Modist/-in (m/w/d)
Modistinnen und Modisten entwerfen, fertigen, ändern und reparieren Kopfbedeckungen. Sie formen Filz, Stroh und textile Materialien, entwickeln Schnitt- und Drapierlösungen und beraten zu Stil, Anlass, Passform und Pflege.
Aufgaben und berufliche Verantwortung
Modistinnen und Modisten entwerfen, fertigen, ändern und reparieren Kopfbedeckungen. Sie formen Filz, Stroh und textile Materialien, entwickeln Schnitt- und Drapierlösungen und beraten zu Stil, Anlass, Passform und Pflege.
Typische Kernaufgaben
- Kunden beraten und Kopfumfang ermitteln: Aufträge und Ausgangslagen fachgerecht analysieren, geeignete Verfahren auswählen und Ergebnisse kontrollieren.
- Modelle entwerfen und Materialien auswählen: Aufträge und Ausgangslagen fachgerecht analysieren, geeignete Verfahren auswählen und Ergebnisse kontrollieren.
- Filz und Stroh dämpfen und formen: Aufträge und Ausgangslagen fachgerecht analysieren, geeignete Verfahren auswählen und Ergebnisse kontrollieren.
- Textile Kopfbedeckungen zuschneiden und nähen: Aufträge und Ausgangslagen fachgerecht analysieren, geeignete Verfahren auswählen und Ergebnisse kontrollieren.
- Garnituren und Verzierungen anbringen: Aufträge und Ausgangslagen fachgerecht analysieren, geeignete Verfahren auswählen und Ergebnisse kontrollieren.
- Passform prüfen und Modelle ändern: Aufträge und Ausgangslagen fachgerecht analysieren, geeignete Verfahren auswählen und Ergebnisse kontrollieren.
Verantwortung im Arbeitsprozess
Modist/-in übernehmen Verantwortung für fachgerechte Planung, sichere Durchführung, Qualitätskontrolle und vollständige Dokumentation. Je nach Einsatzfeld kommen Kundenkontakt, Termin- und Kostensteuerung, Datenschutz, Arbeitsschutz oder gesetzlich geregelte Nachweise hinzu.
Berufliche Entscheidungen müssen technisch beziehungsweise kaufmännisch begründet, mit Beteiligten abgestimmt und bei Abweichungen systematisch korrigiert werden.
Formale Voraussetzungen und persönliche Stärken
Formaler Zugang
Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben; handwerkliches Geschick, räumliches Denken und Zuverlässigkeit sind besonders wichtig.
Ausbildungsbetriebe oder Schulen können zusätzlich Praktika, gesundheitliche Nachweise, Sprachniveau, Führungszeugnis oder bestimmte Noten verlangen. Verbindlich ist nur die Regelung des konkreten Ausbildungsorts.
Hilfreiche Stärken
- ausgeprägtes handwerkliches Geschick
- sicheres räumliches Vorstellungsvermögen
- präzises Arbeiten
- Materialgefühl und Qualitätsbewusstsein
- körperliche Belastbarkeit im berufstypischen Rahmen
- selbstständige Planung und verlässliche Teamarbeit
Ausbildungsform, Lernorte und Dauer
Rechtsstatus
Anerkannter dualer Ausbildungsberuf nach BBiG und Handwerksordnung
Ausbildungsordnung nach BBiG/HwO und abgestimmter KMK-Rahmenlehrplan
Lernorte
Ausbildungsbetrieb, Berufsschule und überbetriebliche Lehrgänge
Praxisaufträge, Unterricht und selbstständige Vor- und Nachbereitung greifen ineinander.
Dauer
3 Jahre
Verkürzung, Verlängerung, Teilzeit und Anrechnung bedürfen der rechtlichen Voraussetzungen und einer formalen Entscheidung.
Zentrale Ausbildungs- und Lernbereiche
Die folgende Gliederung verdichtet die berufsspezifischen Kompetenzfelder. Bei dualen Berufen bleiben Ausbildungsordnung und KMK-Rahmenlehrplan verbindlich; bei schulischen Ausbildungen gilt der Lehrplan des jeweiligen Landes und Bildungsgangs.
-
01Kunden beraten und Kopfumfang ermitteln
Berufliche Situationen planen, durchführen, prüfen und nachvollziehbar dokumentieren -
02Modelle entwerfen und Materialien auswählen
Berufliche Situationen planen, durchführen, prüfen und nachvollziehbar dokumentieren -
03Filz und Stroh dämpfen und formen
Berufliche Situationen planen, durchführen, prüfen und nachvollziehbar dokumentieren -
04Textile Kopfbedeckungen zuschneiden und nähen
Berufliche Situationen planen, durchführen, prüfen und nachvollziehbar dokumentieren
-
05Garnituren und Verzierungen anbringen
Berufliche Situationen planen, durchführen, prüfen und nachvollziehbar dokumentieren -
06Passform prüfen und Modelle ändern
Berufliche Situationen planen, durchführen, prüfen und nachvollziehbar dokumentieren -
07Kundenaufträge, Maße, Skizzen und technische Unterlagen auswerten
Berufliche Situationen planen, durchführen, prüfen und nachvollziehbar dokumentieren -
08Werk- und Hilfsstoffe fachgerecht auswählen und lagern
Berufliche Situationen planen, durchführen, prüfen und nachvollziehbar dokumentieren
-
09Werkzeuge, Maschinen und Vorrichtungen einrichten und pflegen
Berufliche Situationen planen, durchführen, prüfen und nachvollziehbar dokumentieren -
10Bauteile oder Erzeugnisse herstellen, bearbeiten und montieren
Berufliche Situationen planen, durchführen, prüfen und nachvollziehbar dokumentieren -
11Maßhaltigkeit, Funktion, Oberfläche und Qualität prüfen
Berufliche Situationen planen, durchführen, prüfen und nachvollziehbar dokumentieren -
12Arbeitsschutz, Umweltschutz und nachhaltigen Materialeinsatz sichern
Berufliche Situationen planen, durchführen, prüfen und nachvollziehbar dokumentieren
Prüfungen und Abschluss
Prüfungsstruktur
Zwischenprüfung und Gesellenprüfung nach der geltenden Ausbildungsordnung.
Anwendungsorientierte Leistungen
Geprüft werden nicht nur Einzelkenntnisse, sondern das fachgerechte Planen, Durchführen, Kontrollieren und Begründen berufstypischer Aufgaben. Praktische, schriftliche und gegebenenfalls mündliche Anteile richten sich nach der verbindlichen Ordnung.
Vergütung, Kosten und Förderung
Vertragliche Ausbildungsvergütung; die Höhe richtet sich nach Gewerk, Tarifbindung, Region und Ausbildungsjahr.
Mögliche Kosten
Fahrten, Lernmittel, Arbeits- oder Schutzkleidung, Unterkunft sowie gegebenenfalls Prüfungs- oder Schulgebühren. Kostenübernahmen vorab klären.
Mögliche Unterstützung
Je nach Ausbildungsform kommen Ausbildungsvergütung, Berufsausbildungsbeihilfe, Schüler-BAföG, Bildungskredit, Wohngeld oder Leistungen des Trägers in Betracht.
Typische Arbeitgeber und Arbeitsorte
Arbeitgeber und Branche
Modistenateliers und Hutgeschäfte
Betrieblicher Einsatz
Mode-, Theater- und Kostümwerkstätten
Weiteres Arbeitsfeld
Designmanufakturen und Filmproduktionen
Berufseinstieg und Weiterbildung
Fachliche Vertiefung
Modistenmeister/-in
Aufstiegsweiterbildung
Gestalter/-in im Handwerk
Studium und Entwicklung
Studium Mode- oder Kostümdesign
Häufige Fragen
Welche Ausbildungsform gilt?
Anerkannter dualer Ausbildungsberuf nach BBiG und Handwerksordnung. Die konkreten Regelungen ergeben sich aus der genannten Rechtsgrundlage.
Wie lange dauert die Ausbildung?
Die reguläre beziehungsweise typische Dauer beträgt 3 Jahre. Verkürzung, Teilzeit oder schulische Varianten sind nur nach der jeweils geltenden Regelung möglich.
Welcher Schulabschluss wird verlangt?
Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben; handwerkliches Geschick, räumliches Denken und Zuverlässigkeit sind besonders wichtig.
Wird eine Ausbildungsvergütung gezahlt?
Vertragliche Ausbildungsvergütung; die Höhe richtet sich nach Gewerk, Tarifbindung, Region und Ausbildungsjahr.
Wie ist die Prüfung aufgebaut?
Zwischenprüfung und Gesellenprüfung nach der geltenden Ausbildungsordnung. Prüfungsbereiche, Gewichtungen und Bestehensregeln sind vor dem Prüfungstermin bei der zuständigen Stelle zu prüfen.
Wo bestehen Beschäftigungsmöglichkeiten?
Modistenateliers und Hutgeschäfte, Mode-, Theater- und Kostümwerkstätten, Designmanufakturen und Filmproduktionen.
Welche Fachthemen sind besonders wichtig?
Kunden beraten und Kopfumfang ermitteln, Modelle entwerfen und Materialien auswählen, Filz und Stroh dämpfen und formen, Textile Kopfbedeckungen zuschneiden und nähen, Garnituren und Verzierungen anbringen, Passform prüfen und Modelle ändern.
Welche Weiterbildung passt zum Abschluss?
Modistenmeister/-in, Gestalter/-in im Handwerk, Studium Mode- oder Kostümdesign. Zulassungsvoraussetzungen sind beim jeweiligen Anbieter zu prüfen.
Quellen und Prüfvermerk
- BIBB: Ausbildungsprofil Modist/Modistin (Hw, IH)
- KMK: Rahmenlehrpläne für anerkannte Ausbildungsberufe
Redaktionell und hinsichtlich des veröffentlichten Produktbestands geprüft am 04.08.2026. Bei landesrechtlichen oder schulisch unterschiedlich benannten Bildungsgängen müssen Zugang, Stundentafel, Praktikumsumfang und Prüfungsform zusätzlich am vorgesehenen Ausbildungsort bestätigt werden.
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