Flugplatz Achmer EDXA: Pressechronik und öffentliche Berichterstattung
Öffentlich dokumentierte Entwicklungen, Vereinsgeschichte, Wettbewerbe, historische Ereignisse und Hintergrundinformationen zum Sonderlandeplatz Achmer. Die Chronik wird redaktionell geführt und nach Aktualität geordnet.
Der Sonderlandeplatz Achmer mit der ICAO-Kennung EDXA wird vom Osnabrücker Verein für Luftfahrt e.V. betrieben. Der heutige Luftsportstandort liegt auf einem Gelände, das bereits vor dem Zweiten Weltkrieg als Militärflugplatz genutzt wurde und nach dem Krieg schrittweise für den zivilen Segel- und Motorflug zurückgewonnen wurde.
Im Gegensatz zu EDPA ist die aktuelle Tagespresse zu Achmer vergleichsweise schmal. Dafür verfügt der Betreiber über eine außergewöhnlich ausführliche historische Vereinschronik. Diese wird hier zusammen mit öffentlich dokumentierten Großveranstaltungen, Wettbewerben und Presseereignissen redaktionell eingeordnet.
Achmer bleibt vereinsgetragener Segelflug-, Ausbildungs- und Motorflugstandort
Der Osnabrücker Verein für Luftfahrt betreibt den Flugplatz weiterhin als Sonderlandeplatz für Segelflugzeuge, Motorsegler und Motorflugzeuge. Die rund 940 Meter lange Motorflugbahn, die etwa 1.100 Meter lange Windenschleppstrecke und die dazwischenliegende Segelfluglandefläche prägen den heutigen Betrieb.
Die Pflege des Geländes und großer Teile der Infrastruktur erfolgt nach Vereinsangaben in Eigenregie. Das Clubheim in Halle 1 ist zugleich Anlaufstelle für Interessenten und Gäste.
Der aktuelle Schwerpunkt liegt auf Segelflug, Ausbildung, Streckenflug, Kunstflug und der Erhaltung historischer Segelflugzeuge.
Großflugtage feiern 100 Jahre Osnabrücker Verein für Luftfahrt
Zum hundertjährigen Bestehen des Osnabrücker Vereins für Luftfahrt wurden auf dem Flugplatz Achmer große Flugtage veranstaltet. Die Schirmherrschaft übernahm der damalige niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff.
Das angekündigte Programm umfasste unter anderem Rundflüge mit historischen Flugzeugen, Segel- und Motorkunstflug sowie Vorführungen seltener Segelflugoldtimer.
Für Achmer war die Veranstaltung ein öffentlich sichtbarer Höhepunkt, der die Geschichte des Vereins mit dem heutigen Flugplatzbetrieb verband.
Internationales Vintage-Glider-Treffen bringt rund 120 Oldtimer nach Achmer
Der OVfL richtete 2002 ein Treffen des internationalen Vintage Glider Club aus. Nach der Vereinschronik kamen rund 120 historische Segelflugzeuge und mehr als 450 Teilnehmer aus verschiedenen Ländern nach Achmer.
Das Treffen unterstreicht eine besondere Tradition des Vereins: Historische Segelflugzeuge werden nicht nur ausgestellt, sondern als fliegendes Kulturgut restauriert, erhalten und betrieben.
Deutsche Meisterschaft im Segelkunstflug wird in Achmer ausgetragen
1996 war Achmer Austragungsort einer deutschen Meisterschaft im Segelkunstflug. Der Verein bezeichnet die erfolgreiche Durchführung als wichtigen Höhepunkt seiner Kunstfluggeschichte.
Der Segelkunstflug hatte sich seit den späten 1980er Jahren durch Lehrgänge, neue Lizenzen und den Bau beziehungsweise Einsatz kunstflugtauglicher Segelflugzeuge zu einer festen Sparte am Platz entwickelt.
Niedersächsische Segelflugmeisterschaft erneut auf EDXA
Nach früheren Wettbewerben wurde 1993 erneut eine niedersächsische Segelflugmeisterschaft in Achmer ausgetragen.
Damit setzte sich die seit den 1970er Jahren gewachsene Rolle des Platzes als Wettbewerbsstandort fort.
Nach der deutschen Wiedervereinigung entstehen neue Kontakte nach Greifswald
Die Vereinschronik dokumentiert nach der politischen Wende Kontakte und gemeinsamen Flugbetrieb mit Segelfliegern aus Greifswald.
Diese Entwicklung knüpfte an ein Jugendtreffen des Vorjahres an und zeigt, wie der Luftsport unmittelbar nach der deutschen Teilung neue persönliche und sportliche Verbindungen ermöglichte.
Segelflugmeisterschaft und Jugendbegegnung prägen das Jahr
1989 fand in Achmer eine niedersächsische und Berliner Segelflugmeisterschaft statt.
Im selben Jahr veranstaltete der OVfL gemeinsam mit der Stadt Osnabrück ein Jugendtreffen mit Vertretern der Partnerstadt Greifswald. Der Flugplatz war damit zugleich Sport- und Begegnungsort.
ASK 21 und Lehrgänge geben dem Segelkunstflug neuen Impuls
Nach dem Erwerb einer ASK 21 wurden in Achmer ab 1988 Kunstfluglehrgänge für die Ausbildung durchgeführt.
Aus zunächst wenigen Kunstflugpiloten entwickelte sich im Laufe der Jahre eine dauerhaft etablierte Vereinssparte. Später kamen weitere Lehrgänge und speziell für den Kunstflug geeignete Flugzeuge hinzu.
Brand zerstört Sozialtrakt und Teile von Halle 1
Die Vereinschronik berichtet für Juni 1987 von einem schweren Brand, bei dem der Sozialtrakt und ein Teil von Halle 1 zerstört wurden.
Die Chronik setzt hinter die Frage einer möglichen Brandstiftung selbst ein Fragezeichen. Eine gesicherte Ursache wird deshalb redaktionell nicht behauptet.
Trotz des Schadens gelang es dem Verein noch im selben Jahr, gemeinsam mit dem Modellflug Club Osnabrück eine große internationale Modellflugveranstaltung auszurichten.
Modellflug-Weltmeisterschaft mit Teilnehmern aus 25 Nationen
Trotz des vorangegangenen Hallenbrandes richteten OVfL und Modellflug Club Osnabrück 1987 in Achmer eine Modellflug-Weltmeisterschaft aus.
Nach Vereinsangaben nahmen 25 Nationen teil. Unterstützung durch britische und niederländische Militärangehörige sowie die Bundeswehr half bei der Durchführung.
Das Ereignis gehört zu den internationalsten Veranstaltungen in der Geschichte des Flugplatzes.
Achmer entwickelt sich zum regelmäßigen Wettbewerbsstandort
Seit den 1970er Jahren wurden in Achmer regelmäßig Wettbewerbe ausgetragen. Den Anfang bildeten nach der Vereinschronik Segelflug-Bezirksmeisterschaften.
Parallel wurde der Flugplatz zwischen 1970 und 2000 mit Eigenmitteln und Eigenarbeit weiter ausgebaut; neue Flugzeughallen entstanden.
Motorflug kehrt zurück – Achmer wird Sonderlandeplatz
Ab 1967 wurde in Achmer wieder Motorflug betrieben, zunächst vor allem zum Schleppen von Segelflugzeugen.
In diesem Zusammenhang wurde der Platz als Sonderlandeplatz zugelassen. Damit konnten nach Abstimmung mit dem Verein auch fremde Motorflugzeuge in Achmer landen.
Dieser Schritt formte die bis heute bestehende Kombination aus Segelflug und begrenztem Motorflugbetrieb.
Halle 1 entsteht zwischen Straße und Mittellandkanal
Zwei Jahre nach der alleinigen Wiederaufnahme der Platznutzung durch den OVfL wurde 1962 Halle 1 errichtet.
Das Gebäude liegt zwischen Straße und Kanal. Heute befindet sich dort das Clubheim und damit eine zentrale Anlaufstelle des Vereins.
OVfL nutzt den Flugplatz Achmer wieder allein für den Segelflug
Nach Jahren des Flugbetriebs auf dem ehemaligen Fliegerhorst Vörden kehrte der Osnabrücker Verein für Luftfahrt 1960 nach Achmer zurück.
Zu diesem Zeitpunkt verfügte der Verein bereits über fünf Segelflugzeuge. Der Wiederbeginn bildet die eigentliche Grundlage des heutigen zivilen Flugplatzbetriebs.
Flugbetrieb endet – Gelände wird zerstört und militärisch weitergenutzt
Mit dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde jeglicher Flugbetrieb zunächst verboten. Flugzeuge und Luftfahrtgeräte wurden beschlagnahmt oder zerstört.
Nach der Vereinschronik wurde auch das Fluggelände Achmer weitgehend zerstört und anschließend als militärisches Übungsgelände für die Panzerausbildung genutzt.
Der Wiederaufbau des zivilen Luftsports erfolgte erst Jahre später.
Aus dem Gelände bei Achmer wird ein Militärflugplatz und späterer Fliegerhorst
Ab 1936 wurde das Gelände vom Deutschen Reich übernommen und zum Militärflugplatz beziehungsweise späteren Fliegerhorst Achmer ausgebaut.
Die Vereinschronik ordnet diese Phase ausdrücklich in die nationalsozialistische Luftfahrt- und Militärgeschichte ein. Der damalige Betrieb darf nicht mit dem heutigen zivilen Verein und Sonderlandeplatz gleichgesetzt werden.
Ereignisse im Ortsteil Achmer sind nicht automatisch Flugplatzereignisse
Polizeimeldungen nennen häufig „Achmer“ als Ortsangabe. Straßenverkehrsunfälle, Einsätze am Bahnhof oder Vorfälle auf der Westerkappelner Straße sind deshalb nicht automatisch Ereignisse des Flugplatzes EDXA. Ein Beispiel ist ein Verkehrsunfall im September 2020 im Bereich des Segelflugplatzes, bei dem ein Polizeihubschrauber bei der Suche nach einem geflüchteten Autofahrer eingesetzt wurde; es handelte sich nicht um einen Flugunfall.
Polizeihubschrauber sucht Unfallflüchtigen im Umfeld des Segelflugplatzes
Ein Autofahrer verunglückte auf der Westerkappelner Straße im Bereich des Segelflugplatzes und flüchtete anschließend zu Fuß in ein Waldstück. Ein Polizeihubschrauber lokalisierte den Mann mit Wärmebildtechnik.
Das Ereignis fand im geografischen Umfeld von EDXA statt, war aber kein Flugunfall und kein Zwischenfall des Flugplatzbetriebs. Es wird deshalb bewusst außerhalb der eigentlichen Flugplatzchronik geführt.
Redaktionelle Einordnung
Die öffentlich zugängliche Dokumentation zu Achmer ist vor allem historisch und vereinsbezogen. Anders als bei größeren Verkehrslandeplätzen gibt es nur wenige aktuelle Presseberichte, die unmittelbar den Flugplatzbetrieb betreffen.
Die stärksten Themen sind der Wiederaufbau des zivilen Luftsports nach dem Zweiten Weltkrieg, der Ausbau in Eigenleistung, Segelflugwettbewerbe, Kunstflug und die Pflege historischer Segelflugzeuge.
Besonders bemerkenswert sind die internationale Modellflug-Weltmeisterschaft 1987, die deutsche Segelkunstflugmeisterschaft 1996 und das große Vintage-Glider-Treffen 2002.
Die militärische Vorgeschichte ab 1936 gehört zur Standortgeschichte, ist aber klar vom heutigen Osnabrücker Verein für Luftfahrt und dem heutigen zivilen Sonderlandeplatz zu trennen.
Rechtliche Grundlage der redaktionellen Veröffentlichung und Quellenbenennung
Diese Pressechronik ist als eigenständige redaktionelle Berichterstattung über öffentlich dokumentierte Vorgänge angelegt. Ausgewertete Presseartikel, Behördeninformationen, Vereinsmitteilungen und historische Quellen werden nicht vollständig übernommen, sondern recherchiert, eingeordnet und in eigener redaktioneller Sprache zusammengefasst.
Die Presse-, Meinungs- und Informationsfreiheit ist in Deutschland durch Artikel 5 Absatz 1 des Grundgesetzes geschützt. Gleichzeitig sind Urheberrecht, journalistische Sorgfalt und Persönlichkeitsrechte zu beachten. Die öffentliche Zugänglichkeit eines Artikels bedeutet nicht, dass dessen Text vollständig oder in umfangreichen Passagen übernommen werden darf.
Die Nennung der jeweiligen Quelle dient der Transparenz und ermöglicht Leserinnen und Lesern, die Grundlage einer Information selbst nachzuvollziehen. Bei historischen Angaben wird kenntlich gemacht, wenn die heute online auffindbare Quelle ihrerseits auf ältere Zeitungs- oder Archivquellen zurückgreift.
- Presseberichte und öffentliche Quellen werden in eigener redaktioneller Sprache zusammengefasst.
- Tatsachen, Betreiberangaben, journalistische Bewertungen und historische Überlieferungen werden soweit möglich voneinander getrennt.
- Ungeklärte Unfallursachen werden nicht als erwiesene Ursachen dargestellt.
- Eine eigenständige persönliche Schuldzuweisung findet nicht statt.
- Nicht erforderliche personenbezogene Angaben werden zurückhaltend behandelt.
- Die jeweilige öffentliche Quelle wird unmittelbar beim Bericht genannt.
- Spätere Korrekturen, neue Erkenntnisse und weitere Presseberichte können redaktionell ergänzt werden.
- Ereignisse in der geografischen Umgebung werden nicht ohne belastbare Grundlage dem Flugplatz EDXA zugerechnet.
Rechtlicher und redaktioneller Informationsstand: 9. August 2026. Dieser Abschnitt beschreibt allgemeine Grundsätze der redaktionellen Arbeitsweise und stellt keine rechtliche Einzelfallprüfung eines konkreten Pressebeitrags dar.
Produkte zur Luftfahrt und Pilotenausbildung
Lern-, Ausbildungs- und Prüfungsmaterialien sowie Onlineangebote aus dem Luftfahrtbereich. Jedes Produkt kann direkt aus dieser Übersicht aufgerufen werden.