Bachelor Professional in Betriebsinformatik (HwK) (m/w/d)
Die Fortbildung qualifiziert zur Planung, Umsetzung und wirtschaftlichen Steuerung betrieblicher Informationssysteme mit besonderem Bezug zu digitalen Prozessen in Handwerks- und Mittelstandsunternehmen.
Welche Aufgaben prägen diese Qualifikation?
Die Fortbildung qualifiziert zur Planung, Umsetzung und wirtschaftlichen Steuerung betrieblicher Informationssysteme mit besonderem Bezug zu digitalen Prozessen in Handwerks- und Mittelstandsunternehmen.
Informationssysteme planen
- Geschäftsprozesse und Anforderungen analysieren
- IT-Architekturen und Anwendungen auswählen
- Datenmodelle und Schnittstellen konzipieren
Lösungen umsetzen
- Anwendungen, Datenbanken und Netze integrieren
- Informationssicherheit und Datenschutz berücksichtigen
- Tests, Migration und Einführung organisieren
IT wirtschaftlich steuern
- Projekte, Budgets und Dienstleister koordinieren
- Nutzende beraten und qualifizieren
- Betrieb, Support und Weiterentwicklung kontrollieren
Welche Voraussetzungen sind wichtig?
Formaler Zugang
- IT-nahe oder handwerkliche Berufsausbildung und Berufspraxis nach der jeweiligen HWK-Regelung
- Alternative Zugangswege können über eine andere Berufsausbildung oder einschlägige Berufspraxis eröffnet sein
- Lehrgangsanbieter können zusätzliche Aufnahme- oder Modulvoraussetzungen festlegen
- Verbindlich entscheidet nur die in der jeweiligen Kammerregelung bezeichnete zuständige Stelle
Persönliche und fachliche Stärken
- Fachlich fundiertes und vernetztes Denken
- Sorgfältige Planung und nachvollziehbare Dokumentation
- Verantwortungsbewusstsein für Qualität, Recht und Sicherheit
- Klare Kommunikation und sichere Zusammenarbeit
Wie ist die Fortbildung aufgebaut?
Die Fortbildung baut auf beruflicher Vorbildung und Praxis auf. Vorbereitungslehrgänge unterstützen die Prüfungsvorbereitung, ersetzen aber nicht die formale Zulassungsentscheidung der zuständigen Stelle.
- 01Prozessanalyse
- 02Systemarchitektur
- 03ERP und Fachanwendungen
- 04Datenbanken und Schnittstellen
- 01Netzwerke und Cloud
- 02Softwareentwicklung
- 03Informationssicherheit
- 04Datenschutz und Berechtigungen
- 01IT-Projekte
- 02Beschaffung und Verträge
- 03Service und Support
- 04Wirtschaftlichkeit und Change
Welche Themen gehören zur Fortbildung?
Die folgenden Themenfelder verdichten das fachliche Profil. Sie ersetzen keine amtliche Prüfungsordnung und keine verbindliche Stoffgliederung der zuständigen Stelle.
Betriebliche IT
- Prozessanalyse
- Systemarchitektur
- ERP und Fachanwendungen
- Datenbanken und Schnittstellen
Technik und Sicherheit
- Netzwerke und Cloud
- Softwareentwicklung
- Informationssicherheit
- Datenschutz und Berechtigungen
Management
- IT-Projekte
- Beschaffung und Verträge
- Service und Support
- Wirtschaftlichkeit und Change
Wie kann die Prüfung aufgebaut sein?
Maßgeblich sind ausschließlich die für den Prüfungszeitpunkt geltende Rechtsgrundlage, die Prüfungsordnung und die Ladung der zuständigen Stelle.
Zulassung
Die zuständige Stelle prüft Berufsabschluss, Berufspraxis und gegebenenfalls weitere Nachweise nach ihrer Fortbildungsprüfungsregelung.
Schriftliche Leistungen
Prüfungsbereiche, Bearbeitungszeiten und Hilfsmittel richten sich ausschließlich nach der konkreten Kammerregelung.
Praxisbezogene Leistung
Projektarbeit, Arbeitsprobe, Präsentation oder Fachgespräch dürfen erst nach Prüfung der aktuell geltenden Regelung konkret angesetzt werden.
Aktuelle Durchführung
Ein Eintrag in der BIBB-Datenbank dokumentiert eine Regelung, belegt aber nicht automatisch einen aktuell angebotenen Lehrgang oder Prüfungstermin.
Welche Kosten und Fördermöglichkeiten sind zu beachten?
Eine Fortbildung ist kein Ausbildungsverhältnis. Daher besteht grundsätzlich kein Anspruch auf Ausbildungsvergütung. Bei berufsbegleitender Teilnahme kann das Arbeitsentgelt nach dem bestehenden Beschäftigungsverhältnis weiterlaufen.
Mögliche Kosten
- Lehrgangs-, Lernmittel- und Prüfungsgebühren sind möglich
- Fahrt-, Übernachtungs- und Freistellungskosten können hinzukommen
- Verbindliche Beträge vor der Anmeldung beim Anbieter und der prüfenden Stelle erfragen
Mögliche Finanzierung
- Betriebliche Kostenübernahme oder Bildungsbudget prüfen
- Steuerliche Berücksichtigung beruflich veranlasster Weiterbildung klären
- Bei anerkannten Aufstiegsfortbildungen Förderfähigkeit nach AFBG individuell prüfen
Wo kann man mit dieser Qualifikation arbeiten?
Beschäftigungsmöglichkeiten bestehen in IT-Abteilungen, Systemhäusern, Handwerksorganisationen, Softwareunternehmen und digitalisierten Produktions- oder Dienstleistungsbetrieben.
Betriebliche IT
- Systembetreuung
- Anwendungsmanagement
- Digitalisierung
IT-Dienstleistung
- Beratung
- Implementierung
- Support
Projekt und Führung
- IT-Projektleitung
- Teamkoordination
- Informationssicherheit
Welche Perspektiven eröffnet die Fortbildung?
Die Fortbildung erweitert die berufliche Handlungsfähigkeit, garantiert aber weder eine bestimmte Position noch ein bestimmtes Einkommen. Entwicklungsmöglichkeiten hängen von Vorbildung, Berufspraxis, Betrieb und regionalem Arbeitsmarkt ab.
Spezialisierung
- Cloud und Infrastruktur
- Anwendungsentwicklung
- Cybersecurity
Verantwortung
- IT-Leitung
- Projektmanagement
- Digitalisierungskoordination
Weitere Bildung
- Wirtschaftsinformatik
- IT-Management
- Master Professional in IT
Häufige Fragen zur Fortbildung
Ist dies eine Erstausbildung?
Nein. Es handelt sich um eine berufliche Fortbildung, Zusatzqualifikation oder Eignungsprüfung. Die genaue Einordnung steht im Statusbereich dieser Seite.
Wie lange dauert die Fortbildung?
Je nach Vollzeit-, Teilzeit- oder Modulmodell; die Rechtsgrundlage legt meist keine Lehrgangsdauer fest. Vorbereitungsdauer und rechtliche Prüfungszulassung sind voneinander zu unterscheiden.
Welche Voraussetzungen gelten?
IT-nahe oder handwerkliche Berufsausbildung und Berufspraxis nach der jeweiligen HWK-Regelung. Verbindlich entscheidet die zuständige Stelle anhand der maßgeblichen Regelung.
Wird eine Ausbildungsvergütung gezahlt?
Nein. Es besteht kein Ausbildungsverhältnis. Möglich sind Arbeitsentgelt aus einem bestehenden Beschäftigungsverhältnis oder eine individuelle Kostenübernahme.
Wer nimmt die Prüfung ab?
Jeweils zuständige Handwerkskammer.
Ist ein Vorbereitungslehrgang zwingend?
Nicht automatisch. Bei öffentlich-rechtlichen Fortbildungsprüfungen ist häufig die Prüfungszulassung entscheidend. Einzelne Kammer- oder Programmmodelle können jedoch Lehrgangs- oder Modulnachweise verlangen.
Ist bereits ein Produkt im TPM-Mediashop verlinkt?
Nein. Für diese Seite wurden keine bestätigten Fragenzahlen, Seitenzahlen oder Produktlinks übermittelt. Daher wird bewusst kein Produkt geschätzt oder fachfremd verlinkt.
Offizielle und unmittelbar zuständige Quellen
- BIBB: Bachelor Professional in Betriebsinformatik (HwK), Rechtsgrundlage und Zuständigkeitsbereich
- Handwerksordnung § 42f: Fortbildungsprüfungsregelungen der Handwerkskammern
Redaktionell überprüft am 3. August 2026. Bei kammer- oder anbieterbezogenen Regelungen müssen aktueller Status, Zulassung und Prüfungstermine vor einer Anmeldung direkt bestätigt werden.
Lernprodukte für Bachelor Professional in Betriebsinformatik (HwK)
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