Anwendungsentwickler

Zurück zum VerzeichnisFortbildungsberufe stellen sich vor

Anwendungsentwickler/Anwendungsentwicklerin (m/w/d)

Anwendungsentwicklerinnen und Anwendungsentwickler analysieren Anforderungen, entwickeln prozedurale und objektorientierte Software sowie Web- und Datenbankanwendungen und sichern deren Qualität.

Fortbildungsprüfung nach Regelungen mehrerer HandwerkskammernKammerregelungen aus den Jahren 2005 bis 2008Jeweils zuständige HandwerkskammerAnwendungsentwickler/Anwendungsentwicklerin nach KammerregelungÜberprüft am 3. August 2026
FortbildungsartKammerrechtliche IT-Fortbildung im Handwerk
DauerJe nach Lehrgangsform und zuständiger Stelle unterschiedlich
LernorteVorbereitungslehrgang, Selbststudium und Berufspraxis
ZugangBerufsausbildung und IT-Grundkenntnisse oder einschlägige Berufspraxis nach der jeweiligen Kammerregelung
Prüfende StelleJeweils zuständige Handwerkskammer
AbschlussAnwendungsentwickler/Anwendungsentwicklerin nach Kammerregelung
Berufsbild

Welche Aufgaben prägen diese Qualifikation?

Anwendungsentwicklerinnen und Anwendungsentwickler analysieren Anforderungen, entwickeln prozedurale und objektorientierte Software sowie Web- und Datenbankanwendungen und sichern deren Qualität.

Anforderungen analysieren

  • Geschäftsprozesse und Nutzeranforderungen aufnehmen
  • Datenmodelle, Schnittstellen und Systemumgebungen planen
  • Lösungsvarianten technisch und wirtschaftlich bewerten

Software entwickeln

  • Prozedurale und objektorientierte Programme erstellen
  • Web-, Datenbank- und betriebliche Anwendungen umsetzen
  • Versionierung, Dokumentation und Wiederverwendbarkeit sicherstellen

Qualität und Betrieb sichern

  • Tests planen, Fehler lokalisieren und Korrekturen durchführen
  • Datenschutz und IT-Sicherheit berücksichtigen
  • Anwendungen einführen, warten und Anwender unterstützen
Wichtige Einordnung: Die Bezeichnung ist nicht mit der dualen Fachinformatiker-Ausbildung gleichzusetzen. BERUFENET ordnet die Qualifikation als Baustein im Fortbildungsweg zur Betriebsinformatik ein; konkrete Zulassung und Prüfung richten sich nach der zuständigen Handwerkskammer.
Einstieg

Welche Voraussetzungen sind wichtig?

Formaler Zugang

  • Einschlägiger anerkannter Ausbildungsabschluss und IT-Grundkenntnisse nach Kammerregelung
  • Alternativ einschlägige mehrjährige Berufspraxis
  • Vorbereitungslehrgänge können modular aufgebaut sein
  • Zulassung und mögliche Anrechnung von Teilqualifikationen vorab bei der zuständigen HWK klären

Persönliche und fachliche Stärken

  • Logisches und abstrahierendes Denken
  • Sichere Programmier- und Datenbankgrundlagen
  • Systematische Fehlersuche und Qualitätsbewusstsein
  • Kommunikationsfähigkeit an der Schnittstelle von Fachbereich und IT
Vor der Anmeldung: Die prüfende Stelle entscheidet verbindlich über die Zulassung. Lehrgangsanbieter können zusätzliche Aufnahmebedingungen festlegen.
Vorbereitung und Berufspraxis

Wie ist die Fortbildung aufgebaut?

Die Fortbildung baut auf beruflicher Vorbildung und Praxis auf. Vorbereitungslehrgänge unterstützen die Prüfungsvorbereitung, ersetzen aber nicht die formale Zulassungsentscheidung der zuständigen Stelle.

SoftwaregrundlagenMethoden und Werkzeuge
  1. 01Algorithmen und Datenstrukturen
  2. 02Programmiersprachen und Entwicklungsumgebungen
  3. 03Versionsverwaltung und Dokumentation
AnwendungsentwicklungProzedural, objektorientiert und webbasiert
  1. 01Softwareentwurf und Implementierung
  2. 02Datenbanken und Schnittstellen
  3. 03Webanwendungen und Benutzeroberflächen
Projekt und PrüfungKammerbezogener Abschluss
  1. 01Anwendungsprojekt oder praxisbezogene Aufgaben
  2. 02Qualitätssicherung und Präsentation
  3. 03Prüfungsform nach der jeweiligen HWK-Regelung
Rechtsgrundlage beachten: Inhalte eines Lehrgangs müssen zur aktuell geltenden Fortbildungs- oder Prüfungsregelung passen.
Berufsbezogene Fachinhalte

Welche Themen gehören zur Fortbildung?

Die folgenden Themenfelder verdichten das fachliche Profil. Sie ersetzen keine amtliche Prüfungsordnung und keine verbindliche Stoffgliederung der zuständigen Stelle.

Analyse und Entwurf

  • Anforderungsmanagement
  • Softwarearchitektur
  • Datenmodellierung
  • Projektplanung

Implementierung

  • Prozedurale Programmierung
  • Objektorientierte Entwicklung
  • Web- und Datenbankanwendungen
  • Schnittstellen

Qualität und Betrieb

  • Testverfahren
  • Fehlerbehandlung
  • IT-Sicherheit und Datenschutz
  • Dokumentation und Anwenderschulung
Leistungsnachweise und Abschluss

Wie kann die Prüfung aufgebaut sein?

Maßgeblich sind ausschließlich die für den Prüfungszeitpunkt geltende Rechtsgrundlage, die Prüfungsordnung und die Ladung der zuständigen Stelle.

Nach Kammerregelung

Zulassung

Abschluss, Berufspraxis und IT-Vorkenntnisse werden von der zuständigen Handwerkskammer bewertet.

Kammerabhängig

Schriftliche beziehungsweise praktische Aufgaben

Typisch sind anwendungsbezogene Aufgaben zu Entwurf, Programmierung, Datenbanken und Qualitätssicherung.

Kammerabhängig

Projekt, Präsentation oder Fachgespräch

Die konkrete Kombination und Gewichtung ist ausschließlich der aktuell zuständigen Prüfungsregelung zu entnehmen.

Keine Übertragung aus ähnlichen Abschlüssen: Prüfungsbereiche, Zeiten und Bestehensregeln dürfen nicht aus einem ähnlich bezeichneten Fortbildungsberuf übernommen werden.
Finanzielle Rahmenbedingungen

Welche Kosten und Fördermöglichkeiten sind zu beachten?

Eine Fortbildung ist kein Ausbildungsverhältnis. Daher besteht grundsätzlich kein Anspruch auf Ausbildungsvergütung. Bei berufsbegleitender Teilnahme kann das Arbeitsentgelt nach dem bestehenden Beschäftigungsverhältnis weiterlaufen.

Mögliche Kosten

  • Lehrgangs-, Lernmittel- und Prüfungsgebühren sind möglich
  • Fahrt-, Übernachtungs- und Freistellungskosten können hinzukommen
  • Verbindliche Beträge vor der Anmeldung beim Anbieter und der prüfenden Stelle erfragen

Mögliche Finanzierung

  • Betriebliche Kostenübernahme oder Bildungsbudget prüfen
  • Steuerliche Berücksichtigung beruflich veranlasster Weiterbildung klären
  • Bei anerkannten Aufstiegsfortbildungen Förderfähigkeit nach AFBG individuell prüfen
Schriftlich kalkulieren: Lehrgang, Prüfung, Lernmittel, Reise, Freistellung und mögliche Wiederholungsgebühren sollten vor Vertragsabschluss vollständig erfasst werden.
Beschäftigung

Wo kann man mit dieser Qualifikation arbeiten?

Einsatzmöglichkeiten bestehen in IT-Abteilungen, Softwarehäusern, Handwerks- und Industrieunternehmen sowie bei technischen Dienstleistern.

Softwareentwicklung

  • Web- und Fachanwendungen
  • Datenbanken
  • Schnittstellen

Betriebliche IT

  • Anpassung von Standardsoftware
  • Automatisierung
  • Anwendungsbetreuung

Projekt und Support

  • Anforderungsanalyse
  • Test und Einführung
  • Anwenderschulung
Berufliche Entwicklung

Welche Perspektiven eröffnet die Fortbildung?

Die Fortbildung erweitert die berufliche Handlungsfähigkeit, garantiert aber weder eine bestimmte Position noch ein bestimmtes Einkommen. Entwicklungsmöglichkeiten hängen von Vorbildung, Berufspraxis, Betrieb und regionalem Arbeitsmarkt ab.

Entwicklung

  • Backend, Frontend oder Fullstack
  • ERP- und Datenbankentwicklung
  • Mobile Anwendungen

Architektur und Qualität

  • Softwarearchitektur
  • Testautomatisierung
  • IT-Sicherheit

Fortbildungsweg

  • Bachelor Professional in Betriebsinformatik
  • Projekt- und Prozessmanagement
  • Informatikstudium bei Hochschulzugang
Kurz beantwortet

Häufige Fragen zur Fortbildung

Ist dies eine Erstausbildung?

Nein. Es handelt sich um eine berufliche Fortbildung, Zusatzqualifikation oder Eignungsprüfung. Die genaue Einordnung steht im Statusbereich dieser Seite.

Wie lange dauert die Fortbildung?

Je nach Lehrgangsform und zuständiger Stelle unterschiedlich. Vorbereitungsdauer und rechtliche Prüfungszulassung sind voneinander zu unterscheiden.

Welche Voraussetzungen gelten?

Berufsausbildung und IT-Grundkenntnisse oder einschlägige Berufspraxis nach der jeweiligen Kammerregelung. Verbindlich entscheidet die zuständige Stelle anhand der maßgeblichen Regelung.

Wird eine Ausbildungsvergütung gezahlt?

Nein. Es besteht kein Ausbildungsverhältnis. Möglich sind Arbeitsentgelt aus einem bestehenden Beschäftigungsverhältnis oder eine individuelle Kostenübernahme.

Wer nimmt die Prüfung ab?

Jeweils zuständige Handwerkskammer.

Ist ein Vorbereitungslehrgang zwingend?

Nicht automatisch. Bei öffentlich-rechtlichen Fortbildungsprüfungen ist häufig die Prüfungszulassung entscheidend. Einzelne Kammer- oder Programmmodelle können jedoch Lehrgangs- oder Modulnachweise verlangen.

Ist bereits ein Produkt im TPM-Mediashop verlinkt?

Nein. Für diese Seite wurden keine bestätigten Fragenzahlen, Seitenzahlen oder Produktlinks übermittelt. Daher wird bewusst kein Produkt geschätzt oder fachfremd verlinkt.

Geprüfte Grundlagen

Offizielle und unmittelbar zuständige Quellen

Redaktionell überprüft am 3. August 2026. Bei kammer- oder anbieterbezogenen Regelungen müssen aktueller Status, Zulassung und Prüfungstermine vor einer Anmeldung direkt bestätigt werden.

Bildungspartner und Werbepartner

Softwarehäuser, IT-Abteilungen, Digitalagenturen und Technologieanbieter

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Lernprodukte für Anwendungsentwickler/Anwendungsentwicklerin

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Berufsspezifisches LernmaterialIn Vorbereitung

Anwendungsentwickler/Anwendungsentwicklerin (m/w/d)

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