Schäftemacher

Zur Berufsübersicht Berufe stellen sich vor

Schäftemacher/-in (m/w/d)

Schäftemacherinnen und Schäftemacher fertigen die oberen Teile von Schuhen aus Leder, Textilien und synthetischen Materialien und bereiten sie für die weitere Schuhproduktion vor.

Duale Berufsausbildung in Betrieb und BerufsschuleDauer: 2 JahreBerufsdetailseite mit Praxis-, Ausbildungs- und PerspektivinformationenInformationsstand: August 2026
AusbildungswegDuale Berufsausbildung in Betrieb und Berufsschule
Regeldauer2 Jahre
AbschlussZwischen- und Abschlussprüfung nach Ausbildungsordnung
Typische LernorteSchuhindustrie, Orthopädieschuhtechnik
PraxisprofilMaterialien auswählen und prüfen · Schnittteile ausstanzen oder zuschneiden
Qualität und SicherheitPassgenauigkeit prüfen · Fertigungsschritte dokumentieren
DigitalisierungDigitale Planung, Dokumentation und Fachsysteme
ZukunftsthemenNachhaltigkeit, Qualität und vernetzte Prozesse
BerufsorientierungPraktikum oder Hospitation vor der Bewerbung empfohlen
Berufsbild

Was macht man in diesem Beruf?

Schäftemacherinnen und Schäftemacher fertigen die oberen Teile von Schuhen aus Leder, Textilien und synthetischen Materialien und bereiten sie für die weitere Schuhproduktion vor. Im Berufsalltag werden fachliche Ausführung, Sicherheit, Qualität, Kommunikation und eine nachvollziehbare Dokumentation miteinander verbunden.

Vorbereiten und planen

  • Materialien auswählen und prüfen
  • Schnittteile ausstanzen oder zuschneiden
  • Teile spalten, schärfen und markieren
  • Schuhschäfte nähen und kleben

Fachaufgaben ausführen

  • Futter und Verstärkungen einarbeiten
  • Kanten bearbeiten
  • Passgenauigkeit prüfen
  • Fertigungsschritte dokumentieren

Prüfen, sichern und dokumentieren

  • Entwurf und Gestaltung
  • Werkstoffkunde
  • Hand- und Maschinentechniken
  • Oberflächen und Veredelung
Berufliche Verantwortung: Tätigkeiten dürfen nur im Rahmen der eigenen Qualifikation, der geltenden Vorschriften und der betrieblichen Beauftragung übernommen werden. Bei sicherheits-, gesundheits- oder rechtsrelevanten Abweichungen sind die zuständigen Fach- oder Führungskräfte einzubeziehen.
Praxis

Ein typischer Arbeitsauftrag – vom Eingang bis zur Übergabe

1. Auftrag und Ausgangslage klären

  • Anforderungen für Schäftemacher/-in (m/w/d) erfassen
  • Materialien auswählen und prüfen
  • Unterlagen, Material und Rahmenbedingungen prüfen
  • Risiken, Termine und Zuständigkeiten abstimmen

2. Arbeit fachgerecht durchführen

  • Schnittteile ausstanzen oder zuschneiden
  • Teile spalten, schärfen und markieren
  • Schuhschäfte nähen und kleben
  • Futter und Verstärkungen einarbeiten

3. Ergebnis kontrollieren und übergeben

  • Kanten bearbeiten
  • Passgenauigkeit prüfen
  • Fertigungsschritte dokumentieren
  • Ergebnis, Abweichungen und nächste Schritte dokumentieren
Einstieg

Welche Voraussetzungen sind wichtig?

Schulischer und formaler Zugang

Die Zugangsvoraussetzungen richten sich nach Ausbildungsordnung, Landesrecht, Laufbahnrecht oder Schulordnung. Zusätzlich können Betriebe, Schulen oder Dienstherren Eignungstests, Praktika, gesundheitliche Nachweise, Führungszeugnisse oder bestimmte Sprachkenntnisse verlangen.

Persönliche Stärken

  • Fingerfertigkeit und Geduld
  • Form- und Gestaltungssinn
  • Materialkenntnis
  • Sorgfältiges Messen
  • Kundenorientierung
  • Qualitätsbewusstsein
Praktischer Tipp: Ein Praktikum, eine Hospitation oder ein Berufsorientierungstag bei Schuhindustrie vermittelt einen realistischen Eindruck von Arbeitszeiten, Verantwortung, Werkzeugen, Kunden- oder Teamkontakten und körperlichen Anforderungen.
Ausbildungsstruktur

Wie ist der Bildungs- und Ausbildungsweg aufgebaut?

Duale Berufsausbildung in Betrieb und Berufsschule. Als typische Dauer werden 2 Jahre angegeben. Die konkrete Verteilung von Theorie, Praxis, Wahlbereichen und Prüfungen ergibt sich aus der aktuell geltenden Regelung und dem Ausbildungsplan des Trägers.

GrundlagenphaseBerufsorientierung und Basiskompetenzen
  1. BasisEntwurf und Gestaltung
  2. PraxisWerkstoffkunde
  3. SicherheitHand- und Maschinentechniken
VertiefungsphaseKomplexere Aufgaben und Prozessverständnis
  1. FachOberflächen und Veredelung
  2. SystemReparatur und Restaurierung
  3. QualitätMaß- und Qualitätskontrolle
Praxis und AbschlussSelbstständiges Bearbeiten beruflicher Situationen
  1. DigitalKundenauftrag und Kalkulation
  2. ProjektArbeitsschutz
  3. PrüfungDigitale Gestaltung und Dokumentation
Verbindlichkeit: Die hier verwendeten Bereiche sind eine redaktionelle Orientierung. Offizielle Lernfelder, Stundenwerte, Einsatzzeiten und Prüfungsanforderungen stehen ausschließlich in der jeweils geltenden Ausbildungs-, Schul-, Laufbahn- oder Prüfungsregelung.
Fachliche Schwerpunkte

Typische Lern- und Kompetenzbereiche

Fachwissen und Materialien

  • Entwurf und Gestaltung
  • Werkstoffkunde
  • Hand- und Maschinentechniken

Prozesse, Technik und Qualität

  • Oberflächen und Veredelung
  • Reparatur und Restaurierung
  • Maß- und Qualitätskontrolle

Recht, Digitalisierung und Zukunft

  • Kundenauftrag und Kalkulation
  • Arbeitsschutz
  • Digitale Gestaltung und Dokumentation
Leistungsnachweise und Abschluss

Wie wird der Beruf geprüft?

Laufende Leistungsnachweise

Fachtheorie und Anwendung

Während des Bildungswegs werden Fachwissen, Planung, Kommunikation, Sicherheit und die Anwendung beruflicher Verfahren überprüft.

PraxisArbeitsauftrag oder Fallsituation

Berufliches Handeln zeigen

Praktische Aufgaben prüfen, ob Anforderungen verstanden, Arbeitsschritte geplant, fachgerecht ausgeführt und Ergebnisse kontrolliert sowie dokumentiert werden können.

Abschluss

Zwischen- und Abschlussprüfung nach Ausbildungsordnung

Die verbindlichen Prüfungsbereiche, Zeiten, Gewichtungen und Bestehensregeln ergeben sich aus der aktuell geltenden Ausbildungs- oder Prüfungsregelung.

Vergütung, Kosten und Förderung

Welche finanziellen Rahmenbedingungen gelten?

Monatliche Ausbildungsvergütung nach Vertrag und gegebenenfalls Tarif. Konkrete Beträge können sich nach Region, Tarifbindung, Ausbildungsjahr, Dienstherr, Schule, Bildungsträger oder persönlicher Förderung unterscheiden.

Bereich Worauf sollte geachtet werden?
Vergütung oder Bezüge Ausbildungsvertrag, Tarifvertrag, Besoldungsrecht oder Trägerregelung prüfen
Mögliche Kosten Fahrt, Unterkunft, Arbeitskleidung, Lernmittel, Prüfungs- oder Gesundheitsnachweise vorab klären
Förderung Berufsausbildungsbeihilfe, BAföG, Bildungsgutschein oder weitere Hilfen abhängig vom Bildungsweg prüfen
Beschäftigung

Wo arbeitet man nach dem Abschluss?

Typische Beschäftigungsfelder liegen bei Schuhindustrie, Orthopädieschuhtechnik, Schuhmanufakturen, Schaftmachereien, Lederverarbeitung, Musterwerkstätten. Je nach Betrieb unterscheiden sich Aufgaben, Arbeitszeiten, Kundenkontakt, Außendienst, Schichtarbeit und Verantwortung.

Schuhindustrie

Hier stehen die berufsspezifischen Kernaufgaben von Schäftemacher/-in (m/w/d) im Mittelpunkt.

Orthopädieschuhtechnik

Je nach Organisation kommen spezialisierte Aufgaben, Teamarbeit, Kundenkontakt und digitale Fachsysteme hinzu.

Weitere Einsatzfelder

Schuhmanufakturen, Schaftmachereien, Lederverarbeitung, Musterwerkstätten

Arbeitswelt im Wandel

Digitalisierung, Qualität und Nachhaltigkeit

Digitale Werkzeuge

  • Mobile oder stationäre Fachsysteme nutzen
  • Auftrags-, Mess- oder Kundendaten sicher verarbeiten
  • Digitale Dokumentation nachvollziehbar führen

Qualität und Sicherheit

  • Standards und Prüfkriterien anwenden
  • Abweichungen früh erkennen und melden
  • Datenschutz, Arbeitsschutz und Verantwortungsgrenzen einhalten

Nachhaltiges Handeln

  • Material und Energie sparsam einsetzen
  • Reparatur, Wiederverwendung oder Kreisläufe berücksichtigen
  • Umweltwirkungen und langfristige Qualität bewerten
Nach dem Abschluss

Berufseinstieg, Spezialisierung und Weiterbildung

Fachliche Entwicklung

  • Spezialisierung auf hochwertige Einzelstücke
  • Restaurierung
  • Meisterqualifikation

Aufstieg und weitere Bildungswege

  • Produktentwicklung
  • Werkstattleitung
  • Selbstständige Manufaktur
Hinweis: Zugangsvoraussetzungen und Abschlussbezeichnungen von Fortbildungen oder Studiengängen unterscheiden sich. Vor einer Anmeldung sind Anbieter, Kammer, Behörde oder Hochschule zu prüfen.
Kurz beantwortet

Häufige Fragen zum Beruf

Wie ist der Ausbildungsweg für Schäftemacher/-in (m/w/d) aufgebaut?

Duale Berufsausbildung in Betrieb und Berufsschule. Die typische Dauer beträgt 2 Jahre. Verbindlich sind die aktuell geltende Ausbildungs-, Laufbahn- oder Schulregelung und die Anforderungen des konkreten Trägers.

Welcher Schulabschluss wird benötigt?

Der rechtlich oder schulisch erforderliche Zugang hängt vom Ausbildungsweg ab. Ausbildungsbetriebe, Schulen oder Dienstherren können zusätzliche Auswahlkriterien, Eignungstests, Sprachkenntnisse, gesundheitliche Nachweise oder Praktika verlangen.

Welche persönlichen Stärken sind besonders wichtig?

Fingerfertigkeit und Geduld, Form- und Gestaltungssinn, Materialkenntnis, Sorgfältiges Messen, Kundenorientierung, Qualitätsbewusstsein.

Wo findet die praktische Ausbildung statt?

Typische Lern- und Einsatzorte sind Schuhindustrie, Orthopädieschuhtechnik, Schuhmanufakturen, Schaftmachereien, Lederverarbeitung, Musterwerkstätten. Der konkrete Ausbildungsplan kann zusätzliche Abteilungen oder Praktika vorsehen.

Wie wird der Abschluss geprüft?

Zwischen- und Abschlussprüfung nach Ausbildungsordnung. Inhalt, Gewichtung und Wiederholungsmöglichkeiten richten sich nach der jeweils geltenden Regelung.

Wird während der Ausbildung eine Vergütung gezahlt?

Monatliche Ausbildungsvergütung nach Vertrag und gegebenenfalls Tarif. Maßgeblich sind Vertrag, Tarif, Besoldungsrecht, Landesregelung oder Förderbescheid.

Welche Rolle spielen Digitalisierung und Nachhaltigkeit?

Digitale Auftrags-, Mess-, Kommunikations- und Dokumentationssysteme gehören in vielen Betrieben zum Alltag. Gleichzeitig gewinnen Materialeffizienz, Energieeinsatz, Reparatur, Kreislaufwirtschaft und rechtssichere Datenverarbeitung an Bedeutung.

Gibt es bereits ein eindeutig zugeordnetes Produkt im TPM-Mediashop?

In dieser Seite wird bewusst kein einzelnes Produkt als verbindlich zugeordnet. Über die Shopsuche können aktuell vorhandene Lernmedien geprüft werden; eine fachfremde Produktzuordnung wird vermieden.

Geprüfte Ausgangspunkte

Offizielle Informationsquellen zum Nachlesen

Redaktioneller Informationsstand: August 2026. Ausbildungsangebote, Rechtsstand, Zugang, Prüfungen und Vergütung können sich ändern. Verbindlich sind die aktuellen offiziellen Informationen der zuständigen Stelle.

Ausbildungsbetriebe und Werbepartner

Acht Plätze für passende Betriebe und Einrichtungen

Betriebe, Schulen, Behörden, Verbände und Dienstleister mit nachvollziehbarem Bezug zu Schäftemacher/-in (m/w/d) können sich hier mit Logo, Kurzprofil, Ausbildungsangebot und direkter Verlinkung vorstellen.

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Schuhindustrie

Stellen Sie Ihren Betrieb, Ihre Ausbildungsplätze, Tätigkeitsfelder und beruflichen Einstiegsmöglichkeiten passend zum Beruf Schäftemacher/-in (m/w/d) vor.

  • Logo und Kurzbeschreibung
  • Standort und Ansprechperson
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Orthopädieschuhtechnik

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Schuhmanufakturen

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Schaftmachereien

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Lederverarbeitung

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Musterwerkstätten

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  • Logo und Kurzbeschreibung
  • Standort und Ansprechperson
  • Direkte Verlinkung zur Karriere- oder Angebotsseite
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Berufsschule oder Fachschule

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  • Standort und Ansprechperson
  • Direkte Verlinkung zur Karriere- oder Angebotsseite
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Fachverband und Innung

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Alle acht Anfragen führen zum Kontaktformular des TPM-Mediashops. Bereits individuell belegte Plätze können später mit eigener Zielseite verlinkt werden.

Lernmedien im TPM-Mediashop

Aktuelle Angebote zum Beruf prüfen

Für diese neu erstellte Detailseite wird bewusst kein einzelnes Produkt als fachlich bestätigt dargestellt. Die Shopsuche zeigt, ob bereits Lernmedien, Fragenkataloge, Lehrpläne, Präsentationen oder Onlineangebote zu diesem Beruf vorhanden sind.

ShopsucheKeine automatische Produktzuordnung

Nach Schäftemacher/-in (m/w/d) im TPM-Mediashop suchen

Die Suchseite kann aktuelle berufsspezifische Produkte anzeigen. Vor einer redaktionellen Einbindung als festes Produkt sollten Titel, Inhalt, Zielgruppe und Link eindeutig geprüft werden.

Keine fachfremden Produkte eingebundenAktuellen Produktbestand direkt prüfenSpätere feste Verlinkung möglich
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Sponsoren und Werbepartner

Vier hochwertige Sponsorenplätze

Unternehmen, Verbände, Bildungspartner und fachlich passende Dienstleister können ihre Angebote in einem klar abgegrenzten beruflichen Umfeld präsentieren.

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Ausbildung und Nachwuchs

Präsentieren Sie Ausbildungs-, Praktikums- oder Einstiegsangebote für Schäftemacher/-in (m/w/d).

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Werkzeuge, Technik und Fachausstattung

Zeigen Sie fachlich passende Produkte, Systeme, Werkzeuge oder Dienstleistungen in einem klar abgegrenzten Umfeld.

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  • Fachlich passende Leistungsbeschreibung
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Weiterbildung und Prüfungsvorbereitung

Stellen Sie Kurse, Fachmedien, Lernangebote oder berufliche Qualifizierungen sichtbar vor.

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Branchenpartner und Fachverband

Verbinden Sie Ihre Organisation mit berufskundlichen Informationen, Nachwuchsgewinnung und Fachpraxis.

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