Schäftemacher/-in (m/w/d)
Schäftemacherinnen und Schäftemacher fertigen die oberen Teile von Schuhen aus Leder, Textilien und synthetischen Materialien und bereiten sie für die weitere Schuhproduktion vor.
Was macht man in diesem Beruf?
Schäftemacherinnen und Schäftemacher fertigen die oberen Teile von Schuhen aus Leder, Textilien und synthetischen Materialien und bereiten sie für die weitere Schuhproduktion vor. Im Berufsalltag werden fachliche Ausführung, Sicherheit, Qualität, Kommunikation und eine nachvollziehbare Dokumentation miteinander verbunden.
Vorbereiten und planen
- Materialien auswählen und prüfen
- Schnittteile ausstanzen oder zuschneiden
- Teile spalten, schärfen und markieren
- Schuhschäfte nähen und kleben
Fachaufgaben ausführen
- Futter und Verstärkungen einarbeiten
- Kanten bearbeiten
- Passgenauigkeit prüfen
- Fertigungsschritte dokumentieren
Prüfen, sichern und dokumentieren
- Entwurf und Gestaltung
- Werkstoffkunde
- Hand- und Maschinentechniken
- Oberflächen und Veredelung
Ein typischer Arbeitsauftrag – vom Eingang bis zur Übergabe
1. Auftrag und Ausgangslage klären
- Anforderungen für Schäftemacher/-in (m/w/d) erfassen
- Materialien auswählen und prüfen
- Unterlagen, Material und Rahmenbedingungen prüfen
- Risiken, Termine und Zuständigkeiten abstimmen
2. Arbeit fachgerecht durchführen
- Schnittteile ausstanzen oder zuschneiden
- Teile spalten, schärfen und markieren
- Schuhschäfte nähen und kleben
- Futter und Verstärkungen einarbeiten
3. Ergebnis kontrollieren und übergeben
- Kanten bearbeiten
- Passgenauigkeit prüfen
- Fertigungsschritte dokumentieren
- Ergebnis, Abweichungen und nächste Schritte dokumentieren
Welche Voraussetzungen sind wichtig?
Schulischer und formaler Zugang
Die Zugangsvoraussetzungen richten sich nach Ausbildungsordnung, Landesrecht, Laufbahnrecht oder Schulordnung. Zusätzlich können Betriebe, Schulen oder Dienstherren Eignungstests, Praktika, gesundheitliche Nachweise, Führungszeugnisse oder bestimmte Sprachkenntnisse verlangen.
Persönliche Stärken
- Fingerfertigkeit und Geduld
- Form- und Gestaltungssinn
- Materialkenntnis
- Sorgfältiges Messen
- Kundenorientierung
- Qualitätsbewusstsein
Wie ist der Bildungs- und Ausbildungsweg aufgebaut?
Duale Berufsausbildung in Betrieb und Berufsschule. Als typische Dauer werden 2 Jahre angegeben. Die konkrete Verteilung von Theorie, Praxis, Wahlbereichen und Prüfungen ergibt sich aus der aktuell geltenden Regelung und dem Ausbildungsplan des Trägers.
- BasisEntwurf und Gestaltung
- PraxisWerkstoffkunde
- SicherheitHand- und Maschinentechniken
- FachOberflächen und Veredelung
- SystemReparatur und Restaurierung
- QualitätMaß- und Qualitätskontrolle
- DigitalKundenauftrag und Kalkulation
- ProjektArbeitsschutz
- PrüfungDigitale Gestaltung und Dokumentation
Typische Lern- und Kompetenzbereiche
Fachwissen und Materialien
- Entwurf und Gestaltung
- Werkstoffkunde
- Hand- und Maschinentechniken
Prozesse, Technik und Qualität
- Oberflächen und Veredelung
- Reparatur und Restaurierung
- Maß- und Qualitätskontrolle
Recht, Digitalisierung und Zukunft
- Kundenauftrag und Kalkulation
- Arbeitsschutz
- Digitale Gestaltung und Dokumentation
Wie wird der Beruf geprüft?
Fachtheorie und Anwendung
Während des Bildungswegs werden Fachwissen, Planung, Kommunikation, Sicherheit und die Anwendung beruflicher Verfahren überprüft.
Berufliches Handeln zeigen
Praktische Aufgaben prüfen, ob Anforderungen verstanden, Arbeitsschritte geplant, fachgerecht ausgeführt und Ergebnisse kontrolliert sowie dokumentiert werden können.
Zwischen- und Abschlussprüfung nach Ausbildungsordnung
Die verbindlichen Prüfungsbereiche, Zeiten, Gewichtungen und Bestehensregeln ergeben sich aus der aktuell geltenden Ausbildungs- oder Prüfungsregelung.
Welche finanziellen Rahmenbedingungen gelten?
Monatliche Ausbildungsvergütung nach Vertrag und gegebenenfalls Tarif. Konkrete Beträge können sich nach Region, Tarifbindung, Ausbildungsjahr, Dienstherr, Schule, Bildungsträger oder persönlicher Förderung unterscheiden.
| Bereich | Worauf sollte geachtet werden? |
|---|---|
| Vergütung oder Bezüge | Ausbildungsvertrag, Tarifvertrag, Besoldungsrecht oder Trägerregelung prüfen |
| Mögliche Kosten | Fahrt, Unterkunft, Arbeitskleidung, Lernmittel, Prüfungs- oder Gesundheitsnachweise vorab klären |
| Förderung | Berufsausbildungsbeihilfe, BAföG, Bildungsgutschein oder weitere Hilfen abhängig vom Bildungsweg prüfen |
Wo arbeitet man nach dem Abschluss?
Typische Beschäftigungsfelder liegen bei Schuhindustrie, Orthopädieschuhtechnik, Schuhmanufakturen, Schaftmachereien, Lederverarbeitung, Musterwerkstätten. Je nach Betrieb unterscheiden sich Aufgaben, Arbeitszeiten, Kundenkontakt, Außendienst, Schichtarbeit und Verantwortung.
Schuhindustrie
Hier stehen die berufsspezifischen Kernaufgaben von Schäftemacher/-in (m/w/d) im Mittelpunkt.
Orthopädieschuhtechnik
Je nach Organisation kommen spezialisierte Aufgaben, Teamarbeit, Kundenkontakt und digitale Fachsysteme hinzu.
Weitere Einsatzfelder
Schuhmanufakturen, Schaftmachereien, Lederverarbeitung, Musterwerkstätten
Digitalisierung, Qualität und Nachhaltigkeit
Digitale Werkzeuge
- Mobile oder stationäre Fachsysteme nutzen
- Auftrags-, Mess- oder Kundendaten sicher verarbeiten
- Digitale Dokumentation nachvollziehbar führen
Qualität und Sicherheit
- Standards und Prüfkriterien anwenden
- Abweichungen früh erkennen und melden
- Datenschutz, Arbeitsschutz und Verantwortungsgrenzen einhalten
Nachhaltiges Handeln
- Material und Energie sparsam einsetzen
- Reparatur, Wiederverwendung oder Kreisläufe berücksichtigen
- Umweltwirkungen und langfristige Qualität bewerten
Berufseinstieg, Spezialisierung und Weiterbildung
Fachliche Entwicklung
- Spezialisierung auf hochwertige Einzelstücke
- Restaurierung
- Meisterqualifikation
Aufstieg und weitere Bildungswege
- Produktentwicklung
- Werkstattleitung
- Selbstständige Manufaktur
Häufige Fragen zum Beruf
Wie ist der Ausbildungsweg für Schäftemacher/-in (m/w/d) aufgebaut?
Duale Berufsausbildung in Betrieb und Berufsschule. Die typische Dauer beträgt 2 Jahre. Verbindlich sind die aktuell geltende Ausbildungs-, Laufbahn- oder Schulregelung und die Anforderungen des konkreten Trägers.
Welcher Schulabschluss wird benötigt?
Der rechtlich oder schulisch erforderliche Zugang hängt vom Ausbildungsweg ab. Ausbildungsbetriebe, Schulen oder Dienstherren können zusätzliche Auswahlkriterien, Eignungstests, Sprachkenntnisse, gesundheitliche Nachweise oder Praktika verlangen.
Welche persönlichen Stärken sind besonders wichtig?
Fingerfertigkeit und Geduld, Form- und Gestaltungssinn, Materialkenntnis, Sorgfältiges Messen, Kundenorientierung, Qualitätsbewusstsein.
Wo findet die praktische Ausbildung statt?
Typische Lern- und Einsatzorte sind Schuhindustrie, Orthopädieschuhtechnik, Schuhmanufakturen, Schaftmachereien, Lederverarbeitung, Musterwerkstätten. Der konkrete Ausbildungsplan kann zusätzliche Abteilungen oder Praktika vorsehen.
Wie wird der Abschluss geprüft?
Zwischen- und Abschlussprüfung nach Ausbildungsordnung. Inhalt, Gewichtung und Wiederholungsmöglichkeiten richten sich nach der jeweils geltenden Regelung.
Wird während der Ausbildung eine Vergütung gezahlt?
Monatliche Ausbildungsvergütung nach Vertrag und gegebenenfalls Tarif. Maßgeblich sind Vertrag, Tarif, Besoldungsrecht, Landesregelung oder Förderbescheid.
Welche Rolle spielen Digitalisierung und Nachhaltigkeit?
Digitale Auftrags-, Mess-, Kommunikations- und Dokumentationssysteme gehören in vielen Betrieben zum Alltag. Gleichzeitig gewinnen Materialeffizienz, Energieeinsatz, Reparatur, Kreislaufwirtschaft und rechtssichere Datenverarbeitung an Bedeutung.
Gibt es bereits ein eindeutig zugeordnetes Produkt im TPM-Mediashop?
In dieser Seite wird bewusst kein einzelnes Produkt als verbindlich zugeordnet. Über die Shopsuche können aktuell vorhandene Lernmedien geprüft werden; eine fachfremde Produktzuordnung wird vermieden.
Offizielle Informationsquellen zum Nachlesen
- BERUFENET der Bundesagentur für Arbeit
- Berufe und Wege der Bundesagentur für Arbeit
- BIBB-Berufesuche und Verzeichnis anerkannter Ausbildungsberufe
- KMK-Service: Rahmenlehrpläne der beruflichen Schulen
- Gesetze im Internet: Ausbildungs- und Berufsrecht
Redaktioneller Informationsstand: August 2026. Ausbildungsangebote, Rechtsstand, Zugang, Prüfungen und Vergütung können sich ändern. Verbindlich sind die aktuellen offiziellen Informationen der zuständigen Stelle.
Aktuelle Angebote zum Beruf prüfen
Für diese neu erstellte Detailseite wird bewusst kein einzelnes Produkt als fachlich bestätigt dargestellt. Die Shopsuche zeigt, ob bereits Lernmedien, Fragenkataloge, Lehrpläne, Präsentationen oder Onlineangebote zu diesem Beruf vorhanden sind.
Nach Schäftemacher/-in (m/w/d) im TPM-Mediashop suchen
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