Notarfachangestellte/r (m/w/d)
Notarfachangestellte bereiten Beurkundungen und Beglaubigungen vor, führen Urkundenrollen und Akten, überwachen Fristen und veranlassen Vollzugsschritte. Sie bearbeiten besonders sensible Vorgänge aus Grundstücks-, Familien-, Erb- und Gesellschaftsrecht.
Aufgaben und berufliche Verantwortung
Notarfachangestellte bereiten Beurkundungen und Beglaubigungen vor, führen Urkundenrollen und Akten, überwachen Fristen und veranlassen Vollzugsschritte. Sie bearbeiten besonders sensible Vorgänge aus Grundstücks-, Familien-, Erb- und Gesellschaftsrecht.
Typische Kernaufgaben
- Beteiligte identifizieren und Vorgänge anlegen: Aufträge und Ausgangslagen fachgerecht analysieren, geeignete Verfahren auswählen und Ergebnisse kontrollieren.
- Urkundenentwürfe und Beurkundungen vorbereiten: Aufträge und Ausgangslagen fachgerecht analysieren, geeignete Verfahren auswählen und Ergebnisse kontrollieren.
- Grundbuch- und Registerdaten beschaffen: Aufträge und Ausgangslagen fachgerecht analysieren, geeignete Verfahren auswählen und Ergebnisse kontrollieren.
- Vollzug, Fristen und Wiedervorlagen überwachen: Aufträge und Ausgangslagen fachgerecht analysieren, geeignete Verfahren auswählen und Ergebnisse kontrollieren.
- Gebühren und Auslagen berechnen: Aufträge und Ausgangslagen fachgerecht analysieren, geeignete Verfahren auswählen und Ergebnisse kontrollieren.
- Elektronischen Rechtsverkehr und Verwahrung organisieren: Aufträge und Ausgangslagen fachgerecht analysieren, geeignete Verfahren auswählen und Ergebnisse kontrollieren.
Verantwortung im Arbeitsprozess
Notarfachangestellte/r übernehmen Verantwortung für fachgerechte Planung, sichere Durchführung, Qualitätskontrolle und vollständige Dokumentation. Je nach Einsatzfeld kommen Kundenkontakt, Termin- und Kostensteuerung, Datenschutz, Arbeitsschutz oder gesetzlich geregelte Nachweise hinzu.
Berufliche Entscheidungen müssen technisch beziehungsweise kaufmännisch begründet, mit Beteiligten abgestimmt und bei Abweichungen systematisch korrigiert werden.
Formale Voraussetzungen und persönliche Stärken
Formaler Zugang
Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben; Kanzleien achten besonders auf Deutsch, Sorgfalt, Verschwiegenheit und Rechtsverständnis.
Ausbildungsbetriebe oder Schulen können zusätzlich Praktika, gesundheitliche Nachweise, Sprachniveau, Führungszeugnis oder bestimmte Noten verlangen. Verbindlich ist nur die Regelung des konkreten Ausbildungsorts.
Hilfreiche Stärken
- sehr sichere deutsche Sprache
- absolute Sorgfalt bei Fristen und Daten
- Interesse an Recht und Verwaltung
- Diskretion und Verantwortungsbewusstsein
- kaufmännisches Verständnis
- ruhige Kommunikation in anspruchsvollen Situationen
Ausbildungsform, Lernorte und Dauer
Rechtsstatus
Anerkannter dualer Ausbildungsberuf nach BBiG
Berufsspezifische Ausbildungsordnung nach BBiG und abgestimmter KMK-Rahmenlehrplan
Lernorte
Ausbildungskanzlei beziehungsweise Notariat und Berufsschule
Praxisaufträge, Unterricht und selbstständige Vor- und Nachbereitung greifen ineinander.
Dauer
3 Jahre
Verkürzung, Verlängerung, Teilzeit und Anrechnung bedürfen der rechtlichen Voraussetzungen und einer formalen Entscheidung.
Zentrale Ausbildungs- und Lernbereiche
Die folgende Gliederung verdichtet die berufsspezifischen Kompetenzfelder. Bei dualen Berufen bleiben Ausbildungsordnung und KMK-Rahmenlehrplan verbindlich; bei schulischen Ausbildungen gilt der Lehrplan des jeweiligen Landes und Bildungsgangs.
-
01Beteiligte identifizieren und Vorgänge anlegen
Berufliche Situationen planen, durchführen, prüfen und nachvollziehbar dokumentieren -
02Urkundenentwürfe und Beurkundungen vorbereiten
Berufliche Situationen planen, durchführen, prüfen und nachvollziehbar dokumentieren -
03Grundbuch- und Registerdaten beschaffen
Berufliche Situationen planen, durchführen, prüfen und nachvollziehbar dokumentieren -
04Vollzug, Fristen und Wiedervorlagen überwachen
Berufliche Situationen planen, durchführen, prüfen und nachvollziehbar dokumentieren
-
05Gebühren und Auslagen berechnen
Berufliche Situationen planen, durchführen, prüfen und nachvollziehbar dokumentieren -
06Elektronischen Rechtsverkehr und Verwahrung organisieren
Berufliche Situationen planen, durchführen, prüfen und nachvollziehbar dokumentieren -
07Mandats-, Beteiligten- und Fristenmanagement
Berufliche Situationen planen, durchführen, prüfen und nachvollziehbar dokumentieren -
08Rechtsanwendung und sichere Aktenführung
Berufliche Situationen planen, durchführen, prüfen und nachvollziehbar dokumentieren
-
09Gebühren, Kosten, Rechnungen und Zahlungsverkehr
Berufliche Situationen planen, durchführen, prüfen und nachvollziehbar dokumentieren -
10Digitale Kanzleiorganisation und elektronischer Rechtsverkehr
Berufliche Situationen planen, durchführen, prüfen und nachvollziehbar dokumentieren -
11Verschwiegenheit, Datenschutz und Identitätsprüfung
Berufliche Situationen planen, durchführen, prüfen und nachvollziehbar dokumentieren -
12Professionelle Kommunikation mit Gerichten, Behörden und Beteiligten
Berufliche Situationen planen, durchführen, prüfen und nachvollziehbar dokumentieren
Prüfungen und Abschluss
Prüfungsstruktur
Zwischenprüfung und Abschlussprüfung nach der geltenden ReNoPat-Ausbildungsordnung.
Anwendungsorientierte Leistungen
Geprüft werden nicht nur Einzelkenntnisse, sondern das fachgerechte Planen, Durchführen, Kontrollieren und Begründen berufstypischer Aufgaben. Praktische, schriftliche und gegebenenfalls mündliche Anteile richten sich nach der verbindlichen Ordnung.
Vergütung, Kosten und Förderung
Vertragliche Ausbildungsvergütung; Höhe nach zuständiger Kammer, Region und Ausbildungsjahr.
Mögliche Kosten
Fahrten, Lernmittel, Arbeits- oder Schutzkleidung, Unterkunft sowie gegebenenfalls Prüfungs- oder Schulgebühren. Kostenübernahmen vorab klären.
Mögliche Unterstützung
Je nach Ausbildungsform kommen Ausbildungsvergütung, Berufsausbildungsbeihilfe, Schüler-BAföG, Bildungskredit, Wohngeld oder Leistungen des Trägers in Betracht.
Typische Arbeitgeber und Arbeitsorte
Arbeitgeber und Branche
Notariate
Betrieblicher Einsatz
Anwaltsnotariate
Weiteres Arbeitsfeld
Notarkammern und verwandte Rechtsdienstleister
Berufseinstieg und Weiterbildung
Fachliche Vertiefung
Notarfachwirt/-in
Aufstiegsweiterbildung
Büro- oder Kanzleileitung
Studium und Entwicklung
Studium Rechtspflege oder Wirtschaftsrecht
Häufige Fragen
Welche Ausbildungsform gilt?
Anerkannter dualer Ausbildungsberuf nach BBiG. Die konkreten Regelungen ergeben sich aus der genannten Rechtsgrundlage.
Wie lange dauert die Ausbildung?
Die reguläre beziehungsweise typische Dauer beträgt 3 Jahre. Verkürzung, Teilzeit oder schulische Varianten sind nur nach der jeweils geltenden Regelung möglich.
Welcher Schulabschluss wird verlangt?
Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben; Kanzleien achten besonders auf Deutsch, Sorgfalt, Verschwiegenheit und Rechtsverständnis.
Wird eine Ausbildungsvergütung gezahlt?
Vertragliche Ausbildungsvergütung; Höhe nach zuständiger Kammer, Region und Ausbildungsjahr.
Wie ist die Prüfung aufgebaut?
Zwischenprüfung und Abschlussprüfung nach der geltenden ReNoPat-Ausbildungsordnung. Prüfungsbereiche, Gewichtungen und Bestehensregeln sind vor dem Prüfungstermin bei der zuständigen Stelle zu prüfen.
Wo bestehen Beschäftigungsmöglichkeiten?
Notariate, Anwaltsnotariate, Notarkammern und verwandte Rechtsdienstleister.
Welche Fachthemen sind besonders wichtig?
Beteiligte identifizieren und Vorgänge anlegen, Urkundenentwürfe und Beurkundungen vorbereiten, Grundbuch- und Registerdaten beschaffen, Vollzug, Fristen und Wiedervorlagen überwachen, Gebühren und Auslagen berechnen, Elektronischen Rechtsverkehr und Verwahrung organisieren.
Welche Weiterbildung passt zum Abschluss?
Notarfachwirt/-in, Büro- oder Kanzleileitung, Studium Rechtspflege oder Wirtschaftsrecht. Zulassungsvoraussetzungen sind beim jeweiligen Anbieter zu prüfen.
Quellen und Prüfvermerk
Redaktionell und hinsichtlich des veröffentlichten Produktbestands geprüft am 04.08.2026. Bei landesrechtlichen oder schulisch unterschiedlich benannten Bildungsgängen müssen Zugang, Stundentafel, Praktikumsumfang und Prüfungsform zusätzlich am vorgesehenen Ausbildungsort bestätigt werden.
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