrt den Platz Achmer allein für den Segelflug. 1962 entstand Halle 1. Ab 1967 kam wieder Motorflug hinzu, insbesondere zum Schleppen von Segelflugzeugen. In diesem Zeitraum wurde der Platz als Sonderlandeplatz zugelassen.
Ausbau durch den Verein
Zwischen 1970 und 2000 wurde der Flugplatz nach Vereinsangaben weitgehend mit Eigenmitteln und in Eigenarbeit weiter ausgebaut. Neue Flugzeughallen und weitere Infrastruktur entstanden und schufen die Grundlage für den heutigen Vereins- und Ausbildungsbetrieb.
Mehr als ein Jahrhundert Osnabrücker Luftsport
Der OVfL selbst blickt auf eine Geschichte zurück, die bis 1909 reicht. 2009 feierte der Verein sein hundertjähriges Bestehen mit großen Flugtagen am Flugplatz Achmer. Damit ist der Platz heute nicht nur Fluggelände, sondern zugleich ein wichtiger Erinnerungsort der Osnabrücker Luftfahrtgeschichte.
Standort zwischen Bramsche-Achmer und Westerkappeln
Der Flugplatz liegt direkt an der Landstraße 77 zwischen Bramsche-Achmer und Westerkappeln. Das Gelände befindet sich südlich des Mittellandkanals und ist über die Straßenverbindungen im Raum Bramsche gut erreichbar.
Die Lage außerhalb dichter Bebauung und die langgestreckten Grasflächen bieten gute Voraussetzungen für den Segelflugbetrieb. Die Nähe zu Bramsche und Osnabrück bindet den Platz zugleich an einen größeren regionalen Einzugsbereich an.
Besucher: Wer den Verein oder den Segelflug kennenlernen möchte, sollte sich an den veröffentlichten Gastflugzeiten orientieren und vor der Anreise die aktuelle Durchführung beim OVfL prüfen.
Flugplatzbetreiber und Kontakt
Betreiber des Flugplatzes Achmer ist der Osnabrücker Verein für Luftfahrt e.V.. Für PPR, aktuelle Betriebsbereitschaft, Gastflüge, örtliche Verfahren, Ausbildung und Vereinsfragen sollte unmittelbar der Betreiber kontaktiert werden.
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Quellen und redaktioneller Datenabgleich