Klempner/-in (m/w/d)
Klempnerinnen und Klempner stellen Bauteile aus Blechen für Dächer, Fassaden und Entwässerung her und montieren sie. Sie beherrschen Aufmaß, Zuschnitt, Falz-, Löt- und Fügetechniken sowie sichere Arbeiten in der Höhe; der Beruf ist nicht mit Anlagenmechanik SHK gleichzusetzen.
Aufgaben und berufliche Verantwortung
Klempnerinnen und Klempner stellen Bauteile aus Blechen für Dächer, Fassaden und Entwässerung her und montieren sie. Sie beherrschen Aufmaß, Zuschnitt, Falz-, Löt- und Fügetechniken sowie sichere Arbeiten in der Höhe; der Beruf ist nicht mit Anlagenmechanik SHK gleichzusetzen.
Typische Kernaufgaben
- Dach- und Fassadenflächen aufmessen: Aufträge und Ausgangslagen fachgerecht analysieren, geeignete Verfahren auswählen und Ergebnisse kontrollieren.
- Bleche zuschneiden, kanten und runden: Aufträge und Ausgangslagen fachgerecht analysieren, geeignete Verfahren auswählen und Ergebnisse kontrollieren.
- Falze, Nähte und Lötverbindungen herstellen: Aufträge und Ausgangslagen fachgerecht analysieren, geeignete Verfahren auswählen und Ergebnisse kontrollieren.
- Dachentwässerungen und Abdeckungen montieren: Aufträge und Ausgangslagen fachgerecht analysieren, geeignete Verfahren auswählen und Ergebnisse kontrollieren.
- Unterkonstruktionen und Bekleidungen fertigen: Aufträge und Ausgangslagen fachgerecht analysieren, geeignete Verfahren auswählen und Ergebnisse kontrollieren.
- Dichtheit, Befestigung und Korrosionsschutz prüfen: Aufträge und Ausgangslagen fachgerecht analysieren, geeignete Verfahren auswählen und Ergebnisse kontrollieren.
Verantwortung im Arbeitsprozess
Klempner/-in übernehmen Verantwortung für fachgerechte Planung, sichere Durchführung, Qualitätskontrolle und vollständige Dokumentation. Je nach Einsatzfeld kommen Kundenkontakt, Termin- und Kostensteuerung, Datenschutz, Arbeitsschutz oder gesetzlich geregelte Nachweise hinzu.
Berufliche Entscheidungen müssen technisch beziehungsweise kaufmännisch begründet, mit Beteiligten abgestimmt und bei Abweichungen systematisch korrigiert werden.
Formale Voraussetzungen und persönliche Stärken
Formaler Zugang
Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben; handwerkliches Geschick, räumliches Denken und Zuverlässigkeit sind besonders wichtig.
Ausbildungsbetriebe oder Schulen können zusätzlich Praktika, gesundheitliche Nachweise, Sprachniveau, Führungszeugnis oder bestimmte Noten verlangen. Verbindlich ist nur die Regelung des konkreten Ausbildungsorts.
Hilfreiche Stärken
- ausgeprägtes handwerkliches Geschick
- sicheres räumliches Vorstellungsvermögen
- präzises Arbeiten
- Materialgefühl und Qualitätsbewusstsein
- körperliche Belastbarkeit im berufstypischen Rahmen
- selbstständige Planung und verlässliche Teamarbeit
Ausbildungsform, Lernorte und Dauer
Rechtsstatus
Anerkannter dualer Ausbildungsberuf nach BBiG und Handwerksordnung
Ausbildungsordnung nach BBiG/HwO und abgestimmter KMK-Rahmenlehrplan
Lernorte
Ausbildungsbetrieb, Berufsschule und überbetriebliche Lehrgänge
Praxisaufträge, Unterricht und selbstständige Vor- und Nachbereitung greifen ineinander.
Dauer
3,5 Jahre
Verkürzung, Verlängerung, Teilzeit und Anrechnung bedürfen der rechtlichen Voraussetzungen und einer formalen Entscheidung.
Zentrale Ausbildungs- und Lernbereiche
Die folgende Gliederung verdichtet die berufsspezifischen Kompetenzfelder. Bei dualen Berufen bleiben Ausbildungsordnung und KMK-Rahmenlehrplan verbindlich; bei schulischen Ausbildungen gilt der Lehrplan des jeweiligen Landes und Bildungsgangs.
-
01Dach- und Fassadenflächen aufmessen
Berufliche Situationen planen, durchführen, prüfen und nachvollziehbar dokumentieren -
02Bleche zuschneiden, kanten und runden
Berufliche Situationen planen, durchführen, prüfen und nachvollziehbar dokumentieren -
03Falze, Nähte und Lötverbindungen herstellen
Berufliche Situationen planen, durchführen, prüfen und nachvollziehbar dokumentieren -
04Dachentwässerungen und Abdeckungen montieren
Berufliche Situationen planen, durchführen, prüfen und nachvollziehbar dokumentieren
-
05Unterkonstruktionen und Bekleidungen fertigen
Berufliche Situationen planen, durchführen, prüfen und nachvollziehbar dokumentieren -
06Dichtheit, Befestigung und Korrosionsschutz prüfen
Berufliche Situationen planen, durchführen, prüfen und nachvollziehbar dokumentieren -
07Kundenaufträge, Maße, Skizzen und technische Unterlagen auswerten
Berufliche Situationen planen, durchführen, prüfen und nachvollziehbar dokumentieren -
08Werk- und Hilfsstoffe fachgerecht auswählen und lagern
Berufliche Situationen planen, durchführen, prüfen und nachvollziehbar dokumentieren
-
09Werkzeuge, Maschinen und Vorrichtungen einrichten und pflegen
Berufliche Situationen planen, durchführen, prüfen und nachvollziehbar dokumentieren -
10Bauteile oder Erzeugnisse herstellen, bearbeiten und montieren
Berufliche Situationen planen, durchführen, prüfen und nachvollziehbar dokumentieren -
11Maßhaltigkeit, Funktion, Oberfläche und Qualität prüfen
Berufliche Situationen planen, durchführen, prüfen und nachvollziehbar dokumentieren -
12Arbeitsschutz, Umweltschutz und nachhaltigen Materialeinsatz sichern
Berufliche Situationen planen, durchführen, prüfen und nachvollziehbar dokumentieren
Prüfungen und Abschluss
Prüfungsstruktur
Zwischenprüfung und Gesellenprüfung nach der geltenden Ausbildungsordnung.
Anwendungsorientierte Leistungen
Geprüft werden nicht nur Einzelkenntnisse, sondern das fachgerechte Planen, Durchführen, Kontrollieren und Begründen berufstypischer Aufgaben. Praktische, schriftliche und gegebenenfalls mündliche Anteile richten sich nach der verbindlichen Ordnung.
Vergütung, Kosten und Förderung
Vertragliche Ausbildungsvergütung; die Höhe richtet sich nach Gewerk, Tarifbindung, Region und Ausbildungsjahr.
Mögliche Kosten
Fahrten, Lernmittel, Arbeits- oder Schutzkleidung, Unterkunft sowie gegebenenfalls Prüfungs- oder Schulgebühren. Kostenübernahmen vorab klären.
Mögliche Unterstützung
Je nach Ausbildungsform kommen Ausbildungsvergütung, Berufsausbildungsbeihilfe, Schüler-BAföG, Bildungskredit, Wohngeld oder Leistungen des Trägers in Betracht.
Typische Arbeitgeber und Arbeitsorte
Arbeitgeber und Branche
Klempner- und Spenglerbetriebe
Betrieblicher Einsatz
Dach- und Fassadenbauunternehmen
Weiteres Arbeitsfeld
Metallverarbeitende Handwerksbetriebe
Berufseinstieg und Weiterbildung
Fachliche Vertiefung
Klempnermeister/-in
Aufstiegsweiterbildung
Techniker/-in Metallbautechnik
Studium und Entwicklung
Studium Bauingenieurwesen oder Fassadentechnik
Häufige Fragen
Welche Ausbildungsform gilt?
Anerkannter dualer Ausbildungsberuf nach BBiG und Handwerksordnung. Die konkreten Regelungen ergeben sich aus der genannten Rechtsgrundlage.
Wie lange dauert die Ausbildung?
Die reguläre beziehungsweise typische Dauer beträgt 3,5 Jahre. Verkürzung, Teilzeit oder schulische Varianten sind nur nach der jeweils geltenden Regelung möglich.
Welcher Schulabschluss wird verlangt?
Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben; handwerkliches Geschick, räumliches Denken und Zuverlässigkeit sind besonders wichtig.
Wird eine Ausbildungsvergütung gezahlt?
Vertragliche Ausbildungsvergütung; die Höhe richtet sich nach Gewerk, Tarifbindung, Region und Ausbildungsjahr.
Wie ist die Prüfung aufgebaut?
Zwischenprüfung und Gesellenprüfung nach der geltenden Ausbildungsordnung. Prüfungsbereiche, Gewichtungen und Bestehensregeln sind vor dem Prüfungstermin bei der zuständigen Stelle zu prüfen.
Wo bestehen Beschäftigungsmöglichkeiten?
Klempner- und Spenglerbetriebe, Dach- und Fassadenbauunternehmen, Metallverarbeitende Handwerksbetriebe.
Welche Fachthemen sind besonders wichtig?
Dach- und Fassadenflächen aufmessen, Bleche zuschneiden, kanten und runden, Falze, Nähte und Lötverbindungen herstellen, Dachentwässerungen und Abdeckungen montieren, Unterkonstruktionen und Bekleidungen fertigen, Dichtheit, Befestigung und Korrosionsschutz prüfen.
Welche Weiterbildung passt zum Abschluss?
Klempnermeister/-in, Techniker/-in Metallbautechnik, Studium Bauingenieurwesen oder Fassadentechnik. Zulassungsvoraussetzungen sind beim jeweiligen Anbieter zu prüfen.
Quellen und Prüfvermerk
- BIBB: Ausbildungsprofil Klempner/Klempnerin (Hw)
- KMK: Rahmenlehrpläne für anerkannte Ausbildungsberufe
Redaktionell und hinsichtlich des veröffentlichten Produktbestands geprüft am 04.08.2026. Bei landesrechtlichen oder schulisch unterschiedlich benannten Bildungsgängen müssen Zugang, Stundentafel, Praktikumsumfang und Prüfungsform zusätzlich am vorgesehenen Ausbildungsort bestätigt werden.
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