EDSA-Chronik

TPM-Media Verlag · Presse & Luftfahrt

Flugplatz Albstadt-Degerfeld EDSA: Chronik, Presseberichte und öffentliche Standortgeschichte

Redaktionell aufgearbeitete Entwicklungen zum Flugplatz Albstadt-Degerfeld auf der Schwäbischen Alb: aktueller Vereins- und Ausbildungsbetrieb, Fliegerfeste, Infrastruktur, Gastronomie, sportliche Aktivitäten, technische Weiterbildung und die lange Vorgeschichte des Luftsports in Albstadt seit den 1920er-Jahren.

Neueste Meldungen zuerst ICAO: EDSA Standort: Albstadt-Degerfeld · Schwäbische Alb Segelflug · Motorflug · Ballonsport Redaktionsstand: 14. August 2026

Der Flugplatz Albstadt-Degerfeld mit der ICAO-Kennung EDSA ist ein traditionsreicher Luftsportstandort auf der Schwäbischen Alb. Geprägt wird er heute vor allem durch den LSV Degerfeld e. V., der dort Segelflug, Motorflug, Ballonsport, Flugausbildung, Vereinsleben und öffentliche Veranstaltungen bündelt.

Die Geschichte des Standorts reicht deutlich weiter zurück als die heutige Vereinsstruktur. Bereits in den 1920er-Jahren entstanden im Raum Albstadt erste organisierte Flugaktivitäten. Aus improvisierten Hangstarts, Eigenbauten und wechselnden Startgeländen entwickelte sich schrittweise das heutige Degerfeld als fester Luftsportplatz.

Die nachfolgende Chronik fasst vor allem Betreiberangaben, Vereinsdarstellungen und öffentlich zugängliche Vereinsbeiträge in eigener redaktioneller Sprache zusammen. Bei historischen Passagen wird berücksichtigt, dass frühe Entwicklungen vor allem aus rückblickenden Vereinsdarstellungen überliefert sind. Ankündigungen werden nicht als bereits vollständig durchgeführte Ereignisse dargestellt.

Hinweis zur Einordnung: Aktuelle Betriebsdaten dienen innerhalb dieser Chronik nur der redaktionellen Standortbeschreibung. Maßgeblich für den Flugbetrieb sind ausschließlich die jeweils aktuellen luftfahrtamtlichen Veröffentlichungen, NOTAM, PPR-Abstimmungen und die verbindlichen Angaben des Betreibers.

Redaktionsstand: 14. August 2026

Aktuelles Standortprofil: EDSA als PPR-Grasflugplatz auf der Schwäbischen Alb

Der Flugplatz Albstadt-Degerfeld wird auf der Vereinsseite mit der ICAO-Kennung EDSA geführt. Genannt werden eine 960 × 30 Meter große Graspiste, die Platzhöhe von 2.924 Fuß beziehungsweise 891 Metern sowie die Funkfrequenz 125,835 MHz GE Degerfeld RADIO.

Der Platz wird als PPR-Standort beschrieben. Zugelassen seien nach der veröffentlichten Übersicht Luftfahrzeuge bis 1.500 Kilogramm sowie bestimmte weitere Muster und Sparten, darunter Motorsegler, Segelflugzeuge, Hubschrauber, Ballone und Ultraleichtflugzeuge. Als Kraftstoff werden 100 LL und Super Plus genannt.

Diese Angaben werden in der Chronik bewusst nur als aktuelle redaktionelle Standortbeschreibung wiedergegeben. Sie ersetzen keine Flugvorbereitung und keine verbindlichen flugbetrieblichen Informationen.

Fortlaufend · Stand 2026

Rund 250 Mitglieder, breite Flotte und eng betreute Ausbildung prägen den Platz heute

Der LSV Degerfeld beschreibt sich als großen Luftsportverein mit rund 250 Mitgliedern, darunter etwa 140 aktive Pilotinnen und Piloten. Nach der Vereinsdarstellung gehören elf Segelflugzeuge unterschiedlicher Leistungsklassen, ein Motorsegler und eine Motormaschine zum eigenen Bestand. Auf den Vereinsmaschinen werden demnach etwa 4.000 Starts pro Jahr durchgeführt.

Für die Ausbildung nennt der Verein 20 aktive Fluglehrerinnen und Fluglehrer. Davon entfallen 15 auf den Segelflug, 4 auf den Motorflug und 2 auf die Tätigkeit als Class Rating Instructors. Damit ist das Degerfeld nicht nur ein Ausflugs- und Veranstaltungsort, sondern vor allem ein stark ausbildungsorientierter Luftsportstandort.

Das Ausbildungsangebot wird ausdrücklich als teamgebundene Vereinsarbeit beschrieben. Flugerlebnis, Nachwuchsförderung und gemeinschaftlicher Einsatz am Boden gehören nach der Selbstdarstellung untrennbar zusammen.

29.–30. August 2026 · angekündigt

Zum 60-jährigen Vereinsjubiläum kündigt der LSV Degerfeld sein Fliegerfest 2026 an

Für das letzte Augustwochenende 2026 kündigt der Verein sein traditionelles Fliegerfest an und verbindet es ausdrücklich mit dem 60-jährigen Bestehen des LSV Degerfeld. Da der ausgewertete Beitrag vor dem Veranstaltungstermin veröffentlicht wurde, dokumentiert die Chronik hier eine Ankündigung und keinen abgeschlossenen Nachbericht.

Vorgesehen sind laut Vereinsseite Fallschirmspringer, Segelflug-Eigenstarter, Segelkunstflug, Flugzeugschlepp-Formationen, Doppeldecker-Kunstflug, Präzisions-Kunstflug mit der Extra 300 sowie historische Flugzeuge wie T-6 „Super Six“, T-28 Trojan und P-51 „Mustang“. Hinzu kommen Ballonstarts zum Sonnenuntergang, Rundflüge und ein Oldtimertreffen.

Der Beitrag unterstreicht zugleich den Anspruch des Vereins, ein sehr großes Programm weitgehend mit eigener Kompetenz, eigenen Pilotinnen und Piloten sowie am Platz vorhandenen Maschinen umzusetzen.

30.–31. August 2025

Traditionelles Fliegerfest 2025 setzt auf Eigenleistung, Vorführungen und Abendstimmung

Für das Fliegerfest 2025 stellte der LSV Degerfeld erneut ein umfangreiches Programm vor. Beschrieben werden Fallschirmspringer, Segelflug-Eigenstarter, Segelkunstflug, eine Flugzeugschlepp-Formation, Doppeldecker-Kunstflug und klassische Muster wie die T-6, T-28 und die P-51 Mustang.

Als besonderes Element hebt der Vereinsbeitrag Ballonstarts zum Sonnenuntergang am Samstagabend hervor. Das Fest wird zugleich als Gelegenheit beschrieben, die Schwäbische Alb bei Rundflügen zu erleben und auf dem Vorfeld ausgestellte Oldtimer-Fahrzeuge zu besichtigen.

Wie schon in anderen Jahren wird das Fliegerfest nicht nur als Publikumsevent dargestellt, sondern auch als Schaufenster des Vereinslebens und seiner fliegerischen Ausbildungs- und Vorführkompetenz.

2024 · Vereinsbeitrag

Fliegerfest-Beitrag beschreibt das Degerfeld als Flugschule vor der eigenen Haustür

Ein Vereinsbeitrag zum Fliegerfest betont, dass Luftsport in Albstadt auf eine mehr als 100 Jahre lange Tradition zurückblicke. Das Fest wird dort als Mischung aus Flugvorführungen, Oldtimerpräsentation, Rundflügen, gastronomischem Angebot und niedrigschwelligem Zugang zur Flugausbildung beschrieben.

Besonders hervorgehoben wird, dass interessierte Besucherinnen und Besucher nicht nur Showprogramme sehen, sondern sich direkt über Ausbildungsmöglichkeiten im Segel- und Motorflug informieren können. Das Degerfeld erscheint damit als öffentlicher Begegnungsort zwischen erfahrenem Luftsport und möglichem Nachwuchs.

Der Beitrag zeigt auch, wie stark der Verein auf ehrenamtliche Mitwirkung und Unterstützung aus befreundeten Vereinen, Familien sowie Hilfsorganisationen setzt, um Großveranstaltungen organisatorisch zu tragen.

2024

Mitglied des LSV Degerfeld ist Teil der deutschen WM-Erfolge im Segelkunstflug

Auf seiner Presseseite verweist der Verein auf die 25. FAI-Weltmeisterschaften im Segelkunstflug in Torun/Polen. Dort habe das deutsche Team sechs Medaillen gewonnen. Aus dem Umfeld des LSV Degerfeld wird Ines Pfabe als Teilnehmerin genannt.

Der Eintrag ist für die Chronik deshalb relevant, weil er zeigt, dass das Degerfeld nicht nur im Breiten- und Ausbildungsbetrieb aktiv ist, sondern personell auch mit leistungsorientierten und überregional wahrnehmbaren Bereichen des Luftsports verbunden bleibt.

Die Vereinsseite verweist für die ausführliche Berichterstattung auf einen externen Fachartikel. In der Chronik wird deshalb nur die vereinseigene Kernaussage dokumentiert.

1. September 2023

Neue Flugplatzgaststätte eröffnet und knüpft an die Bedeutung des Platzrestaurants an

Mit der Eröffnung der neuen Flugplatzgaststätte „Spätzle mit Soß’“ erhielt das Degerfeld 2023 wieder einen festen gastronomischen Anlaufpunkt. Der Vereinsbeitrag kündigte schwäbische Küche von Freitag bis Sonntag an und stellte zugleich in Aussicht, dass es bereits beim vorausgehenden Fliegerfest einen ersten Vorgeschmack geben werde.

Die Meldung knüpft inhaltlich an die ältere Platzgeschichte an, in der die 1974 errichtete Flugplatzgaststätte als fester Baustein der Infrastruktur genannt wird. Gastronomie erscheint damit nicht als Nebensache, sondern als Teil der öffentlichen Öffnung des Flugplatzes.

13.–18. November 2023

Werkstattleiterkurs unterstreicht technische Qualifikation im Vereinsumfeld

Der Verein berichtete 2023 über einen Werkstattleiterkurs auf dem Klippeneck für nachhaltigen Flugbetrieb in den BWLV-Vereinen. Aus Sicht der Chronik ist dabei besonders relevant, dass der LSV Degerfeld vier Absolventen stellte.

Damit wird sichtbar, dass sich der Platz nicht nur über Vorführungen und fliegerische Ausbildung definiert, sondern auch über die Qualifizierung technischen Personals. Solche Meldungen sind für einen vereinsgetragenen Luftsportstandort ein wichtiger Hinweis auf den langfristigen Erhalt von Betrieb, Wartung und Sicherheitskultur.

August 2020

Hagelabwehr-Einsätze einer Degerfelder Pilotin zeigen die regionale Reichweite des Luftsports

In einem Vereinsbeitrag aus dem August 2020 wird die Albstädter Pilotin und Fluglehrerin Julia Rexroth porträtiert. Sie arbeitete demnach als Hagelabwehr-Fliegerin im Schwarzwald, in der Ortenau und im Rheintal.

Beschrieben wird ein hoch spezialisierter Einsatz: Nach meteorologischem Freigabesignal startet die Pilotin mit einer ausgerüsteten Cessna 182, fliegt Gewitterzellen mit Hagelpotenzial an und setzt ein Silberiodid-Aceton-Gemisch frei. Der Beitrag ist für die Chronik deshalb interessant, weil er ein ungewöhnliches Anwendungsfeld der am Verein vorhandenen fliegerischen Kompetenz dokumentiert.

Die Darstellung stammt aus der Vereins-Pressearbeit. Die Chronik übernimmt die Tätigkeit als dokumentiertes Einsatzprofil, bewertet aber nicht eigenständig deren meteorologische Gesamtwirksamkeit.

Fortlaufend

Leistungs- und Streckenflug bleiben fester Bestandteil der Degerfelder Flugkultur

Die vereinseigenen Wettbewerbe zeigen, dass das Degerfeld nicht nur Ausbildungsplatz und Veranstaltungsort ist, sondern auch ein Standort mit ausgeprägter Streckenflugkultur. Für Einsteiger zählt der schnellste Flug über mindestens 300 Kilometer, für Fortgeschrittene der schnellste Flug über mindestens 500 Kilometer.

Beide Formate setzen Abflug und Ankunft auf dem Degerfeld voraus. Die Wettbewerbsbeschreibung verdeutlicht, dass leistungsorientierter Segelflug integraler Teil des Vereinsverständnisses ist und an die lange Segelflugtradition des Platzes anknüpft.

Spätere Ausbauphase

Gaststätte, zusätzliche Hallen, Werkstatt und Campingplatz erweitern die Infrastruktur

Nach der Vereinsgeschichte wurde 1974 die heutige Flugplatzgaststätte errichtet. In späteren Jahren kamen zwei weitere Hallen, eine Werkstatt sowie ein angegliederter Campingplatz mit sanitären Anlagen hinzu.

Diese Entwicklung macht deutlich, dass das Degerfeld längst über eine bloße Start- und Landefläche hinausgewachsen war. Der Platz entwickelte sich zu einem dauerhaften Luftsportzentrum mit sozialer, technischer und logistischer Infrastruktur.

1966

Boxenhalle und Flugleitung mit Turm markieren den nächsten Infrastrukturschub

Die Vereinschronik nennt 1966 als Jahr, in dem die Boxenhalle sowie die Flugleitung mit Turm auf dem Degerfeld errichtet wurden. Damit wurden die baulichen Voraussetzungen für einen dauerhaft organisierten Flugbetrieb weiter professionalisiert.

Der Platz erhielt nicht nur mehr Unterbringungsmöglichkeiten für Luftfahrzeuge, sondern auch eine sichtbar gefestigte Betriebsstruktur. Für die Entwicklung vom improvisierten Fluggelände zum etablierten Luftsportstandort ist dieser Schritt besonders wichtig.

25. Mai 1966

Aus drei Fliegergruppen entsteht der heutige LSV Degerfeld

Am 25. Mai 1966 schlossen sich die früheren Fliegergruppen Ebingen, Tailfingen und Bitz zum heutigen LSV Degerfeld zusammen. Der Vereinsrückblick schildert diesem Schritt lange Diskussionen und Vorbereitungen vorangestellt.

Als Begründung hebt die Darstellung vor allem Rationalisierungseffekte hervor: Flugzeugpark und Infrastruktur konnten gemeinsam verbessert werden, und besonders der Leistungssegelflug erhielt neuen Auftrieb. In der Chronik ist dieser Zusammenschluss die zentrale Zäsur zwischen früher Luftsportgeschichte im Raum Albstadt und der heutigen Vereinsorganisation.

1957

Mit einer Piper L4 hält der Motorflug sichtbar Einzug auf dem Degerfeld

Die Vereinschronik nennt 1957 als Jahr, in dem mit einer Piper L4 das erste Motorflugzeug auf das Degerfeld kam. Damit war der Platz nicht mehr ausschließlich Segelfluggelände, sondern erweiterte sein luftsportliches Profil nachhaltig.

Die Aufnahme des Motorflugs ist zugleich Ausdruck dafür, dass sich Infrastruktur, Organisation und technische Möglichkeiten des Platzes in den 1950er-Jahren spürbar stabilisierten.

1956

Einweihung der großen Segelflughalle schafft eine feste Basis am Platz

Der Baden-Württembergische Luftsportverband finanzierte nach der Vereinsdarstellung im Land vier große Segelflugzeughallen, darunter eine auf dem Degerfeld. 1956 wurde diese Halle eingeweiht.

Die Bedeutung dieses Schrittes liegt darin, dass aus provisorischer Unterbringung und verstreutem Material ein besser organisierter Standort mit dauerhaft nutzbarer Infrastruktur wurde. Die Halle war damit ein entscheidender Baustein auf dem Weg zum heutigen Flugplatz.

1951

Grunau Baby III D-9001 gilt als erster Eigenbau-Segler der Bundesrepublik

Nach Aufhebung des Flugverbots sammelten sich die Luftsportbegeisterten der Region erneut um Anton Riediger und Rudolf Diemer. In Ebingen entstand ein Grunau Baby III mit dem Kennzeichen D-9001. Der Erststart erfolgte 1951 auf dem Klippeneck.

Die Vereinsgeschichte bezeichnet diese Maschine als das erste selbstgebaute Segelflugzeug in der Bundesrepublik Deutschland. Unabhängig von einer möglichen vertieften historischen Einordnung ist klar: Der Eigenbau steht symbolisch für den Neuanfang des zivilen Luftsports nach dem Zweiten Weltkrieg.

In der Folge entstanden weitere Muster wie eine MÜ 13E, ein SG 38 und ein Doppelraab, wodurch die Schulung breiter und sicherer möglich wurde.

1935

Eine Motorwinde führt das Degerfeld in die Zeit des thermischen Segelflugs

Mit der von Rudolf Diemer aus Rossitten mitgebrachten Anregung für eine Motorwinde begann nach der Vereinsgeschichte ein neuer Entwicklungsschritt. 1935 wurde diese Idee umgesetzt.

Durch Ausklinkhöhen von etwa 200 Metern wurde der Einstieg in den thermischen Segelflug möglich. Der Verein bewertet dies als Beginn der Zeit des Leistungssegelflugs im heutigen Raum Albstadt. Erst der Zweite Weltkrieg setzte dieser Entwicklung ein Ende; die Privatfliegerei lag demnach bis 1950 am Boden.

Frühe 1930er-Jahre

Das Degerfeld wird als ideales Gelände für Gleit- und Windenstarts entdeckt

Die Geschichte des heutigen Fluggeländes beginnt nach der Vereinsdarstellung mit einem Treffen der Flug- und Arbeitsgruppen Bitz, Ebingen, Hechingen und Balingen auf dem Degerfeld.

Die sanfte Mulde im Karstgebiet des Schwäbischen Jura, etwa 900 Meter über dem Meeresspiegel, überzeugte die Segelflieger. Besonders der sanfte und hindernisarme Abfall nach Westen wurde als ideal für Gleitflüge mit Gummiseilstarts beschrieben. Damit erhielt der Luftsport im Raum Albstadt erstmals einen Platz, der als feste Heimat in Frage kam.

1928

Erster Start des selbstgebauten Seglers endet im Gebüsch und trotzdem nicht im Scheitern

Nach fünf Jahren Arbeit an einer Eigenkonstruktion brachten die Luftsportpioniere um Anton Riediger, Karl Häffner und weitere Mitstreiter ihren Doppeldecker-Segler 1928 auf den Salenbühl. Per Los wurde entschieden, wer als Erster starten durfte. Die Wahl fiel auf Eugen Nädelin.

Der Erstflug misslang: Eine Windböe erfasste das Flugzeug, es kippte über den Flügel ab und stürzte in ein Gebüsch. Der Pilot kam mit blauen Flecken davon, die Maschine wurde jedoch zerstört. Gerade dieser Rückschlag ist für die Chronik zentral, weil der Verein betont, dass sich die Gruppe dadurch nicht entmutigen ließ und bereits ein Jahr später wieder ein neuer Schulgleiter bereitstand.

1926

Erster Flugplatz in der Sigmaringer Straße eröffnet den öffentlichen Luftsport in Ebingen

Die Vereinsgeschichte nennt 1926 als Jahr, in dem in der Sigmaringer Straße in Ebingen der erste Flugplatz angelegt wurde. Triebfeder war demnach Anton Riediger, der später Flugkapitän wurde.

Zur Eröffnung fand ein öffentlicher Großflugtag statt. Ende der 1920er-Jahre habe es bereits regelmäßigen Segelflugbetrieb im Raum Albstadt gegeben. Die damaligen Fliegergruppen in Ebingen, Bitz und Tailfingen verfügten allerdings noch über keine feste gemeinsame Heimat und mussten ihre Gleiter jeweils zu geeigneten Hängen transportieren.

1923

Eine kleine Gruppe Enthusiasten legt den Grundstein für die Luftsportgeschichte Albstadts

Der vereinseigene Geschichtsrückblick setzt den Ausgangspunkt im Jahr 1923. Damals schlossen sich einige Luftfahrtbegeisterte zusammen, um das Erlebnis des Fliegens nach dem Ersten Weltkrieg auf sportlicher Grundlage wiederzubeleben.

Zu den namentlich genannten frühen Trägerfiguren zählen der Jagdflieger Anton Riediger sowie die Flugbeobachter Karl Häffner und Karl Maier. In privaten Kellern wurde über Jahre hinweg an einem eigenen Segelflugzeug gebaut. Damit beginnt die lange, zunächst improvisierte und stark idealistisch geprägte Vorgeschichte des heutigen Degerfelds.

Redaktionelle Einordnung

Die Entwicklung des Degerfelds lässt sich als ungewöhnlich lange Kontinuität des Luftsports im Raum Albstadt lesen. Von den frühen Pionierjahren mit Eigenbauten und wechselnden Startorten über die Festigung des Geländes in den 1930er- und 1950er-Jahren bis zum 1966 gegründeten LSV Degerfeld zieht sich ein roter Faden: Der Platz lebt von Vereinsarbeit, Technikverständnis und ehrenamtlichem Einsatz.

Der heutige Standort ist vor allem ein vereinsgetragener Ausbildungs- und Luftsportplatz. Segelflug, Motorflug, Ballonsport, Streckenflug und öffentliche Flugfeste stehen nebeneinander. Das erklärt auch, warum in der Chronik nicht nur historische Daten, sondern auch Gastronomie, Werkstattleiterkurse, Wettbewerbe und Nachwuchsarbeit eine Rolle spielen.

Die frühe Geschichte stützt sich weitgehend auf den Geschichtsrückblick des Vereins. Diese Form der Überlieferung ist für lokale Luftsportgeschichte wertvoll, bleibt aber eine rückblickende Vereinsdarstellung. Die Chronik übernimmt daher die Kernaussagen, ohne aus allen Passagen eine amtlich verifizierte Detailhistorie zu machen.

Besonders wichtig ist die Trennung zwischen angekündigten und durchgeführten Ereignissen. Das Fliegerfest 2026 war zum Redaktionsstand noch nicht durchgeführt. Es erscheint deshalb in dieser Chronik ausdrücklich als angekündigtes Programm.

Aktuelle Betriebsdaten wie Frequenz, Pistenlänge, PPR-Regelungen oder Kraftstoffangebote können sich ändern. Sie gehören in einer publizistischen Chronik zur Standortbeschreibung, ersetzen aber niemals amtliche Luftfahrtinformationen.

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